Home
Wir über uns
100 Jahre Fußball
Aktuelles
Neben dem Platz
Sport aus aller Welt
Spielbetrieb
1. Mannschaft
Spielplan 2011-12 SGB I
Berichte 2011-12 SGB I
Spielplan 2010-11 SGB I
Berichte 2010-11 SGB I
Berichte 2009-10 SGB I
2. Mannschaft
Alte Herren
Altfußballer
Jugend
A-Junioren
Unsere Schiedsrichter
Bilder SGB-Fußball
Fanartikel
Sponsoren
Archiv
Archiv-Jugend
Interessante Links
Anfahrt
Ihr Weg zu uns
Wetter
Kontakt
Gästebuch
Impressum
  


Kurz verabschiedet sich mit Dreierpack

Verbandsliga: SGB besiegt Darmstadt 98 II mit 4:1 und beendet die Saison auf Rang 14

Ende gut, alles gut? Das dürfte die SG Bruchköbel anders sehen. Zwar bereitete die Mannschaft des alten und neuen Trainers Thorsten Peters den Fans und Verantwortlichen gestern mit ei­nem verdienten 4:l-Erfolg über den SV Darmstadt 98 II einen versöhnlichen Saisonabschluss. Darüber, dass auf Rang 14 der Abstieg am Wald nur knapp vermieden wurde, konnte dieser Schlusspunkt aber nicht hinwegtäuschen. Immerhin sorgte Rodney Kurz (9., 37., 68.) zum Abschied mit einem Dreierpack für Furore, Sascha Eck­hardt (73.) setzte den Schlusspunkt nach 36 Verbandsliga-spielen. Vor der Partie gab es warme Worte für die zahlreichen Spieler der SG Bruchköbel, die dem Verein am Sai­sonende den Rücken kehren. Die Aktiven ließen dem Taten folgen. „Die Kicker, die ihre letzte Partie absolviert haben, wirk­ten sehr motiviert und haben sich würdig verabschiedet", lobte SGB-Sprecher Tim Protzmann und meinte damit allen voran Rodney Kurz. Nach vier Jahren am Wald zeigte der 22-Jährige, der künftig für den SSV Lindheim auf Torejagd gehen wird, noch einmal sein ganzes Können. Bereits nach neun Minuten schickte er nach sehenswertem Solo Torwart Paul Jiwan mit einer Finte auf den Boden und sorgte für das 1:0. Volkan Sungun (21.), demnächst bei der Spielvereinigung Neu-Isenburg aktiv, hätte nach Pass von Thomas Gold­mann nachlegen können, drosch den Ball aus kürzester Distanz jedoch in die Wol­ken. Es war erneut Kurz (37.), der nach Steilpass von Sascha Eckhardt zum 2:0-Halbzeitstand einschob. Dem SV Darmstadt 98 schien die Aufstiegsfeier der ersten Garde am Vorabend noch in den Knochen zu ste­cken, schließlich wirkten die in den Regio­nalliga-Trikots aufgelaufenen Südhessen alles andere als siegeshungrig. „Vielleicht hatten sie ein Spezi zu viel getrunken", schmunzelte Protzmann. Denn auch nach dem Seitenwechsel spielte fast nur die SGB und kam wieder durch das Duo Kurz/Eck­hardt (68.) zum Erfolg. Der Mittelfeldspie­ler hatte aufgelegt, der Stürmer im Eins-gegen-eins erneut keine Nerven gezeigt. Mit Saisontreffer Nummer zehn zog Rod­ney Kurz außerdem in der internen Tor­schützenliste mit Igor Rozic gleich. Den Schlusspunkt aus Bruchköbeler Sicht setz­te Eckhardt (73.) nach zwei Vorlagen selbst. Dass neun Minuten vor Schluss der SV Darmstadt 98II durch die Abwehr der Ro­ten brach, Jan Gebhardt Steffen Klotzbü­cher austanzte und Alexander Blocher ver­geblich auf der Linie zu retten versuchte, tat der versöhnlichen Stimmung keinen Abbruch. Oldie Darius Kolodziej, der den Club endgültig verlassen wird, bekam sei­nen verdienten Abschied auf dem Rasen. „Wäre diese turbulente Saison ein Action­film gewesen, sprächen die Kritiker jetzt wohl von einem Happy End", formulierte es Pressesprecher Protzmann. So strah­lend wie in Hollywood sehen die Helden nach Platz 14, nur 13 Siegen und der schlechtesten Torausbeute außerhalb der Abstiegszone jedoch nicht aus. (HA vom 30.05.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Kühn (73. Kolodziej), Jäger, Blocher, Goldmann - Schunck (64. Gashi), Sun­gun, Rozic, Schnobl, Eckhardt - Kurz (81. Erdogan) –

Tore: 1:0 Kurz (9.), 2:0 Kurz (37.), 3:0 Kurz (68.), 4:0 Eck­hardt (73.), 4:1 Gebhardt (81.) - Schiedsrichter: Reisert (Rödermark) –

Gute SGB-Leistung bleibt unbelohnt

Verbandsliga: Bruchköbeler Niederlage in Alsbach 

 Gut gespielt und doch wieder verloren: Der SG Bruchköbel fehlt im Verbandsliga-Endspurt unter dem neu­en Trainer Thorsten Peters ein bisschen das Glück. Im letzten Auswärtsspiel vor der Sommerpause musste sich die SGB dem FC Alsbach mit 3:1 (1:0) geschlagen ge­ben. Nachdem Torjäger Horst Russ (36.) seine Farben vor der Halbzeit in Führung gebracht hatte, nutzte das Team seine Chancen nicht und wurde dafür vom Tabellenvierten bestraft. Der Klassenerhalt ist trotzdem sicher.
Zu verdanken hat die SGB diese mathema­tische Gewissheit dem FC Bensheim. Die Mannen von der Bergstraße schössen Ein­tracht Oberursel gestern mit 7:0 ab und sorgten so dafür, dass der 16. die Bruchkö­beler am letzten Spieltag nicht mehr einho­len kann. Aufgrund der günstigen Konstel­lation in der Hessenliga müssen Oberursel oder der SV Geinsheim die Relegation be­streiten.
Gestern zeigte die SGB über weite Stre­cken eine ordentliche Leistung. In einer ersten Halbzeit mit wenigen Torchancen hatte die Mannschaft den favorisierten FC Alsbach gut im Griff. Auf der anderen Sei­te nutzte Russ (36.) die erste Gelegenheit zur Führung: Eine Hereingabe von Sascha Eckhardt klärte Timo Seitz unbeholfen in Richtung des eigenen Torwarts. Paul Mohr konnte nur abklatschen, Russ staubte ab. Eine Minute vor der Pause zeichnete sich der Alsbacher Schlussmann aus, als er ei­nen Freistoß von Igor Rozic parierte. „Bruchköbel hat sich extrem engagiert präsentiert", sagte FC-Sprecher Andreas Rothermel.

Die Südhessen, für die es tabellarisch um nichts mehr ging, kamen deutlich moti­vierter aus der Kabine. Florian Frölich (56.) ließ sich von Philipp Emig bedienen, um per Direktabnahme den 1:1-Ausgleich zu erzielen. Ein chancenloser Steffen Klotzbücher zeigte kurz darauf seine Klas­se, als er einen Aslan-Freistoß (67.) ab­wehrte. Es folgte eine Druckphase der Bruchköbeler, die in der 77. Minute in der Führung hätte gipfeln müssen. Aus einem Chaos im Strafraum heraus schossen gleich mehrere SGB-Spieler auf den Kas­ten, ehe Rodney Kurz den Ball mit einem Pfostenschuss aus dem Spiel beförderte. Es war der Bruch im Spiel. Michael da Costa Pires (86.) und Wanitschek (89.) sorgten für den Alsbacher Sieg. „Bruchköbel hat am Ende einfach nicht das nötige Glück ge­habt. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen", gab Rothermel zu. An der Tabellenspitze kommt noch einmal Spannung im Kampf um Relegationsplatz zwei auf. Die Sportfreunde Seligenstadt verwandelten ihren Matchball beim SV Geinsheim nicht und spielten nur 1:1. Vik­toria Aschaffenburg kann somit die spiel­freien Seligenstädter am letzten Spieltag mit einem Sieg mit mindestens vier Toren Differenz noch überholen. (HA vom 23.05.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher-Kühn (74. Rauch), Jä­ger, Blocher, Nyman - Schunck (63. Sungun), Rozic, Schnobl, Eckhardt, Kurz - Russ –

Tore: 0:1 Russ (36.), 1:1 Frölich (55.), 2:1 da Costa Pires (86.). 3:1 Wanit­schek (89.) –

SGB steht dem Meister Spalier

Verbandsliga: SGB gegen Jügesheimer Aufstiegshelden nur eine Halbzeit auf Augenhöhe

Neue Besen kehren gut. Offensichtlich jedoch nur eine Halbzeit lang. Denn gegen den neuen Verbandsliga-Meister TGM/SV Jügesheim agierte die SG Bruchköbel unter dem neuen Trainer Thorsten Peters gestern nur in der ersten Halbzeit druckvoll und verlor letztlich verdient mit 2:3 (2:1). Die Tore für die Roten er­zielten Kapitän Uwe Schnobl (7.) und der aus der A-Jugend beförderte Tobias Kühn. Neben einigen überraschenden Pesonalentscheidungen zeigte sich das Eingreifen Peters allen voran im neuen 4-5-1-System.
Die Stimmungslage hätte kaum unter­schiedlicher ausfallen können. Während die Spieler der SG Bruchköbel zum 16. Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz trotteten, ging am Wald die Jügesheimer Aufstiegsfeier los. „Ich dachte, die reißen uns den Kunstrasen ab", staunte SGB-Sprecher Tim Protzmann über den Jubel des Gegners, der für die große Meistersau­se zahlreiche der 300 Zuschauer mitgebracht hatte: Nachdem das Geläuf nach ausgiebiger Sektdusche gedüngt war, zün­deten die mitgereisten Rodgauer bengali­sche Feuer und verwüsteten den Platz mit selbstgebauten Geschossen für Klopapier­rollen. „Es war ein skurriler Anblick. Ich bin gespannt, wer das aufräumt", wunder­te sich Protzmann über das Treiben der TGM/SV

Vor der Party hatte der dank nur zweier Saisonniederlagen und 15 Gegentoren sou­veräne Verbandsliga-Meister Jügesheim eine seiner schwächeren Partien gezeigt. Das lag nicht zuletzt an der SG Bruchköbel, deren Spiel taktisch wie nicht anders zu er­warten noch viel von der Handschrift des Edgar Nix trug. Personell brachte Thors­ten Peters jedoch seine eigenen Ideen in die Mannschaft ein: A-Jugend-Spieler To­bias Kühn stand als Ersatz für den suspen­dierten Cem Caput auf der rechten Ab­wehrseite in der Startformation. Für etab­lierte Kicker wie Alexander Schunck, Rodney Kurz und Darius Kolodziej war im neu­en 4-5-1-System kein Platz mehr. „Ich wollte Igor Rozics Kreativität fördern und ihn als klassischen Spielermacher einsetzten", erklärte Peters seinen Grund­gedanken und stellte hinter dem altgedien­ten Regisseur Uwe Schnobl und Alexander Blocher in einer Doppelsechs auf. Dazu brach der ehemalige Trainer der zweiten Mannschaft verhärtete Fronten auf: Thorsten Peters holte den in Folge des Streites im Winter in die Reserve vorbannten Michele Pascarella zurück. „Ich muss die Leistungen, die Spieler in der Kreis­oberliga gebracht haben, genauso berück­sichtigen", erklärte er diese Maßnahme und verwies darauf, dass er sich aus genau diesem Grund auch für Tobias Kühn ent­schieden habe - ein Glücksgriff, wie sich spätestens nach 24 Minuten zeigen sollte. Zuvor glückte dem angehenden Meister aus Rodgau jedoch ein Fabelstart, bei dem Angreifer Patrick Hofmann (5.) die rote De­fensive nicht gut aussehen ließ. Nach ei­nem Solo durch die Mitte schob er zum frü­hen 0:1 ein, ehe die SGB nur 120 Sekunden später zurückschlug. Eine lange Ecke von Rozic drückte Schnobl (7.) am langen Pfos­ten über die Linie. Es folgte der große Auf­tritt des aufgerückten A-Juniors Kühn, der von Horst Russ bedient Torwart Jordanic aus spitzem Winkel überlegt überwand. „Das Tor war das i-Tüpfelchen. Defensiv hat er seine Sache gut gemacht und auf An­hieb mit den Mitspielern harmoniert", lobte Peters. Weniger erfreut war der neue Trainer über große Chancen, mit denen Volkan Sungun (31.) und kurz darauf Russ fahrlässig umgingen.

In der zweiten Halbzeit zog Jügesheim sein Spiel deutlich besser auf und kam ver­dient, wenn auch kurios zum Ausgleich. Khalibar Amani traf das Lattenkreuz, der Ball sprang von der Torlinie wieder he­raus. Der Nachschuss des TGM/SV-Spie­lers donnerte erneut ans Gebälk, wieder prallte das Leder von der Kreidemarkie­rung ab und zurück ins Spielfeld. Während alle 22 Akteure munter weiter spielten, hatte Schiedsrichter Panzer längst das No­tizbuch in der Hand und notierte den 2:2-Ausgleich. „Trainer Lars Schmidt wusste nicht, was los war und hat beim Un­parteiischen nachfragen müssen", berich­tete Protzmann. Aluminium-Spezialist Amani (81.) traf da­nach erneut den Pfosten, erzielte aber mit dem Nachschuss den 2:3-Endstand - dieses Mal hatte es jeder auf Anhieb verstanden. „Schade. Wir haben in der zweiten Hälfte zu sehr auf Entlastung durch hohe Bälle vertraut", haderte Peters, dessen Team nun auf Rang 15 rangiert und weiter sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat. (HA vom 16.05.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Kühn, Jäger, Blocher, Nyman - Sungun (46. Boekenkamp), Rozic, Schnobl (82 Kurz), Gashi (63. Pascarella), Eckhardt - Russ

Tore: 0:1 Hofmann (5.), 1:1 Schnobl (7.), 2:1 Kühn (24.), 2:2 Amani (64.), 2:3 Amani (81.) - Schiedsrichter: Panzer (Langgöns) -

01.05.2011  -  Nächster Knall in Bruchköbel

Verbandsliga: SGB steht ohne Sportlichen Leiter da und nähert sich wieder Abstiegszone

Ruhe ist bei der SG Bruchkö­bel in dieser Saison ein Fremdwort. Sportlich taumelt der Verbandsligist nach der gestrigen l:2-Heimpleite ge­gen den Tabellenvorletzten Sportver­einigung Dietesheim wieder der Ab­stiegszone entgegen. Danach über­raschte Andreas Fritsch mit der An­kündigung, sein Amt als Sportlicher Leiter mit sofortiger Wirkung nieder­zulegen. Die Nachricht traf den ge­samten Verein inklusive Spielern und Trainern völlig unerwartet. Vier Wo­chen vor dem Saisonende steht die ab­stiegsbedrohte SGB nicht nur ohne Mannschaft für die neue Saison, son­dern plötzlich auch ohne Sportchef da.

Die Partie gegen Dietesheim hatte viel Dramatik zu bieten, das Schauspiel nach dem Abpfiff noch mehr. Andreas Fritsch und Trainer Edgar Nix diskutierten minu­tenlang auf dem Rasen, ehe der Sportliche Leiter die Inhalte der Unterhaltung öffent­lich machte. „Ich trete mit sofortiger Wir­kung von meinem Amt zurück", sagte Fritsch gefasst und wollte sich zu den nä­heren Umständen zunächst nicht äußern. Er werde Ende nächster Woche für alle Auskünfte bereit stehen, versprach er und rang sich doch noch zu einem Satz durch: „Damit keine Gerüchte aufkommen, möchte ich betonen, dass meine Entschei­dung nichts mit den Spielern oder der Mannschaft zu tun hat." Anschließend un­terrichtete er in der Kabine die Kapitäne über seinen Rücktritt. Vor dem Vereinsheim staunte Edgar Nix nicht schlecht: „Das kam völlig überra­schend. Andreas' Abschied tut mir persön­lich sehr leid", so der Übungsleiter in einer ersten Reaktion. Nix wurde schnell klar, welche Konsequenzen drohen. „Der Zeit­punkt ist alles andere als optimal. Schließ­lich stecken wir mitten in den Spielerge­sprächen und wollen ein schlagkräftiges Team für die kommende Saison aufbau­en", sagte der Trainer, der nun wohl selbst mit den Akteuren sprechen muss. Dass diese Aufgabe im Moment alles ande­re als einfach ist, zeigten die Reaktio­nen der Aktiven we­nige Minuten zuvor. Nach dem Abpfiff brüllte Cem Caput auf dem Weg in die Kabine einen Zu­schauer an, der of­fenbar einige kriti­sche Worte über die schlechte Leistung verloren hatte: „Du hast doch keine Ah­nung von Fußball."

Der Anlass für den verbalen Ausbruch des Linksverteidigers waren zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. In Durchgang spielte sich am Wald Sommerfußball der lauesten Sorte ab. Die einzige nennenswerte Torchance resultierte aus einem groben Patzer des Dietesheimer Torwarts Jens Schlund, aus dem Rodney Kurz (43.) jedoch kein Kapital schlug.

Nach der Pause spielte die Sportvereini­gung Dietesheim wesentlich offensiver und kam durch einen Volleyschuss des völ­lig alleingelassenen Patrick Griehl (55.) zur bis dahin größten Torchance. Daniel Nyman warf sich in den Torpedo und er­wischte den Ball unglücklich mit der Hand. Den Elfmeter verwandelte Nicolas Geyer souverän zum 1:0. Die SGB wirkte jetzt wacher und schlug nur acht Minuten später per Musterspiel­zug zurück. Langer Ball auf Horst Russ, Kopfballablage, Direktabnahme Igor Rozic - der Ausgleich.

Die Freude währte nicht lange, weil ausge­rechnet der in dieser Saison so starke Steffen Klotzbücher einen kapitalen Fehler machte. Statt einen Rückpass seitlich zu klären, donnerte der Torwart dem vor ihm stehenden Mesut Bayram den Ball ins Ge­sicht. Den Abpraller erreichte der Dietes­heimer nicht, trotzdem foulte Klotzbücher. Schiedsrichter Kunold lag mit seiner Elf­meterentscheidung erneut richtig, hätte dem SGB-Schlussmann aber statt Gelb ei­gentlich Rot wegen Notbremse zeigen müs­sen. Geyer (67.) war's egal: Mit einer Kopie seines ersten Treffers vom Punkt brachte er den Sieg unter Dach und Fach. Die Bruchköbeler versiebten anschließend noch eine Reihe von Chancen. „Es war ein schlechtes Spiel. Wir waren einfach nicht aggressiv genug und haben verdient verloren", bilanzierte Edgar Nix, der mit seinem Team in der Tabelle auf Rang zwölf fiel. Der FV Bad Vilbel und Ein­tracht Wald-Michelbach konnten mit Sie­gen wichtigen Boden im Tabellenkeller gut machen und sind nun wieder in Schlagdis­tanz zur SGB. Deren Polster auf Wackel­platz 15 beträgt nur noch drei Punkte. An den letzten drei Spieltagen müssen die Bruchköbeler gegen drei Vereine aus den Top sieben ran. (HA vom 02.05.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Schunck (62. Schnobl), Gashi (88. Boekenkamp), Blocher, Rozic - Kurz, Russ – 

Tore: 0:1 Gey­er (55./Handelfmeter), 1:1 Rozic (63.), 1:2 Geyer (66./Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Kunold (Frank­furt) -

SGB: Nächster Schritt zum Klasserhalt

Verbandsliga: Russ erlöst Bruchköbeler beim 1:0 gegen Ober-Roden - Torwart Klotzbücher kündigt Abschied an

Die SG Bruchköbel hat einen wichtigen Erfolg im Abstiegs­kampf der Verbandsliga Süd gefeiert. Zu Hause besiegte die Mannschaft von Edgar Nix den Tabellenletzten Germa­nia Ober-Roden mit 1:0 (0:0) und war da­bei über weite Strecken die bessere Mannschaft. Der entscheidende Treffer durch Winter-Neuzugang Horst Russ (79.) ließ jedoch lange auf sich warten. Torwart Steffen Klotzbücher verkünde­te nach dem Schlusspfiff, die SGB im Mai definitiv zu verlassen. Wohin ihn sein Weg führt, ließ der 31-Jährige offi­ziell noch offen.

Es sah bereits so aus, als hätte sich die SGB an Ober-Roden die Zähne ausgebissen. Nur ein gefährlicher Torschuss in der zweiten Hälfte stand zu Buche: Den Versuch aus der Distanz von Burim Gashi hatte Torwart Da­niel Soldevilla Barranco jedoch mustergül­tig entschärft. Dann setzte sich eben dieser Gashi in der 79. Minute auf der linken Seite durch, flankte scharf und fand den Knipser vom Dienst, Horst Russ. Zuvor oft einen Schritt zu spät oder mit mangelndem Fortu­ne im Abschluss, zeigte der Stürmer bei die­ser Gelegenheit seine Routine und Klasse: Per Volleyschuss markierte Russ gegen sei­nen Ex-Club das 1:0. „Fußball kann so ein­fach sein", schnaufte ein sichtlich erleich­terter Gashi nach dem Schlusspfiff durch. Ober-Roden warf in der Folge noch mal alles nach vorne, konnte außer einem von Steffen Klotzbücher parierten 25-Meter-Hanimer durch Marcel Berger aber nichts mehr aus­richten.

Dass die Punkte vor nur 80 Zuschauern nicht schmeichelhaft, sondern redlich ver­dient waren, war auf die erste Halbzeit zu­rückzuführen. Eine halbe Stunde lang rollte die SGB im Expresstempo auf das Ober-Rodener Tor zu. Doch egal ob durch Alexander Blocher per Distanzschuss (10.) oder Rodney Kurz (14.) aus spitzem Winkel - der star­ke Germania-Schlussmann brachte immer eine Hand an den Ball. Auch, als in der 23. Minute ein Scheibenschießen begann: Rozic aus der Halbdistanz, Eckhardt per Kopf­ball, Kurz im Nachschuss - das Leder wollte einfach nicht über die Linie. „Danach haben wir den Faden verloren", haderte Klotzbü­cher angesichts zahlreicher Ballverluste im Aufbauspiel, die dem Gegner sichtbar Mut machten. Erst stoppte Thomas Jäger den schnellen Enrico Puglisi (36.) mit einem ris­kanten Tackling im Strafraum, dann prüfte Sebhat Kahsay (38.) den SGB-Torwart. Germania Ober-Roden muss unmittelbar nach dem Abstieg aus der Hessenliga wohl auch den bitteren Gang in die Gruppenliga antreten. Dem langjährigen Oberligisten aus Rödermark fehlen bei fünf noch ausste­henden Partien zwölf Punkte auf das ret­tende Ufer. „Ein Traditionsverein auf dem traurigen Weg nach unten", meinte der Bruchköbeler Schiedsrichterbetreuer Horst Schlimme am Spielfeldrand, durfte sich aber über den sportlichen Erfolg seines eigenen Vereins freuen. Nach dem l:0-Erfolg steht die SGB in der Ta­belle weiter auf Rang elf und hat den Abstand auf den Relegationsplatz fünf Zählerausgebaut. Die Konkurrenz der Bruchköbe­ler schläft allerdings nicht: Eintracht Ober­ursel besiegte den SV Geinsheim mit 1:0, Ki­ckers Obertshausen schlug die Usinger TSG mit 3:1. Bereits am Mittwoch hatte der KSV Klein-Karben gegen die Spielvereinigung Oberrad seine Erfolgsserie mit einem 3:2 fortgesetzt. „Wir brauchen nächste Woche gegen die Sportvereinigung Dietesheim einen Sieg, dann sind wir dem Nichtabstieg einen entscheidenden Schritt näher", meinte Steffen Klotzbücher. Der Torwart erteilte dem Ge­rücht, er würde nächste Saison für den SSV Lindheim auflaufen, eine Absage. „Ich wer­de aber definitiv nicht in Bruchköbel blei­ben", bestätigte er auf HA-Nachfrage. Im Gespräch bleibt ein Wechsel zu Bayern Alzenau. Auch Viktoria Aschaffenburg soll ein Kandidat sein.

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput. Kolodziej, Jäger (70. Schnobl), Nyman - Eckhardt (78. Schunck), Gashi, Blocher, Rozic, Kurz - Russ - Tor: 1:0 Russ (79.) - Schiedsrichter: Stübing (Gründau) (HA vom 23.04.2011)

Obertshausen niedergerungen

Verbandsliga: SG Bruchköbel setzt Konkurrenz im Abstiegskampf unter Druck

Verbandsligist SG Bruchköbel ist wieder oben auf. Nach zwei Niederlagen in Folge konnte die Mannschaft von Edgar Nix gestern Abend einen verdienten 3:2-Sieg über Kickers Obertshausen bejubeln. Die Treffer der Roten besorgten Horst Russ (39.), Rodney Kurz (49.) sowie der über­ragende Igor Rozic (59). Bevor die Kon­kurrenz im Laufe des Wochenendes nachziehen kann, schob sich die SGB mit dem elften Saisonerfolg auf Rang elf der Tabelle und legte fünf Punkte zwischen sich und die Abstiegsränge. In den ersten 25 Minuten hatte es jedoch nicht nach einem Bruchköbeler Befrei­ungsschlag ausgesehen. Im Gegenteil: Ki­ckers Obertshausen dominierte die Szene­rie und war durch Topstürmer Daniele Fiorentino jederzeit torgefährlich. Der pfeilschnelle Angreifer kam in der 17. Minute aus der Drehung mit einem ge­fühlvollen Heber über den chancenlosen Torwart Klotzbücher zum Erfolg - ein ech­tes Traumtor. Bereits zuvor hätte Fiorenti­no für die Führung sorgen können, schei­terte aber erst am SGB-Schlussmann und dann an dem auf der Linie rettenden Gern Caput. Das Obertshausener Tor geriet in der ersten halben Stunde kaum in Gefahr, weil der SGB zu viele Patzer im Spielaufbau un­terliefen - selbst der erfahrene Burim Gashi war vor Fehlpässen nicht gefeit. Erst Alexander Schunck im Eins-gegen-eins und Thomas Jäger per Kopf beschäftigten Keeper Themistoklis Petridis. Horst Russ (39.) brach den Bann für eine sukzessiv bessere SGB: Einen langen Pass in den Lauf verwertete der Torjäger mit ei­ner trockenen Direktabnahme, die genau neben dem Pfosten einschlug. Für den angeschlagenen Linksverteidiger Daniel Nyman hatte Nix kurz zuvor Mittel­feldspieler Igor Rozic - ein echter Glücks­griff. Während Sascha Eckhardt auf die ungeliebte Außenposition in der Vierer­kette rückte, wirbelte der Ex-Regisseur im Zentrum wie in vergangenen Tagen. Rozic (43.) hätte von Russ mustergültig be­dient mit einem Schuss aus der Halbdis­tanz bereits kurz nach seiner Einwechs­lung für die Bruchköbeler Führung sorgen können. Die SGB nahm den Schwung je­doch mit in die Kabine und knüpfte nach dem Seitenwechsel an die starken Minuten der ersten Hälfte an.
Rodney Kurz (47.), an diesem Abend ver­stärkt auf der linken Seite aktiv, machte aus dem Momentum Zählbares. Im Stile eines Arjen Robben zog der Stürmer von der Außenbahn nach innen und netzte mit ei­nem Halbdistanz-Schuss ein. Zwölf Minu­ten später war Kurz erneut an einem Tor der Roten beteiligt. Seine Hereingabe wur­de von der Kickers-Abwehr abgefälscht, Rozic (59.) schaltete am schnellsten und drückte das Leder über die Torlinie. „Igor war heute unser bester Mann", stell­te Abwehrspieler Thomas Jäger fest. Das 3:1 bedeutete noch nicht die Entscheidung, schließlich kamen die Gastgeber ab der 70. Minute wieder auf.
Obwohl Jäger und Innenverteidigerkollege Darius Kolodziej den brandgefährlichen Fiorentino immer besser in den Griff be­kamen, hatte Klotzbücher wieder alle Hän­de voll zu tun. Trotz des Anschlusstreffers durch Giuseppe Messinese (75.) reichte es für die Kickers nicht mehr zum Punktge­winn. (HA vom 16.04.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jä­ger, Nyman (34. Rozic) - Eckhardt, Gashi, Blocher, Schunck (90. Sungun), Kurz (83. Schnobl) - Russ. 

To­re: 1:0 Fiorentino (17.), 1:1 Russ (39.), 1:2 Kurz (47.). 1:3 Rozic (59.), 2:3 Messinese (73.) - Schiedsrichter: Will­mann (Altheim) –

Besonderes Vorkomm­nis: Rote Karte für Prechtel (Obertshausen) wegen groben Foulspiels.

Elan und Glück fehlen; Verbandsliga: SG Bruchköbel nach 0:1 gegen Seligenstadt in akuter Abstiegsgefahr

Nach einem Zwi­schenhoch gerät die SG Bruchköbel im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd wieder ins Strau­cheln. Gestern kassierten die Roten auf dem Sportfeld am Wald die zweite Heimniederlage in Folge und unterla­gen den Sportfreunden Seligenstadt mit 0:1 (0:1). In einer insgesamt schwa­chen Partie erzielte der französische Gäste-Angreifer Damien Letellier (43.) mit einer gehörigen Portion Glück den Siegtreffer. Weil die Konkurrenz im Keller kräftig punktete, wird der Klas­senerhalt für die SGB wieder zum Drahtseilakt. Die direkten Abstiegs­ränge, die nach der Siegesserie im März schon abgehakt schienen, sind nur noch zwei Punkte entfernt. „Im Stile einer Spitzenmannschaft" nann­te es SGB-Sprecher Tim Protzmann - das verdiente, an diesem Nachmittag aber we­nig schmeichelhafte Prädikat für den Tabellenvierten Sportfreunde Seligenstadt. Die Gäste nutzen in der 43. Minute ihre ein­zige hochkarätige Torgelegenheit zum 1:0 durch Damien Letellier, den Mitspieler Da­niel Cheron mit einem sehenswerten Sei­tenwechsel in Szene gesetzt hatte. Der Flü­gelstürmer lief aus spitzem Winkel auf das Bruchköbeler Tor zu und schoss den chancenlosen Torwart Steffen Klotzbü­cher an, der Ball trudelte über die Linie. Die Führung hielt bis zum Schlusspfiff. „Weil unserer Mannschaft der Elan der letzten Begegnungen fehlte, um ernsthaft dagegenhalten zu können", erklärte Protz­mann. Immerhin verstanden es die Roten, die latente Kontergefahr des Gegners über Tobias Leis und Torschütze Letellier zu bannen - angesichts der Seligenstädter Führung ein mehr als schwacher Trost. Für die Höhepunkte aus Bruchköbeler Sicht sorgte einmal mehr das Duo Sascha Eckhardt und Horst Russ. Kurz nach An­pfiff stand der Mittelfeldspieler frei vor dem gegnerischen Kasten und wäre mit ei­nem Torabschluss wohl besser bedient ge­wesen als mit seinem missglückten Pass auf Russ. Auch sonst fehlte in den ent­scheidenden Situationen die nötige Fein­abstimmung. Etwa in der 78. Minute, als die SGB in Überzahl die größte Chance der gesamten Partie liegen ließ. Eckhardts Torschuss war von der Sportfreunde-Ver­teidigung mit vereinten Kräften abge­wehrt worden, als der Abpraller Russ an der Strafraumkante vor die Füße fiel. Statt überlegt einzuschieben, drosch der Torjä­ger das Leder zehn Meter über den Kasten. Zuvor hatten sich die Seligenstädter dezi­miert, weil Außenverteidiger Kai Althaus erst für ein Foul Gelb sah und anschlie­ßend wie ein Rohrspatz meckerte - die Am­pelkarte war fällig. „Es lag heute an der Chancenverwertung und daran, dass uns das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat", meinte Abwehrspieler Darius Kolodziej. „Ein 1:1 wäre verdient gewesen, ein Sieg gegen ein Spitzenteam nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit sogar möglich", bi­lanzierte der Routnier. Zwar bleiben die Bruchköbeler auch nach der Niederlage auf Tabellenplatz 13, jedoch braut sich im Keller eine brisante Konstellation zusam­men. Während drei Vereine bereits für die Gruppenliga planen dürfen, balgt sich die halbe Liga um ein beziehungsweise zwei weitere Abstiegsränge - je nach Tabellen­stand in der Hessenliga. Die Konkurrenz sitzt der SGB mehr denn je im Nacken: Bereits am Freitag hatte der KSV Klein-Karben seine Erfolgsserie mit einem 2:1 über Kickers Obertshausen fort­gesetzt, am Sonntag legte dann Eintracht Oberursel, das ebenfalls mit 2:1 gegen die Sportvereinigung Dietesheim erfolgreich war, nach. Beide Clubs sind mit einem be­ziehungsweise zwei Punkten Rückstand auf die Nix-Elf in Schlagdistanz gerückt, der spielfreie FV Bad Vilbel hat ebenfalls nur einen Zähler weniger auf dem Konto und noch ein Nachholspiel in der Hinter­hand.
„Ich mache mir keine Sorgen um den Klas­senerhalt, weil die Qualität da ist. Wir kön­nen in der Liga jeden schlagen", gab sich Kolodziej optimistisch. Immerhin verpassten es sowohl Eintracht Wald-Michelbach als auch die Spvgg. 03 Neu-Isenburg am Wochenende, sich von der SGB abzusetzen. (HA vom 11.04.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Jäger, Blocher, Nyman - Schunck (68. Kolodziej), Gashi, Rauch, Eck­hardt - Russ, Kurz (66. Sungun) – 

Tor: 0:1 Letellier (43.) - Schiedsrichter: Muschik (Hünfeld) - Besonderes Vorkommnis: Geld-Rot für Althaus (Seligenstadt) wegen Meckerns (72.) -

Zu acht gehen die Punkte flöten

Verbandsliga: Drei Platzverweise bringen SGB um Erfolgschance beim 2:3 gegen Karben

Die Abstiegsängste der SG Bruchköbel schienen schon fast verdrängt. Nach der 2:3-Heimniederla-ge gegen den KSV Klein-Karben ist die Situation für den Verbandsligisten wie­der bedrohlicher. Tore von Igor Rozic (15.) und Burim Gashi (59.) per Foulelfmeter reichten der SGB nicht zu einem Punktgewinn, weil die Leistung insge­samt zu schwankend war. Dass mit Cem Caput, Alexander Schunck und Gashi gleich drei Bruchköbeler Gelb-Rot sa­hen, kostete den Gastgebern die letzten Erfolgschancen.
Als Schiedsrichter Michael Wilhelm die Partie abpfiff, war die Kabine der SGB be­reits gut gefüllt. Drei Bruchköbeler hatte der Unparteiische innerhalb der letzten Viertelstunde mit der Ampelkarte vom Platz geschickt. Erst sah Ex-Kapitän Cem Caput (75.) die Ampelkarte wegen eines eher harmlosen Vergehens im Mittelfeld, dann mussten Alexander Schunck (82.) und Burim Gashi (88.) nach taktischen Fouls das Feld verlassen. „Der Referee ist im ersten Durchgang sehr großzügig mit Verwarnungen umgegangen. Der KSV hat das ausgenutzt und unsere Mannschaft in der Schlussphase geschickt zu Fouls ver­leitet", meinte SGB-Sprecher Tim Protz­mann.

Über weite Strecken hatte es nicht so aus­gesehen, dass es so weit kommen würde. Die SGB dominierte vom Anstoß weg das Spielgeschehen und ging in der 15. Minute verdient in Führung. Igor Rozic netzte nach einer herrlichen Vorlage von Sascha Eckhardt ein. Der Mittelfeldspieler be­diente kurz darauf auch Horst Russ, der für eine höhere Führung hätte sorgen kön­nen. Insgesamt blieb der zuletzt gegen Neu-Isenburg starke Neuzugang aber blass, auch weil der Schiedsrichter den Körpereinsatz des bulligen Angreifers häufig abpfiff.

Bis kurz vor der Pause hatte Klein-Karben keine nennenswerten Torchance - bis Ca­put sich mit einem Foul im Strafraum sei­ne erste Gelbe Karte und seiner Mann­schaft einen Elfmeter einhandelte. Florian Decise (41.) verwandelte und hauchte den Karbenern wieder Leben ein. Die SGB wirkte nun verunsichert. Michell Andre Rauch und Daniel Nyman ließen sich aus­tanzen, und All El Fechtali (45.+1) brachte den Hessenliga-Absteiger aus der Wetterau noch vor der Pause in Führung. Der KSV machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er aufgehört hatte: El Fechta­li (48.) verlangte Torwart Klotzbücher sein ganzes Können ab. Dann stellte sich ein zu­nehmend selbstsichereres Klein-Karben selbst ein Bein: Der Ex-Alzenauer Kerem Kaya foulte Rozic im Sechzehner, der Schiedsrichter verhängte den zweiten Strafstoß des Nachmittags. Gashi, der in der Defensive erneut eine ansprechende Leistung bot, verwandelte sicher zum Aus­gleich. Fortan lief der Ball wieder besser durch die Reihen der Hausherren. Schunck (67.) hatte bei einem Schuss an die Latte jedoch nicht das nötige Fortune. Statt des erlösen­den Treffers folgte die Kartenflut und der Siegtreffer der Gäste, den Adrian Bitiq vier Minuten vor Schluss gegen neun Bruchköbeler erzielte. In der Tabelle rutschte die SGB wieder auf Platz 13 ab. Der Sicherheitsabstand auf den KSV Klein-Karben, der aktuell den Re­legationsrang belegt, ist auf vier Zähler zusammengeschmolzen. Gut für Bruchkö­bel: Mit dem FV Bad Vilbel und Eintracht Oberursel verloren zwei Tabellennach­barn ebenfalls. Gewinner im Abstiegs­kampf waren am Wochenende Kickers Obertshausen, der FC Bensheim und SC Viktoria Griesheim, die sich mit Siegen Luft verschaffen konnten. (HA vom 04.04.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Rauch, Rozic, Gashi, Eckhardt -Schunck, Russ
Tore: 1:0 Rozic (15.), 1:1 Decise (41./Foulelfmeter), 1:2 El Fechtali (45.+1), 2:2 Gashi (59./Foulelfmeter), 2:3 Bi­tiq (86.) –
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Kar­ten für die Bruchköbeler Caput (75.), Schunck (82.) und Gashi (88.) - Schiedsrichter: Wilhelm (Eichenzell) -

Kantersieg verpasst

Verbandsliga: SG Bruchköbel bezwingt Neu-Isenburg 2:0 - Burim Gashi dreht auf

Die SG Bruchköbel ist zurück in der Erfolgsspur der Ver­bandsliga. Die Truppe von Edgar Nix siegte gestern Abend auf dem Sport­feld am Wald mit 2:0 (0:0) gegen die Spielvereinigung 03 Neu-Isenburg. Die Treffer erzielten die Winterneuzugän­ge Horst Russ (11.) und Burim Gashi (82.) per Foulelfmeter. Eine insgesamt starke Mannschaftsleistung der Roten schmälerte nur die mangelhafte Chan­cenverwertung. In der Tabelle rückt die SGB auf Rang elf vor und hat auf die sicheren Abstiegsränge bereits acht Punkte Vorsprung. Die SGB startete mit großem Elan in die Partie: Russ hätte bereits in der 6. Minute für die frühe Führung sorgen können, ehe der Stürmer kurz darauf Nägel mit Köpfen machte. Von Sascha Eckhardt mit einer präzisen Flanke an den langen Pfosten be­dient, nickte Russ (11.) den Ball aus fünf Metern zum 1:0 ein. Mit der Führung im Rücken erspielten sich die Bruchköbeler eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen: Der insgesamt starke Igor Rozic (16.) schei­terte mit einem Gewaltschuss am gut auf­gelegten Torwart Philipp Mombauer, Ale­xander Blocher (24.) aus acht Metern an den eigenen Nerven und erneut Russ (37.) an der peniblen Art des Schiedsrichters, der in einem normalen Luftkampf ein Foul des Angreifers erkannt hatte. Es war erneut Keeper Mombauer, der die Neu-Isenburger mit der Abwehr eines Freisto­ßes aus 25 Metern von Cem Caput (42.) vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte. „Wir hätten das 2:0 nachlegen müssen", sagte SGB-Sprecher Michael Kwasniok über eine erste Halbzeit, in der Neu-Isen­burg zwar keine Torchancen hatte. Den­noch hielt die Spielvereinigung überra­schend gut mit und parkte den Mann­schaftsbus nicht wie erwartet im eigenen Strafraum. Im Ansatz gute Kombinationen im Mittelfeld erstickte jedoch das SGB-Pressing um den überzeugenden Burim Gashi.
Der Toptorjäger der Gäste, Nick Janovsky, war völlig abgemeldet und hatte auch nach dem Seitenwechsel wenig zu lachen, schließlich erreichten ihn die zahlreichen langen Bälle aus der Abwehr nur in den seltensten Fällen. Dann sah er auch noch mit an, wie Mitspieler Buschmann (49.) überhastet aus 20 Metern verzog und Steffen Klotzbüchers (53.) mittels Großtat ge­gen einen Torpedo von El-Issami rettete. Das Strohfeuer des Tabellenachten war spätestens dann abgebrannt, als erneut Caput (56.) sowie der nach einem Eckball aufgerückte Jäger (65.) scheiterten. Obwohl die SGB permanent bemüht war, mit dem 2:0 aus dem Spiel heraus für die Entscheidung zu sorgen, bedurfte es für den endgültigen K.o. einer Standardsitua­tion. Nachdem Daniel Nyman an der Straf­raumkante zu Fall gebracht worden war, krönte Gashi (82.) seine beste Leistung im SGB-Trikot mit einem verwandelten Foul­elfmeter. Die Neu-Isenburger, die durch drei Kopfbälle ihres Kapitäns Martin Reyschmidt noch Chancen auf den Anschluss hatten, setzten einen unschönen Schlusspunkt: Direkt am Bruchköbeler Strafraum holte Dennis Schwarz den ballführenden Innenverteidiger Darius Kolodziej brutal von den Beinen. Der SGB-Routinier konnte nicht weiterspielen und droht für die Par­tie gegen den KSV Klein-Karben am Wo­chenende auszufallen. (HA vom 31.03.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolod­ziej, Nyman - Eckhardt, Rozic, Gashi, Blocher (90. Rauch) - Russ (78. Kurz), Schunck (84. Sungun) Tore: 1:0 Russ (11.), 2:0 Gashi (82., Foulelfmeter) -Schiedsrichter: Hartmann (Dieburg)

Klotzbücher hält alles

Verbandsliga: SG Bruchköbel kontert sich zum 3:0 bei Eintracht Oberursel

Die SG Bruchköbel hat ihre Negativserie auf fremden Plätzen gestoppt. Bei Tabellennachbar Eintracht Oberursel siegte die Mann­schaft von Edgar Nix mit 3:0 (0:0). Al­lerdings war die Partie allen voran we­gen einer komplett verschlafenen ers­ten Halbzeit der Roten deutlich enger, als es das Ergebnis ausdrückte. Dass Tore von Rodney Kurz (48.), Igor Rozic (70.) und Michele Pascarella (88.) zum ersten Auswärtserfolg seit fast fünf Monaten genügten, war einem überra­genden Steffen Klotzbücher zu verdan­ken. Der Bruchköbeler Torwart parier­te nicht nur einen Elfmeter, sondern demonstrierte über 90 Minuten seine ganze Klasse.

Ihre beste Chance des ersten Durchgangs ließ die SGB bereits nach 60 Sekunden lie­gen. Alexander Schunck hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, Rodney Kurz die flache Hereingabe mit dem langen Bein verpasst. Dass der Topstürmer überhaupt spielte, war angesichts seiner öffentlichen Kritik am Trainer, die er am Samstag ge­übt hatte, nicht zu erwarten. „Ich habe die Aussagen als nicht so tragisch empfun­den", gab sich Andreas Fritsch gelassen. Weniger cool blieb der Sportliche Leiter, als er das Auftreten seiner Mannschaft in den folgenden 44 Minuten sah: Schläfrig und ohne Elan ließen die Bruchköbeler den Gegner gewähren. Oberursel trat spie­lerisch limitiert auf, bot jedoch leiden­schaftlichen Abstiegskampf. Gegen den drohenden Rückstand stemmte sich nur Steffen Klotzbücher, der die Eintracht-Offensive zur Verzweiflung brachte. Die Hände und Füße des 31-jährigen Tor­warts schienen überall zu sein, schließlich entschärfte Klotzbücher Großchancen im Minutentakt. „Für diese Leistung finde ich keine Worte", meinte ein begeisterter Fritsch.

Nach dem Seitenwechsel schien die SGB dann die innere Uhr auf Sommerzeit um­gestellt zu haben, schließlich wirkten die Roten präsenter und legten erhöhte Lauf­bereitschaft an den Tag. Kurz setzte sich im Mittelfeld durch und schob im Eins-gegen-eins mit dem Schlussmann zum 1:0 ein. Doch es drohte neues Ungemach: Volkan Sungun (55.) kassierte eine völlig über­flüssige Gelb-Rote Karte wegen Ballwegschlagens, ehe Schiedsrichter Blankenburg nur eine Minute auf den Punkt im Bruchköbeler Strafraum zeigte. Schunck sollte einen Mitspieler im Kopf­ballduell gestoßen haben. Doch Steffen Klotzbücher war an diesem Tag auch beim Elfmeter nicht zu bezwingen. Er hielt den Versuch von Stein und brach damit die Mo­ral der Oberurseler, deren Angriffsbemü­hungen in der Folge an Intensität verloren. Die SGB verlegte sich auf das Kontern und war durch Igor Rozic (70.) ein weiteres Mal erfolgreich. Den Schlusspunkt setze der eingewechselte Michele Pascarella - eben­falls per Tempogegenstoß. Der Schuss zum 3:0 war der erste Ballkontakt des Innenver­teidigers.

In der Tabelle macht die SG Bruchköbel ei­nen Sprung auf Rang 13 und hat damit wie­ der vier Punkte Vorsprung auf den Wa­ckelplatz 15. Vorbeigezogen sind die Roten damit nicht nur an Gegner Oberursel, son­dern auch am FV Bad Vilbel. Die Sprudel­städter blieben auch nach der Entlassung
von Trainer Andreas Pfaff beim 1:1 gegen Kickers Obertshausen sieglos. Gut für die SGB:  Auch Eintracht Wald-Michelbach und die Usinger TSG verloren ihre Partien.
Im Tabellenkeller zogen der KSV Klein-Karben, der bereits am Freitag ein 1:0 über die Sportfreunde Seligenstadt feiern konn­te, sowie der SV Geinsheim mit einem sensationellen 2:1 über Tabellenführer FC Alsbach mit. (HA vom 28.03.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Eckhardt - Schunck (88..Pascarella), Gashi, Blocher, Sungun - Rozic (85. Rauch) - Kurz –

Tore: 0:1 Kurz (48.), 0:2 Rozic (70.), 0:3 Pascarella (88.) - Schiedsrichter: Blankenburg (Sprendlingen)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Sungun (SGB) wegen Ballwegschlagens (55.), Klotzbücher hält Foulelfmeter von Stein (56.) –

Kurz wird zum Glücksgriff

Verbandsliga: SGB rehabilitiert sich bei 4:l-Sieg über FV Bad Vilbel

Auf dem heimi­schen Sportfeld am Wald ist die SG Bruchköbel eine Macht. Das stellten die Spieler von Edgar Nix am Samstag im Duell mit dem FV Bad Vilbel einmal mehr unter Beweis. Die Roten siegten auch in dieser Höhe verdient mit 4:1 (3:0). Den Torreigen eröffneten Volkan Sungun (16.) und Alexander Schunck (31.), ehe der wiedergenesene Rodney Kurz (79. und 84.) bei seiner Rückkehr in die Startelf einen Doppelpack schnürte. Einziger Wermutstropfen: Kapitän Uwe Schnobl verletzte sich am Sprunggelenk.
Als Stürmer Horst Russ nach dem Warm­machen signalisierte, er könne nicht spie­len, war das ein Glücksfall für die SGB. Den von Adduktorenproblemen geplagten Angreifer ersetzte Edgar Nix kurzfristig durch Rodney Kurz. Und der feierte ein fu­rioses Startelf-Comeback. Mit genügend Luft für 90 Minuten schlug der 22-Jährige gleich zweimal zu. Erst bediente ihn Sascha Eckhardt mit einem Traumpass (79.), den Kurz mit einem präzisen Flachschuss zum 3:0 verwandelte. Wenig später erober­te er sich selbst den Ball im Mittelfeld, ras­te den Gegenspielern beim Tempogegen­stoß davon und tanzte Torwart Robert Cue vor dem 4:0 aus - Saisontor Nummer fünf für den verletzungsgeplagten Bruchköbeler Topangreifer, der mit einer starken Leistung ernsthafte Ambitionen auf die Startformation anmeldete.

Schnobl verletzt sich auf kuriose Weise

Doch auch andere Kicker betrieben an die­sem Nachmittag Werbung in eigener Sa­che. Von Anfang an spielte die Mannschaft druckvoll und drängte sichtbar verunsi­cherte Bad Vilbeler an den eigenen Straf­raum zurück. In der 16. Minute trug die neue Intensität im Spiel der SGB erstmals Früchte. Daniel Nyman bediente Volkan Sungun (16.), der mit einem kurzen Antritt und einem Schuss aus der Halbdistanz für das 1:0 sorgte. Zwar bezahlte die Nix-Trup­pe das hohe Tempo mit einer durchwachse­nen Passquote. Weil aber Zweikampfinten­sität stimmte, tat das der spielerischen Überlegenheit keinen Abbruch. Einen wei­teren Beweis lieferte die 31. Minute: Sascha Eckhardt, der die stärkste Leistung seit seiner Rückkehr ablieferte, setzte Ale­xander Schunck mit einer herrlichen Flan­ke in Szene. Kopfball. Tor. 2:0. Von Bad Vilbel war vor der Pause praktisch nichts zu sehen, was Trainer Andre­as Pfaff mit einer zünftigen Kabinenan­sprache quittierte. „Das Gebrüll war so laut, dass ich in der Sprecherkabine trotz zwei geschlossener Türen mein eigenes Wort nicht verstanden habe", sagte SGB-Sprecher Tim Protzmann. Mit Tinnitus spielten die Mannen aus der Wetterau auch nicht besser, schließlich blieb ein von Steffen Klotzbücher parierter Drehschuss Kusebauchs (55.) die einzig nennenswerte Szene. Trotz guter Leistungen musste sich die SGB zweimal ärgern: Erst fehlte Igor Rozic bei einem 35-Meter-Schuss auf die Latte das nötige Glück für ein Traumtor, dann verletzte sich Uwe Schnobl am Sprunggelenk. Als der Ball im Aus war und Schiedsrichter Fink den Kapitän beim Rückwärtslaufen zu sich zitierte, knickte der um und musste ausgewechselt werden. (HA vom 21.03.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Blocher, Nyman - Sungun (84. Goldmann), Gashi, Schnobl (75. Pascarella), Eckhardt - Kurz, Schunck (65. Rozic)

Tore: 1:0 Sungun (16.), 2:0 Schunck (31.), 3:0 Kurz (79.), 4:0 Kurz (84.), 4:1 Saroukh (86.) - Schiedsrichter: Fink (Lich) - 

Nullnummer als Mutmacher

Verbandsliga: SGB präsentiert sich beim 0:0 in Wald-Michelbach mit starker Einstellung

Nur ein Punkt, aber ein spielerischer Mutmacher: Die Bi­lanz der SG Bruchköbel fiel gemischt aus. Beim 0:0 bei Eintracht Wald-Mi­chelbach präsentierte sich die Defensi­ve um Torwart Steffen Klotzbücher in starker Verfassung. Vorne verpasste es die engagierte Truppe von Edgar Nix aber, ihre wenigen Chancen zu nutzen. In der Tabelle steht die SGB, die seit November auf einen Auswärtssieg wartet, weiterhin auf Rang 15, der nach aktuellem Stand den Gang in die Abstiegsrelegation bedeuten würde. Allerdings hat Tabellennachbar KSV Klein-Karben durch sein überraschen­des 1:0 beim Wetterau-Derby in Bad Vilbel den Rückstand auf Bruchköbel auf vier Punkte verringert. In der ersten Halbzeit erarbeitete sich am Samstag nur Eintracht Wald-Michelbach eine nennenswerte Chance: Riza Aydogan hatte Thomas Krämer (38.) mit einem prä­zisen Pass in Szene gesetzt, der Angreifer scheiterte aber an Klotzbücher. Nach dem Geschmack der Fans an der Rudi-Wünzer-Straße war das deutlich zu wenig, schließ­lich bekommen sie von ihrem offensiv aus­gerichteten Team selten eine torlose Partie zu sehen. Dass vorne bei den Wald-Michelbachern nichts zusammenlief, lag vor allem an ei­ner disziplinierten SG Bruchköbel. Die De­fensive stand sicher und ließ dem Gegner keine Zeit für kontrollierte Kombinatio­nen in der gegnerischen Hälfte. In kriti­schen Situationen arbeiteten Uwe Schnobl und Burim Gashi intensiv nach hinten mit. „Es war kein Langeweiler, sondern ein taktischer Leckerbissen. Bruchköbel war exzellent vorbereitet und eingestellt", meinte Eintracht-Pressesprecher Lothar Strusch. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste hochkonzentriert und ließen nur wenig zu. Aydogan (69.) verfehl­te mit einem Distanzschuss knapp den Winkel, Dennis Klein (72.) donnerte den Ball aus acht Metern über den Kasten. Erst als Wald-Michelbach in der Schlussphase noch einmal alles auf Sieg setzte, kamen weitere Chancen zustande. Der eingewech­selte Cin (82.) scheiterte mit seinem Kopf­ball aber genauso wie der insgesamt über­zeugende Kapitän Almedin Bezic (89.). Größter Schönheitsfehler beim 0:0 war die Tatsache, dass die SGB die Partie hätte ge­winnen können. Allerdings fehlte Igor Rozic bei seiner stärksten Leistung im Jahre 2011 das Fortune aus der Distanz (66.) und dem eingewechselten Rodney Kurz nur zwei Minuten später die Nerven. Er zielte unbedrängt aus acht Metern genau auf Schlussmann Kai Arras.  (HA vom 14.03.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Blocher, Nyman - Sungun, Blocher, Gashi, Rozic (89. Eck­hardt) - Alexander Schunck, Russ (79. Rodney Kurz)

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Schwarz (Lie­derbach) –

Glück im Unglück für SGB

Verbandsliga: Bruchköbel kassiert beim 0:1 in Oberrad dritte Auswärtspleite in Folge

Die Lage bei der SG Bruchköbel spitzt sich weiter zu. Am Samstag verlor der Verbandsligist bei der Spielvereinigung 05 Oberrad das dritte von vier Pflichtspielen unter dem neuen Trainer Edgar Nix. 0:1 hieß es nach einer ereignisarmen Partie durch ein Tor von Florian Kister (72.) auf der Beckerwiese. Mittelfeldspieler Burim Gashi sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Die SGB bleibt 15. und damit auf dem Relegationsplatz. In der ersten Hälfte war der strahlende Sonnenschein im Frankfurter Osten weit­aus angenehmer als die zerfahrene Partie, in der beide Mannschaften den Ball mit Vorliebe lang, hoch und ungenau von Straf­raumkante zu Strafraumkante beförder­ten. Aufregung gab es erst in der 29. Minu­te: Oberrads Florian Kister drang in den Sechzehner ein und wurde von Linksver­teidiger Daniel Nyman mit einem Foul ge­stoppt. Schiedsrichter Appel entschied auf Elfmeter. Der Gefoulte selbst scheiterte am erneut stark aufspielenden Steffen Klotz­bücher im SGB-Tor. Dass sich auf beiden Seiten sonst keine erwähnenswerten Sze­nen abspielten, war auch dem katastropha­len Zustand des Rasens geschuldet, auf dem ein flüssiges Kombinieren unmöglich war. Nachdem die SGB bereits ohne ihren am Knie verletzten Kapitän Uwe Schnobl auskommen musste, erwischte es kurz vor der Pause auch noch Routinier Thomas Jä­ger. Der Innenverteidiger wurde durch Michelle Andre Rauch ersetzt. Die Qualität des Bruchköbeler Spiels besserte sich nicht. Im Gegenteil: Oberrad wurde nach dem Seitenwechsel aktiver. Tolga Kocak (60.) kam zu einer der wenigen guten Tor­chancen in einem nach wie vor schwachen Verbandsliga-Spiel. Der entscheidende Treffer gelang dem von Pedram Ghanzahnfari angespielten Florian Kister in der 72. Minute. Beim Kopfball des von der TGM/ SV Jügesheim zur Spielvereinigung ge­wechselten Topstürmers war Klotzbücher chancenlos. „Bis dahin war die Zweikampfintensität auf dem Niveau eines Freundschafts­spiels. Erst nach dem Tor wurde es ruppi­ger", meinte Oberrads Sprecher Günter Berger. Nach zwei Fouls musste SGB-Neu-zugang Burim Gashi in der 85. Minute mit Gelb-Rot unter die Dusche. Hochkarätige Torchancen gab es nicht mehr. Mehr als zwei Fernschüsse brachte eine insgesamt enttäuschende SGB nicht mehr zustande. „Ideenlos" nannte Berger die Bruchköbe­ler Bemühungen. Glück im Unglück für das Nix-Team: Die Konkurrenz in der Abstiegszone nutzte den Ausrutscher nicht. Während der KSV Klein-Karben im Kellerduell mit dem SV Geinsheim nicht über ein 1:1 hinaus kam, verlor Germania Ober-Roden gegen Ki­ckers Obertshausen mit 1:2. Auch die Sportvereinigung Dietesheim blieb nach der 0:2-Pleite bei der Usinger TSG ohne Punkte, Eintracht Oberursel kassierte die erwartete l:3-Schlappe bei Viktoria Aschaffenburg und konnte sich nicht von der SGB absetzen.
Einen weiteren Silberstreif am Horizont beschert der Spielplan. Nach drei Aus­wärtsniederlagen in Folge müssen die Bruchköbeler in den ausstehenden zwölf Partien nur noch viermal auf fremdem Geläuf antreten.

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jä­ger (46. Rauch), Nyman - Sungun, Blocher, Burim Gashi, Sascha Eckhardt (78. Igor Rozic) - Alexander Schunck (71. Kurz), Horst Russ 

Tor: 1:0 Kister (72.). Besondere Vorkommnisse: Bruchköbels Torwart Klotzbücher hält Foulelfmeter von Kister (29.), Gelb-Rot für den Bruchköbeler Gashi nach wiederholtem Foulspiel (85.) - Schiedsrichter: Appel (Schlüchtern) –

Lustlose SGB geht unter

Verbandsliga: Bruchköbel verliert 0:3 bei der Usinger TSG - Nix ist „stinksauer"

Nach der Winter­pause wird bei der SG Bruchköbel alles besser. Pustekuchen! Gestern lieferte die Mannschaft von Edgar Nix bei der Usinger TSG eine desolate Leistung ab und unterlag völlig verdient mit 0:3. Bereits in Durchgang eins, in dem die Roten im Vorwärtsgang kaum Zählba­res verbuchen konnten, erzielte der Aufsteiger durch Kopp (15.), Taugner (28.) und Lewalter (38.) seine Treffer und entschied damit die Partie bereits vor der Pause. Es war nur dem starken Torwart Steffen Klotzbücher zu ver­danken, dass die Pleite nicht noch her­ber ausfiel. In der Tabelle rutscht die SGB auf Rang 15 ab. Usingens Trainer Michael Deuerling über­raschte die SGB mit einem taktischen Schachzug, der aus der Not geboren war: Für den mit einer Schambeinentzündung ausgefallenen Murat Kaya brachte er über­raschend Angreifer Frank Nickel - ein Volltreffer. Zweimal setzte der Stürmer Mannschaftskamerad Marcel Kopp (4. und 14.) mustergültig in Szene, der scheiterte jedoch bei beiden Gelegenheiten am her­vorragend aufgelegten Steffen Klotzbü­cher im SGB-Tor. Ein drittes Mal ließ sich der Toptorjäger jedoch nicht narren. Nach Zuspiel von Selzer (15.) umkurvte Kopp sei­nen ärgsten und oftmals einzigen Widersa­cher und schob zum hochverdienten 1:0 ein. Kurz zuvor hätte Alexander Schunck die SGB in Führung schießen können, nutzte seine hochkarätige Chance aber nicht.

„Aggressivität hat völlig gefehlt"

Beflügelt durch den Treffer ließ Usingen Ball und Gegner laufen. Als die TSG in der 28. Minute das Spiel nach vorne wieder an­kurbelte, war sie sofort erfolgreich. Nickel setzte Martin Taugner in Szene, der aus halblinker Position die Führung auf zwei Tore ausbaute. Eine desolate erste Halbzeit hielt einen weiteren Tiefpunkt aus Sicht der SGB parat. Eine Ecke von Nickel und ein präziser Kopfball von Martin Lewalter (38.) bedeuteten das 0:3. Von den guten An­sätzen der Partie gegen Griesheim war bei der SGB nichts mehr zu sehen, stattdessen erinnerte das Auftreten des Teams an die Krisenzeit aus der Hinrunde. „Ich bin stinksauer. Die Aggressivität hat völlig ge­fehlt", ärgerte sich Trainer Edgar Nix. Mit der sicheren Führung im Rücken schaltete Usingen einen Gang zurück und spielte die Partie kontrolliert zu Ende. Und trotzdem hätte der Aufsteiger eine schwa­che SGB weiter demütigen können. Es war einzig und allein den Paraden des überra­genden Steffen Klotzbücher zu verdanken, dass Kopp (58. und 68.) sein 16 Saisontreffer fassendes Torekonto nicht noch weiter ausbaute. Es waren bereits 72 Minuten ge­spielt, als die Roten erstmals in Hälfte zwei für Torgefahr sorgten. Horst Russ, ebenso blass und fehleranfällig wie alle anderen Gästespieler, bediente Rodney Kurz mit ei­nem Pass in die Schnittstelle der Abwehr, der Joker konnte TSG-Torwart Thorsten Dauth allerdings nicht überwinden. Zu weiteren Gelegenheiten kam es nur auf der anderen Seite, jedoch verpassten star­ke Usinger ein nicht unverdientes 4:0 gleich mehrmals.

„Ich weiß nicht, ob die Spieler an einen Selbstläufer geglaubt haben. In jedem Fall hat die Niederlage aber nichts mit dem Gegner, sondern einzig und allein mit un­serem Auftreten zu tun", ärgerte sich Nix. In der Tabelle hat die Mannschaft auf Rang 15 noch immer vier Punkte Vor sprung auf die Abstiegsplätze. Angeführt wird das Quartett unterhalb der roten Li­nie nun von der Germania Ober-Roden, die den KSV Klein-Karben im Kellerduell am Samstag mit 1:0 bezwang. Allerdings konn­te sich die Konkurrenz vor der SGB leicht absetzen: Kickers Obertshausen siegte beim SC Viktoria Griesheim mit 3:1, Ein­tracht Oberursel holte beim 1:1 bei der Spielvereinigung Oberrad überraschend einen Punkt. (HA vom 28.02.2011)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Sungun (57. Kurz), Gashi, Schnobl, Eck­hardt (82. Rauch) - Schunck (68. Blocher), Russ –

Tore: 1:0 Kopp (15.), 2:0 Taugner (28.), 3:0 Lewalter (37.). Schiedsrichter: Petermann (Heppenheim).

Tolle Heimpremiere von Russ

Verbandsliga: Neuzugang schießt Bruchköbel zum 2:0-Sieg - Sorgen um Nyman

Besser hätte sich Horst Russ sein Heimdebüt für die SG Bruchköbel nicht vorstellen können. Zum 2:0-Erfolg des Verbandsligisten über den SC Viktoria Griesheim steuer­te der neue Stürmer gestern beide Tore (31., 35.) bei. Trainer Edgar Nix sah ei­ne engagierte Leistung seiner Mann­schaft, die die Partie auch höher hätte gewinnen können. Allerdings erlebte die SGB einen Schockmoment, als sich Daniel Nyman nach einem brutalen Foul eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog und den Platz vorzeitig verlassen musste. In der Tabelle kletterten die Bruchköbeler auf den 14. Platz und verschafften sich etwas Luft im Ab­stiegskampf.

240 Sekunden genügten Horst Russ, um den Fans auf dem Sportfeld am Wald bei klirrender Kälte warm ums Herz werden zu lassen. In der 31. Minute erlief der Stür­mer mit Oberliga-Erfahrung einen Pass und überwand Torwart Felix Meyer mit ei­nem überlegten Abschluss. Kurz darauf war es erneut Russ (34.), der mit vollem Körpereinsatz in eine Flanke sprang und den Ball irgendwie ins Tor drückte. Gries­heim reklamierte Handspiel, jedoch war die Situation für Schiedsrichter Meinhardt schwer einsehbar - er entschied sich im Zweifel für den Angeklagten. Die SGB hätte höher führen können, hätte Alexander Schunck (22.) eine Doppelchan­ce genutzt. Jeweils frei vor dem Kasten scheiterte der Angreifer an den guten Re­flexen des gegnerischen Schlussmanns und den eigenen Nerven. Eingeleitet wur­den beide Szenen durch Pässe von Daniel Nyman, der bei seiner Rückkehr eine un­auffällige, aber besonders in der Defensive gute Leistung bot.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Russ erneut gut in Szene, hatte jedoch nicht mehr das Fortune im Abschluss aus Durchgang eins. Erst setzte er einen Kopf­ball (61.) am Tor vorbei, dann schlenzte er den Ball vom rechten Strafraumeck (70.) über die Latte. „Es hätte das ein oder ande­re Tor mehr sein dürfen", kommentierte der 34-Jährige trotz insgesamt ordentli­cher Leistung selbstkritisch. Für Edgar Nix bedeuteten die ausgelasse­nen Chancen keinen Grund zur Nervosi­tät, schließlich stand die Viererkette um die souveränen Innenverteidiger Thomas Jäger und Darius Kolodziej sicher. Über die komplette Spielzeit erarbeitete sich Griesheim nur eine echte Torgelegenheit, die Lukas Goerlich (78.) vergab. Der große Bruchköbeler Schockmoment betraf Daniel Nyman. Die spielerisch chancenlose Viktoria schlug eine ruppige­re Gangart an. Jörg Finger räumte den Linksverteidiger mit einem brutalen Ein­steigen im Mittelfeld ab. Der Gästespieler war mit Gelb gut bedient, der gerade gene­sene Nyman schleppte sich mit einer Sprunggelenks-verletzung vom Feld - eine genaue Diagnose steht noch aus. In der Tabelle macht die SG Bruchköbel durch den ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2011 einen Sprung auf Rang 14, da Kickers Obertshausen eine 0:3-Heimpleite gegen den FC Bensheim kassierte. Auch die Kel­lerkinder blieben mit Ausnahme des KSV Klein-Karben, der die Usinger TSG bereits am Freitag mit 2:1 bezwang, ohne Punkte. Die Sportvereinigung Dietesheim, Germa­nia Ober-Roden und der SV Geinsheim ver­loren. Horst Russ blickt optimistisch nach vorne: „Wir holen Punkte, Punkte geben Selbstvertrauen, und Selbstvertrauen bringt Siege. So kann es gerne weiter­gehen." (HA vom 21.02.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolod­ziej, Nyman (77. Rauch) - Rozic (88. Sungun), Gashi, Schnobl, Eckhardt - Schunck, Russ – Tore: 1:0 Russ (31.), 2:0 Russ  (35.) - Schiedsrichter: Meinhardt (Fulda) –

Nix-Debüt schon nach acht Minuten im Eimer

Verbandsliga: Fiordellisi beschert Bruchköbel 1:4-Niederlage

Einstand missglückt, aber nicht komplett verpatzt - so kann das Fazit von Edgar Nix lauten. Mit seiner SG Bruchköbel verlor der neue Trainer im Nachholspiel mit 1:4 (0:3) bei Viktoria Aschaffenburg. Der Tabellendritte der Verbandsliga Süd war spielerisch überle­gen und verfügte mit dem dreifachen Tor­schützen Guilio Fiordellisi über den he­rausragenden Mann auf dem Rasen. Die Bruchköbeler, bei denen die Neuzugänge Horst Russ und Burim Gashi in Startelf standen, spielten jedoch über weite Stre­cken gut mit und erarbeiteten sich einige Torchancen. In der Tabelle bleibt die SGB als 15. im Sog der Abstiegszone. Die Amtszeit von Edgar Nix hätte nicht schlechter beginnen können. Schon nach acht Minuten lag sein Team mit 0:2 in Rückstand. Viktoria-Torjäger Fiordellisi (3.) sorgte mit der Direktabnahme einer Hereingabe von der rechten Seite für die Eröffnung, dann knallte der Ex-Seligen-städter (8.) nach sehenswertem Solo einen Flachschuss ins Eck. Steffen Klotzbücher wurde kalt erwischt, war zweimal chan­cenlos. „Wir haben die Anfangsphase kom­plett verschlafen, die Partie war im Ei­mer", meinte Bruchköbels Sportlicher Lei­ter Andreas Fritsch und stellte anerken­nend fest: „Aschaffenburg war immer ei­nen Schritt schneller." In der Folge schaffte es die SGB immerhin, den Vorwärtsgang einzulegen. Immer wie­der verteilten Burim Gashi und Uwe Schnobl die Bälle auf die Außenpositionen und leiteten so gute Offensivaktionen ein. Doch Torerfolge blieben den Gästen ver­wehrt. Egal ob Horst Russ per Drehschuss, Alexander Schunck mit viel Gefühl frei vor Torwart Christian Marggraf oder Schnobl mit Gewalt von der Strafraum­grenze - ständig brachte die Viktoria ein Bein zwischen Ball und Torlinie. „Trotz der vergebenen Chancen müssen wir aner­kennen, dass die Aschaffenburger die Sze­nerie dominiert haben", räumte Fritsch ein, ohne seiner Mannschaft einen Vor­wurf zu machen: „Wir dürfen nicht so blauäugig sein und glauben, mit zwei Neu­en wären wir sofort auf dem Niveau einer Spitzenmannschaft." Das 0:3 durch Simon Schmidt (38.) bestätig­te diesen Eindruck. Auch nach dem Seiten­wechsel änderte sich an den sportlichen Machtverhältnissen wenig. Dem überragenden Fiordellisi (52.) reichte ein Kontakt für das vierte Tor, das gleichzeitig seinen 18. Saisontreffer bedeutete. Immerhin ka­men die Bruchköbeler noch zum verdien­ten Ehrentor durch Alexander Schunck (67.) nach einer flachen Hereingabe von Igor Rozic. Dass nicht mehr möglich war, lag nicht an Burim Gashi und Horst Russ. Beide lieferten bei ihrem Debüt im SGB-Dress eine ordentliche Leistung ab. Da die Partie am Schönbusch das einzige Verbandsliga-Spiel des Wochenendes war, bleibt die SGB auf Tabellenplatz 15 und da­mit akut abstiegsgefährdet. Der Vorteil ei­ner Nachholpartie in der Hinterhand ist dahin. (HA vom 14.02.2011)

SG Bruchköbel: Steffen Klotzbücher - Cem Caput, Darius Kolodziej, Thomas Jäger (46. Rauch), Alexan­der Blocher - Burim Gashi, Uwe Schnobl - Alexander Schunck, Igor Rozic (75. Volkan Sungun), Sascha Eck­hardt (61. Nyman) - Horst Russ

Tore: 1:0 Fiordellisi (3.), 2:0 Fiordellisi (8.), 3:0 Schmidt (38.), 4:0 Fiordellisi (50.), 4:1 Schunck (67.) -Schiedsrichter: Putz (Langen) - Zuschauer: 200  

„Erfolg durch Spaß am Spiel"

Verbandsliga: SGB schlägt SV Geinsheim in Unterzahl 4:1 - Igor Rozic mit Doppelpack

Der SG Bruchköbelist ein wichtiger Sieg im Abstiegs­kampf gelungen. Gestern Nachmittag
besiegte die Mannschaft von Interimstrainer Lutz Hofmann den SV Geins­heim auf dem heimischen Sportfeld am Wald mit 4:1 (3:0). Der Dreier bringt der SGB Tabellenplatz 14 ein – erstmals seit September steht die SGB damit nicht mehr in der Abstiegszone. Ale­xander Schunck (21.) brachte seine Farben per Foulelfmeter in Führung, musste kurz darauf aber mit Gelb-Rot das Feld verlassen. Rodney Kurz (30.) und Igor Rozic (44., 61.) sprangen als kongeniales Duo in die Presche und krönten eine durchweg überzeugende Leistung mit drei Punkten. „Erfolg durch Spaß am Spiel ist unser neues Erfolgsrezept", formulierte SGB-Sprecher Tim Protzmann zufrieden. Ausge­prägter Teamgeist und der eine oder andere lockere Spruch von der Bank waren gegen den SV Geinsheim das richtige Speku­lationsobjekt. Die erste Dividende schütte­te Alexander Schunck nach 21 Minuten aus. Der Stürmer war im Strafraum zu Fallgebracht worden und verwandelte den fäl­ligen Strafstoß persönlich zum 1:0. Von den Südhessen war außerhalb der eigenen Hälfte kaum etwas zu sehen, sodass besag­ter Schunck dem Gegner unter die Arme griff: Er beging ein Gelbwürdiges Foul, der Unparteiische erkannte auf Vorteil und pfiff erst ab, als der Bruchköbeler durch das nächste harte Einsteigen auffiel. Folgerichtig gab es die Gelbe Karte für Ver­gehen Nummer eins und zeitgleich die nächste für Vergehen Nummer zwei - macht zusammen Gelb-Rot. „Eine absolut korrekte Entscheidung", kommentierte SGB-Schiedsrichterbetreuer Horst Schlimme. Doch selbst mit zehn Mann wa­ren die Roten an diesem Nachmittag zu stark für den SV Igor Rozic tanzte im Mit­telfeld die Gegenspieler aus, legte quer auf Kurz (30.), der erzielte das zweite Tor des Tages. „Saubere Spielzüge und Abschlüsse waren an diesem Tag unser Markenzei­chen", frohlockte Protzmann und bekam gleich das 3:0 zu sehen, allerdings mit ver­tauschten Rollen. Das zweikampfstarke Mittelfeld der SGB eroberte den Ball, Kurz schickte Rozic (44.) auf die Reise, der ließ völlig frei vor Torwart Dominik Haegbarth nichts anbrennen.

Nach dem Seitenwechsel beging die SGB den einzigen Patzer des Tages. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld nicht schnell ge­nug auf Höhe des Geschehens, nutzte der Geinsheimer Moritz Rupprecht (56.) die Gelegenheit für einen Alleingang und überwand Steffen Klotzbücher mit einem Schuss aus der Halbdistanz. Es blieb das einzige Aufbegehren einer Mannschaft, die in allen Belangen eine Nummer schlechter war als die Hofmann-Truppe. Rozic (61.) staubte einen verunglückten Schussversuch von Kurz ab, um den alten Abstand wiederherzustellen. Und die SGB hätte weitere Treffer nachlegen können: Haegbarth parierte gegen Rodney Kurz (76.) im Eins-gegen-Eins-Duell, Darius Kolodziej (90.) blieb ein Elfmeter versagt -weil der Innenverteidiger sich nicht theatralisch fallen ließ.

Eine von vielen fairen Gesten, schließlich wiesen Geinsheimer Spieler den Schieds­richter schon in der ersten Halbzeit auf ei­nen nicht gegebenen Eckball für die SGB hin. „Sollte unser Gegner absteigen, hätte er das wegen seines Anstandes wirklich nicht verdient", meinte SGB-Sprecher Protzmann. In der Tabelle stehen die Bruchköbeler erstmals seit September nicht mehr auf einem Abstiegsrang. Mit 23 Zählern wurde der Anschluss an das Mit­telfeld hergestellt.(HA vom 22.11.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Schunck, Blocher, Pascaralla, Rozic (90. Goldmann) - Burak (65. Schnobl), Kurz (85. Oukouis).

Tore: 1:0 Schunck (21., Foulelfmeter), 2:0 Kurz (30.), 3:0 Rozic (44.), 3:1 Rupprecht (56.), 4:1 Rozic (61.) –
Be­sonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Schunck (SGB) nach wiederholtem Foulspiel (23.) - Schiedsrichter: Wach (Hattersheim) - Beste Spie­ler: Rozic, Kurz

SGB versiebt Chancen in Serie

Verbandsliga: Bruchköbel verspielt möglichen Auswärtssieg beim FC Bensheim

Die SG Bruchköbel hat es verpasst, ihren Aufwärtstrend fortzu­setzen. Zum Rückrundenstart der Ver­bandsliga Süd kam die Mannschaft von In­terimstrainer Lutz Hofmann beim FC Bensheim nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und steht damit weiter auf Rang 15 der Ta­belle. Begonnen hatte die Partie an der Bergstraße zerfahren, die einzige Chance der ersten Hälfte nutzen die Gastgeber mit einem von Sascha Fischer (31.) verwandel­ten Strafstoß zur Führung, ehe Igor Rozic (81.) mit einem Gewaltschuss ausglich. Zu­vor hatte die SGB zahlreiche Gelegenhei­ten vergeben und drei Mal das Aluminium getroffen.

Andreas Fritsch musste sich gestern ei­nem der Klassiker unter den Fußballfra­gen stellen. „Ein gewonnener, nicht zwei verlorene Punkte", antwortete des Sportli­che Leiter und gab sich bescheiden. „Ich kann mich auswärts auch über einen Zäh­ler freuen." Alexander Schunck war ange­sichts eines unglücklichen Rückstands zwar erleichtert, relativierte je­doch: „Wenn ich daran denke, was wir heute an Chancen ver­geben haben, können wir mit dem Unentschieden nicht zufrie­den sein", so der Stürmer mit Blick auf die Tabelle. Der Punkt ist für die SGB zu wenig, um ent­scheidend Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut zu ma­chen. Weiter auf einem Ab­stiegsrang fehlt den Roten zwar nur ein Punkt zum rettenden Ufer, jedoch ist Schlusslicht Ober-Roden nur zwei Siege ent­fernt.

Es hätte für die SGB aber noch deutlich schlechter laufen kön­nen. In einer Partie der Marke Winterschlaf nutzte der FC Bensheim die erste und einzige Gelegenheit des ersten Durch­gangs. Darius Kolodziej hatte ei­nen durch die Viererkette gebro­chenen Angreifer durch leich­ten Kontakt zu Fall gebracht. Den Foulelfmeter verwandelte Kapitän Sascha Fischer in der 31. Minute. Es war der erste und letzte Torschuss der Mannen von der Bergstraße, die nach der Pause nur noch verteidigten. Wir waren nach dem Seitenwechsel die deutlich bessere Mannschaft", erklärte Schunck. Er selbst traf gleich zweimal den Pfosten: Erst nach einer flachen Hereinga­be aus zwei Metern (65.), dann mit einem Kopfball aus zentraler Position (75.). Als ob das nicht genug Pech für eine Partie gewe­sen wäre, landete auch noch ein Kopfball von Thomas Jäger an die Querlatte. „Wir haben in der kompletten zweiten Hälfte nach vorne gespielt und sind nicht belohnt worden", haderte Schunck, der weitere Ge­legenheiten seines Teams, etwa durch Ale­xander Blocher, gesehen hatte. Die Erlö­sung kam erst neun Minuten vor Schluss, als der Frust schon tief saß. Ein wütender Igor Rozic prügelte das Leder aus 30 Me­tern genau in den Torwinkel. Der überra­gende Bensheimer Schlussmann Halfar war chancenlos.

„Das war wieder eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft", stellte Fritsch fest. Warum es seit der Entlassung von Klaus Dörner besser läuft, versuchte Schunck in Worte zu fassen: „Uns haben zuvor die An­spielstationen in der Offensive gefehlt. Mit dem 4-4-2 haben wir zum System der letz­ten Jahre zurückgefunden", meinte der 22-Jährige. (HA vom 15.11.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jä­ger, Nyman - Sungun, Blocher, Pascarella (71. Oukouis), Rozic - Schunck, Kurz –

Tore: 1:0 Fischer (31., Foulelfmeter), 1:1 Rozic (81.). - Schiedsrichter: Vonderschmidt (Mühlheim)

Bruchköbel wie befreit

Verbandsliga: SGB glänzt unter Interimstrainer Hoffmann beim 3:0 in Darmstadt

Kaum hat sich die SG Bruchköbel von Klaus Dörner ge­trennt, ist das erhoffte Erfolgserlebnis eingetreten. Unter Interimstrainer Lutz Hoffmann gewann der Verbandsligist gestern mit 3:0 (1:0) beim SV Darmstadt 98 II und fuhr damit am 18. Spieltag den fünften Saisonsieg ein. Eine überzeugende Leistung in allen Mannschaftsteilen krönten Ex-Kapi­tän Thomas Jäger (21.778.) sowie Ale­xander Schunck (81.) mit ihren Tref­fern. In der Tabelle macht die SGB zum Abschluss der Hinrunde einen Sprung auf Rang 15. Einen Sieg zu kommentieren, sollte einem Sportlichen Leiter eigentlich leicht fallen. Andreas Fritsch hatte nach der Partie in Darmstadt aber seine Mühe bei der Beant­wortung der Frage, ob die SGB nach der Dörner-Entlassung befreit aufgetreten sei. „Es könnte sein, in jedem Fall hat die Ein­stellung zu 100 Prozent gestimmt", sagte er zurückhaltend. Für Übergangslösung Lutz Hoffmann gab es ein Lob, aber keine Lor­beeren. „Die Verantwortung lastete heute auf den Schultern der Spieler, und sie sind vorbildlich damit umgegangen", meinte Fritsch. Mit dabei war auch Michele Pascarella, der zuletzt durch harsche öffentliche Kritik an Ex-Trainer Dörner aufgefallen war. Nach nur einer Minute hätte es gestern al­lerdings knüppeldick für die SGB kommen können. Schiedsrichter Althoff verweiger­te einem Treffer von Darmstadts Torjäger Fliege wegen einer Abseitsstellung die An­erkennung. Es sollte die letzte Torchance für die Südhessen bleiben. Es begann die 89-minütige Galavorstellung der SGB. Nach einer Ecke von Gern Caput köpfte Thomas Jäger (21.) das 1:0. Kurz darauf traf Alexander Schunck aus 16 Metern das leere Tor nicht. Zuvor hatte der Stürmer Torwart Florian Held zu einem Press­schlag gezwungen, der Schlussmann kam nicht schnell genug zurück auf die Linie. Auf der Gegenseite sorgte eine starke De­fensive dafür, dass Ersatztorwart Giuseppe Tartaro weitgehend beschäftigungslos blieb.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Das neue zentrale Mittelfeldduo Pascarella und Blocher sorgte für Ballgewinne, hin­ten brannte nichts an. Es dauerte eine Wei­le, bis die SGB alles klar machte. Jäger (78.) köpfte erst nach Caput-Ecke an die Latte, den geklärten Ball brachten die Bruchköbeler zurück in den Strafraum, wo der In­nenverteidiger erneut den Kopf hinhielt. Diesmal zappelte das Leder im Netz. Nur 180 Sekunden später fiel Tor Nummer drei: Nach einem langen Pass auf Schunck (81.) hatte der Stürmer keine Mühe, im Eins-Gegen-Eins-Duell mit Held für den Endstand zu sorgen. „In einem hochklassigen Spiel haben wir uns mit einer geschlossenen Leistung durchgesetzt", resümierte An­dreas Fritsch. Die SGB war mit nur drei Ersatzspielern angereist. Ozean Keles soll­te in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln, Thomas Goldmann wurde von Lutz Hoffmann aus taktischen Gründen zum Kreisoberliga-Spiel nach Kilianstädten geschickt. (HA vom 08.11.2010)

SG Bruchköbel: Tartaro - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Rozic, Pascarella, Blocher, Sungun -Schunck (89. Burak), Kurz (87. Oukouis)-Tore: 0:1 Jä­ger (21.). 0:2 Jäger (78.). 0:3 Schunck (81.) - Schieds­richter: Althoff (Langen) –

Zurück im Tabellenkeller

Verbandsliga: SGB zieht gegen spielstarke Alsbacher Youngster mit 1:3 den Kürzeren

Die SG Bruchköbel hat einen weiteren Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen müssen. Gegen den Tabellenzweiten FC Alsbach verlor die Mannschaft von Klaus Dörner am Samstag auf dem Sportfeld am Wald mit 1:3 (0:2). Über 90 Minuten waren die Gäste das klar bes­sere Team und konnten sich eine Viel­zahl an Chancen herausspielen. Sascha Wendel (22.), Florian Fröhlich (40.) und Cengiz Gencer (51.) nutzten diese, ehe Alexander Schunck (66.) für den Eh­rentreffer der Roten sorgte. In der Ta­belle bedeutet die Niederlage für die SGB den Fall auf Rang 17, zum retten­den Ufer fehlen jetzt vier Punkte. Wie viele Zuschauer hatte auch Volkan Sungun ein Deja-vu-Erlebnis. „Es war wie gegen Jügesheim: Wir wurden nie an die Wand gespielt, und trotzdem verlieren wir deutlich", haderte der Flügelspieler, der nach überstandener Knieverletzung seine Rückkehr in die Startelf feierte. Es nutzte nichts, denn wie schon vor Wochenfrist un­terlag die SGB einem Topclub mit 1:3. Al­lerdings war die Partie gegen den FC Als­bach eine deutlichere Angelegenheit, als Sungun es erlebt hatte. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase machte der bärenstarke Florian Fröhlich (20.) erstmals auf sich aufmerksam, als er einen Querpass von Yanis Wanitschek vor dem leeren Tor verstolperte. Kurz darauf zeigte sich Mannschaftskamerad Wendel zielsicherer, als er mit einem Schuss aus der Halbdistanz für das 0:1 sorgte. Die junge Alsbacher Truppe, die mit sie­ben Spieler unter 23 Jahren aufgelaufen war, blieb weiter spielfreudig. Wanitschek (33.) ließ Thomas Jäger mit einer einfa­chen Finte aussteigen, ehe der herausstür­mende Steffen Klotzbücher für seine Abwehr rettete. Das Skript für Fröhlichs gro­ßen Auftritt sah einen Lauf über die linke Seite, einen Torpedo aus 20 Metern und ei­nen Einschlag im oberen rechten Toreck vor. Das 0:2 war gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand. Von den Bruchköbelern war bis dato nichts zu sehen. „Wir haben uns in der Kabine zusammengerissen und wollten eine bessere zweite Hälfte zeigen", sagte Volkan Sungun. Mit der lohnenden Einwechslung von Alexander Schunck sorgte Trainer Dörner für einen zusätzli­chen Aktivposten, musste aber zunächst die Fortsetzung der Alsbacher Show mit­ ansehen.
Obwohl Igor Rozic (48.) mit einem Freistoß aus 20 Metern und Alexander Blocher (49.) mit einem Kopfball nach einer Caput-Ecke Torwart Paul Mohr geprüft hatten, spielte der Alsbacher Nachwuchs weiter munter nach vorne. Der 20-jährige Fröhlich (50.) scheiterte erneut frei vor dem leeren Kas­ten. Danach lief der gleichaltrige Gencer Thomas Jäger und Darius Kolodziej davon, überlupfte Klotzbücher und bejubelte sein 17. Saisontor. Zwar gab sich die SGB nicht auf und kämpfte vorbildlich, es fehlten aber die Mittel, um Alsbach dauerhaft un­ter Druck zu setzten. Am besten gelang das Joker Schunck, der in der 66. Minute mit einem Abstauber-Tor für neue Hoffnung sorgte. Obwohl Blocher (81.) mit einem 30-Meter-Hammer nur knapp an Schluss­mann Mohr scheiterte, gehörten aber auch in der Schlussphase die größeren Chancen den Südhessen, Jan Dotzauer (77.) und Phi­lipp Ehmig scheiterten aber. „Spielerisch konnten wir mithalten, der Gegner hat nur die hausgemachten Fehler in unserer De­fensive ausgenutzt", analysierte Sungun. Trotz der neuen Brisanz der Tabellensitua­tion gab sich der Neuzugang kämpferisch und bestätigte die Linie seines Trainers Klaus Dörner. „Wir haben uns vorgenom­men, bis zur Winterpause alle Spiele zu ge­winnen. Ich glaube daran, dass wir uns aus dem Keller herausziehen können", so Vol­kan Sungun. (HA vom 01.11.2010)

SG Bruchköbel: Steffen Klotzbücher - Caput, Tho­mas Jäger, Dariusz Kolodziej, Daniel Nyman (86. Bu-rak) - Rauch (70. Keles), Blocher, Rozic, Goldmann (46. Alexander Schunck) - Volkan Sungun, Rodney Kurz –

Tore: 0:1 Wendel (22.), 0:2 Fröhlich (40.), 0:3 Gencer (51.), 1:3 Schunck (66.) - Schiedsrichter: Finke (Fulda)-

Verbandsliga: Alle im Tabellenkeller überraschen, nur Bruchköbel geht leer aus

Die Siegesserie der SG Bruchköbel in der Verbandsliga Süd ist nach drei Spielen gerissen. Ges­tern unterlag die Mannschaft von Trai­ner Klaus Dörner beim Tabellenführer TGM/SV Jügesheim mit 1:3 (1:2). Nach zwei frühen Toren des Gegners kämpf­ten sich die Bruchköbeler zurück in die Partie. Igor Rozic vergab per Foulelf­meter die Chance auf den schnellen Anschlusstreffer, sorgte aber kurz vor der Pause für ein Tor per direktem Freistoß. Jügesheim vergab zahlreiche Chancen, um erst in der Schlussminute alles klar zu machen. In der Tabelle steht Bruchköbel weiterhin auf einem Abstiegsrang. Zusätzliches Pech für die SGB: Die drei letzten Teams SV Geinsheim (1:0 in Oberrad), KSV Klein-Karben (2:0 in Aisbach) und Germania Ober-Roden (1:1 gegen Aschaffenburg) punkteten alle überraschend und rückten damit dem Hanauer Kreisverein empfind­lich auf die Pelle. „Gegen ein Team mit solcher Qualität ist es schwer, zu glänzen", meinte Bruchkö-bels Sportlicher Leiter Andreas Fritsch nach der Partie gegen die TGM/SV Jüges­heim. Seine Mannschaft erwischte den denkbar schlechtesten Start. Christian Fi­scher (5.) tankte sich durch den gegneri­schen Defensivverbund und schloss mus­tergültig ab - 0:1. Der Ex-Alzenauer, der in der vergangenen Saison bei der SG Bruch­köbel ein heißer Kandidat war, hätte bei zwei weiteren guten Chancen binnen sechs Minuten für einen Hattrick sorgen kön­nen, musste das nächste Tor aber einem Mannschaftskameraden überlassen. Nach einer Ecke des starken Jügesheimer Flü­gelspielers Khaibar Amani klärte Torwart Steffen Klotzbücher den Ball nicht opti­mal, der aufgerückte Innenverteidiger Jörn Kohl köpfte den Abpraller zum 2:0 „In der ersten Viertelstunde haben wir vorne zu viel Respekt gehabt und hinten geschla­fen", fasste Fritsch zusammen. Die SGB fand anschließend besser ins Spiel. In der 20. Minute brach Mohamed Oukouis durch und stand alleine vor Tor­wart Stefan Jordanic. Mit einem Haken manövrierte sich der Angreifer vorbei und wurde vom Schlussmann von den Beinen geholt. Schiedsrichter Haustein zeigte auf den Elfmeterpunkt, zückte aber nur Gelb. Für Fritsch zu wenig: „Das ist eine Not­bremse und muss mit einem Platzverweis geahndet werden. Wir können unsere Nie­derlage nicht an dieser Entscheidung fest machen, aber das Spiel wäre anders ver­laufen." Zum Beispiel hätte Jordanic nicht seinen Patzer gegen den schwach geschos­senen Strafstoß von Igor Rozic korrigieren können. Zwei Minuten vor der Halbzeit fand der Bruchköbeler Spielmacher sei­nen Torriecher wieder und versenkte ei­nen Freistoß aus 20 Metern zum 1:2. Trotz des Fauxpas' beim Elfmeter war Rozic der beste Feldspieler der SGB. In der zweiten Halbzeit zog die TGM/SV er­neut den Tempofußball aus der Anfangs­phase auf und kam zu einer Reihe hochka­rätiger Chancen. „Der Gegner hat ver­sucht mitzuspielen. Das kam uns entge­gen", meinte Jügesheims Sportlicher Lei­ter Karlo Wöll und haderte mit der Chan­cenverwertung seiner Mannschaft: „Das waren heute drei Tore zu wenig." Ein bärenstarker Klotzbücher tat sein Übriges hinzu. „Steffen spielt eine tolle Saison", lobte Fritsch. In 90. Minute war jedoch auch der Keeper chancenlos. Die SGB warf alles nach vorne, Jügesheim gelangte in der gegnerischen Hälfte in Überzahl und führte die Entscheidung durch Patrick Hofmann herbei.  (HA vom 25.10.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher -Caput, Kolodziej, Jä­ger, Nyman - Rauch (64. Burak), Blocher, Rozic, Gold­mann (64. Kurz) - Schunck, Oukouis (77. Sungun) –

Tore: 0:1 Fischer (5.), 0:2 Kohl (9.), 1:2 Rozic (43.), 1:3 Hofmann (90.) –

Besonderes Vorkommnis: Jordanic (Jügesheim) hält Foulelfmeter von Rozic (20.). Schiedsrichter: Haustein (Buseck)- Beste SGB-Spieler: Rozic, TW Klotzbücher

Rozic behält die Nerven

Verbandsliga: SG Bruchköbel gewinnt in Dietesheim glücklich mit 1:0

Die SG Bruchköbel hat gestern den dritten Erfolg in Serie gefeiert, die Abstiegsplätze in der Ver­bandsliga jedoch nicht verlassen. Bei der Sportvereinigung Dietesheim sieg­te die Elf von Klaus Dörner glücklich mit 1:0 (0:0). Das entscheidende Tor ge­lang dem starken Regisseur Igor Rozic durch einen berechtigten Foulelfmeter in der 88. Minute. Zuvor hatten beide Mannschaften einen müden Kick abge­liefert, der lange keinen Sieger ver­dient hatte. In der Tabelle rangiert die SGB weiter auf Rang 16 und hat den Abstand auf das rettende Ufer auf ei­nen einzigen Punkt verkürzt. 130 Zuschauer auf dem Dietsheimer Sport­platz sahen einen Kick der Marke Herbst­depression. Wie in den letzten Wochen er­folgreich praktiziert, versuchte die SG Bruchköbel aus einer sicheren Deckung zu operieren. Das klappte, allerdings auf Kos­ten der Angriffsbemühungen. Ohne den schnellen Rodney Kurz und seine latente Kontergefahr war das Offensivspiel der Roten praktisch nicht vorhanden. Die An­greifer Mitat Burak und Mohamed Oukouis waren permanent auf Tauchstation, einzig der sichtlich bemühte Alexander Schunck sorgte für Zug nach vorne - zu ei­ner Einschussgelegenheit kam aber auch der Flügelspieler nicht. Weil die Dietesheimer auf dem Weg zum gegnerischen Gehäuse behäbig bis bieder agierten und nur gelegentlich durch ihren besten Torschützen Murat Tuzcu auffie­len, blieben Strafraumszenen des Aufstei­gers ebenfalls aus. Mit den langen Bällen hatten Thomas Jäger und Darius Kolodziej in der Innenverteidigung keine Probleme. „Beide Torhüter haben einen entspannten Nachmittag gehabt", sagte Dietesheims Sprecher Günter Domogalla, der sich am Spielfeldrand das Gähnen kaum verknei­fen konnte. „In der zweiten Hälfte haben wir immerhin besser aus der Verteidigung gespielt", sagte Igor Rozic. Erst zwei Minu­ten vor Schluss wurde es erstmals turbu­lent: Die Bruchköbeler Abwehr fing einen missglückten Dietesheimer Eckball ab und konterte über Schunck. Der lief über die rechte Seite in den Strafraum und legte das Leder am herausstürzenden Dieteshe­imer Torwart Patrick Pisciaroli vorbei. Auf der Strafraumlinie gab es den Kon­takt, kurz darauf den Pfiff von Schieds­richterin Storch-Schäfer: Foulelfmeter. Alexander Schunck, etatmäßiger Straf­stoßschütze der SGB, erinnerte sich wohl an die älteste Fußballweisheit und über­ließ Igor Rozic die Verantwortung. Der Mittelfeldspieler verwandelte mit dem ers­ten ernst zu nehmenden Torschuss der Partie und sicherte seinem Team die drei Punkte.

„Die Einstellung aller Spieler hat sich deutlich geändert. Das gilt für diejenigen, die in der Startelf stehen genauso wie für diejenigen, die eingewechselt werden", er­klärte Rozic das jüngste Hoch der SGB und den dritten Sieg in Folge. Jedoch stehen schwierige Partien bevor. Am kommenden Wochenende haben die Bruchköbeler spielfrei, danach warten Auswärtspartien bei Tabellenführer TGM/SV Jügesheim und dem Dritten FC Alsbach. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken und sehen, wo wir im Winter stehen", bremste Igor Ro­zic aufkommende Euphorie. (HA vom 11.10.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jä­ger, Nyman - Schunck, Blocher, Rozic (89. Kubalic), Goldmann (81. Abel Desta) - Burak (59. Rauch), Oukouis - Tor: 0:1 Rozic (88., Foulelfmeter) - Schieds­richterin: Storch-Schäfer (Fulda)-

Kurz trifft im Doppelpack

Verbandsliga: SG Bruchköbel feiert zweiten Sieg in Serie - 3:0 gegen Obertshausen

Die SG Bruchköbel ist wieder in der Spur: Eine befreit aufspielende Mannschaft besiegte ges­tern Kickers Obertshausen mit 3:0 (2:0). Für die Tore sorgten Igor Rozic (15.) sowie Rodney Kurz (32./47.) per Doppelpack. Der Stürmer präsentier­te sich eine Woche nach seiner Rück­kehr von einer zweimonatigen Verlet­zungspause in bestechender Form. Trotz großer Personalsorgen war die SGB über 90 Minuten das bessere Team und letztlich der verdiente Sie­ger. Die Roten stehen aber auch nach dem zweiten Sieg in Serie noch auf ei­nem Abstiegsrang, kletterten aller­dings auf Rang 16.

Keine knallenden Türen, keine schimpfen­den Zuschauer. So gelöst wie nach dem überzeugenden Sieg gegen Kickers Oberts­hausen war die Stimmung auf dem Sport­feld am Wald schon lange nicht mehr. „Die akribische Arbeit von Klaus Dörner be­ginnt sich auszuzahlen. Seit dem Dreier in Seligenstadt- glaubt die Mannschaft wieder an sich", meinte Andreas Fritsch, der erst­mals als Sportlicher Leiter an der Trainer­bank stand und dem Team offenbar Glück brachte.

Von Anfang an präsentierte sich die SGB spielbestimmend und wurde immer wie­der vom variabel agierenden Rückkehrer Rodney Kurz angetrieben. So auch in der 15. Minute, als der Stürmer über den rech­ten Flügel kam und Igor Rozic mit einem Querpass bediente. Der Regisseur zog aus 18 Metern ab und traf zum 1:0. Zwar spielte Obertshausen in dieser Phase munter mit, scheiterte aber häufig an der gut gestaffelten Bruchköbeler Abwehr. Be­sonders der flinke Kickers-Angreifer Alfio Castro verzweifelte am guten Stellungs­spiel von Dariusz Kolodziej und Michele Pascarella in der Innenverteidigung. „Seit­dem wir aus einer kompakten Defensive operieren und auf 4-4-2 umgestellt haben, läuft es. Und zwar schon seit der Niederla­ge in Bad Vilbel", lobte Trainer Dörner. Ha­derte der Sportlehrer in den vergangenen Wochen oft mit der Einstellung seiner Schützlinge, gab es gestern keinen Anlass zur Kritik. Alle Aktiven nahmen die Zwei­kämpfe an und fielen durch große Lauffreude auf. Der Lohn waren Torchancen. Der offensiv wie defensiv starke Alexander Blocher (31.) scheiterte noch an Torwart Dominic Baron, ehe Kurz zwei Minuten später traf. Michell Andre Rauch hatte sich zuvor durchgesetzt und für den An­greifer vor dem Tor quer gelegt. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die SGB die spielbestimmende Mannschaft. 60 Sekunden nach Wiederanpfiff verhin­derte Obertshausens Stefan Schweier in höchster Not eine Eins-gegen-Eins Situati­on ür Kurz, danach kam er aber zu spät. Der Rückkehrer marschierte im Allein­gang durch die Abwehr und erzielte das 3:0. „Wenn Rodney dabei ist, glaubt die Mannschaft an sich. Sein Stellenwert in diesem Team ist riesig", erklärte Dörner und forderte: „Trotz des zufriedenstellen­den Ergebnisses haben wir zu viele Ab­spielfehler gemacht. Daran müssen wir ar­beiten."

Die SGB hätte durchaus auch noch das vierte Tor des Tages erzielen können. Ein erneut blasser Mitat Burak (66.) war zu ei­gensinnig, Blocher (72.) scheiterte per Lup­fer, und Rauch (74.) mangelte es an Präzisi­on. (HA vom 04.10.2010)

Bruchköbel: Klotzbücher (46. Matthaeus) - Caput, Kolodziej, Pascarella (66. Jäger), Nyman - Rauch, Blo­cher, Rozic, Goldmann - Kurz (80. Oukouis), Burak

Tore: 1:0 Rozic (15.), 2:0 Kurz (32.), 3:0 Kurz (47.).  Schiedsrichter: Fink (Lieh) - Bes­te Spieler: Kurz

Befreiungsschlag durch Caput

Verbandsliga: SGB gelingt schmeichelhafter Überraschungssieg in Seligenstadt

Die SG Bruchköbel hat im Abstiegskampf ein Lebenszei­chen von sich gegeben. Beim hausho­hen Favoriten Sportfreunde Seligen­stadt siegte die Elf von Trainer Klaus Dörner gestern mit 1:0 (0:0) und fuhr den ersten Sieg nach über einem Monat ein. Nach einer fußballerisch kaum /u unterbietenden ersten Halbzeit war Se­ligenstadt im zweiten Durchgang das deutlich bessere Team und spielte sich zahlreiche hochkarätige Chancen he­raus. Ein einziger nennenswerter Torschuss genügte der SGB, um zwei Mi­nuten vor Schluss durch einen Freistoß von Cem Caput das Tor des Tages zu er­zielen.

Nach dem zweiten Saisonsieg der Roten sind die Sportfreunde Seligenstadt wohl endgültig der Lieblingsgegner der SG Bruchköbel. Obwohl häufig als Außensei­ter am Anstoßpunkt, haben die Roten ge­gen die Topmannschaft aus dem Landkreis Offenbach seit drei Jahren nicht mehr ver­loren. Mit dem Gegner habe der Erfolg we­nig zu tun gehabt, glaubte Cem Caput: „Wir haben in den letzten Wochen so viel Pech gehabt, dass das Glück einfach mal auf un­serer Seite sein musste. Es war ein Befrei­ungsschlag - für die Mannschaft und für mich ganz persönlich", meinte der SGB-Kapitän. In der ersten Halbzeit sahen rund 100 Zu­schauer in Seligenstadt ein Fehlpassfesti­val. Ernstzunehmende Torschüsse gab es nicht, so dass zur Pause alles nach einem mauen 0:0-Spiel aussah. „Das war eine fuß­ballerische Katastrophe", stöhnte Sport­freunde-Sprecher Marc Presser. Trainer Peter Löhr schien jedoch in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, schließlich spielte seine Mannschaft nach Wiederanpfiff groß auf. Emanuele Giuliana (46.) sorgte mit einem Drehschuss erst­mals für Gefahr im Sechzehner, Cem Caput (50.) lenkte den Ball bei einem Rettungsver­such per Kopf an den eigenen Pfosten. Das Aluminium musste der SGB kurz drauf wieder zur Seite stehen, als Sportfreunde-Topstürmer Rung die Abwehr austanzte, auf Giulana passte und der freistehend aus zwölf Metern scheiterte. Die Mannschaft von Klaus Dörner kam kaum noch aus der eigenen Hälfte und konnte den gegnerischen Spielaufbau über den starken Tobias Leis kaum verhindern. Im Zentrum klärten Thomas Jäger sowie der viel nach hinten beschäftigte Alexan­der Blocher zahlreiche Bälle und verhin­derten so mehrere Chancen. Ein guter Steffen Klotzbücher, musste im SGB-Tor eine Halbzeit lang Akkordarbeit verrichten. Zwei Minuten vor Schluss wagten die Bruchköbeler einen ihrer wenigen Ausflüge in Richtung gegnerischem Strafraum. Ein Freistoß aus 20 Metern sprang dabei heraus. Doch der reichte Kapitän Caput, um mit einem Schuss über die Abwehr­mauer hinweg den Siegtreffer zu markie­ren. „Der war nach dem Verlauf der zwei­ten Hälfte mehr als schmeichelhaft", ha­derte Sportfreunde-Pressewart Presser. In der Tabelle bedeutet der Sieg für die SG Bruchköbel den Sprung auf den vorletzten Platz. „So ein Last-Minute-Erfolg kann ei­ner Mannschaft Selbstvertrauen geben", sagte Cem Caput und baute auf Rückkeh­rer Rodney Kurz. Nach über zwei Monaten Pause feierte der Stürmer gestern sein Co­meback. Über die vollen 90 Minuten blieb er zwar blass. „Jedoch ist schon seine An­wesenheit für uns wichtig. Ein so schneller Spieler wie Rodney kann die gegnerische Abwehr durcheinander bringen",  so Caput, der auch Kritik übte. „Kämpferisch war das eine tolle Leistung, aber fußballe­risch müssen wir eine Schippe drauflegen. Für gutes Kombinationsspiel fehlte uns noch das Selbstvertrauen", analysierte der Verteidiger. (HA vom 27.09.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Rauch (65. Burak), Rozic, Blocher, Goldmann - Schunck (78. Oukouis), Kurz

Tor: 0:1 Caput (88.) - Schiedsrichter: Kunold (Bad Vilbel) -

SGB: Schrecken nimmt kein Ende

Verbandsliga: Bruchköbel rutscht nach 0:1 in Klein-Karben auf den letzten Platz ab

 Für die SG Bruchkö­bel wird die Lage in der Verbandsliga Süd immer prekärer. Gestern Abend verlor die Elf von Klaus Dörner das Kellerduell beim KSV Klein-Karben mit 0:1 (0:1) und ist jetzt Tabellenletz­ter. Den entscheidenden Treffer für den Hessenliga-Absteiger erzielte Salih Yasaroglu per Freistoß. Die SGB ließ eine Fülle hochkarätiger Chancen aus. Kurz vor Schluss verweiger­te der Schiedsrichter den Gästen auch noch einen Elfmeter nach einem Foul an Alexander Schunck. Nach der vierten Nie­derlage in Folge fehlen den Bruchköbelern bereits sechs Punkte zu einem sicheren Nichtabstiegsplatz.
Die Partie beim KSV Klein-Karben hätte für die SGB nicht schlechter beginnen kön­nen. Erst scheiterte Alexander Schunck nach nur einer Minute mit einer hochkarä­tigen Chance, dann humpelte Uwe Schnobl verletzt vom Rasen. Der Mittelfeldspieler war rüde gefoult worden, Schiedsrichter Unholzer zückte nicht einmal Gelb. Es soll­te nicht die letzte Fehlentscheidung des Unparteiischen bleiben. Der für Schnobl eingewechselte Alexander Blocher zeigte nach überstandener Knieverletzung eine gute Partie. Der Bruchköbeler Schrecken nahm jedoch kein Ende. Nach 38 Minuten markierte Karbens Topstürmer Yasaroglu mit dem zweiten Torschuss seines Teams und ei­nem Freistoß durch die Mauer den 1:0-Führungstreffer.
Nach der Pause präsentierte sich die SGB deutlich offensiver und kam zu einer Reihe guter Torchancen, jedoch scheiterten die Offensivkräfte immer wieder am starken KSV-Keeper Flora oder an den eigenen Nerven. Immer wieder beteiligt war der einmal mehr engagiert aufspielende Mo­hammed Oukouis, dem der Wille zum Sieg deutlich anzumerken war. Trotzdem war Klaus Dörner mit der Abteilung Attacke nicht zufrieden. „Nach hinten haben wir wieder gut gearbeitet, aber vorne fehlten Herz und Leidenschaft", beklagte der Trai­ner, der Mitte der zweiten Hälfte hinten auf eine Dreierkette umstellte. Die Folge wa­ren einige Karbener Konterchancen, die Steffen Klotzbücher allesamt vereitelte. Einen Aufreger hatte die Partie auf dem Günther-Reutzel-Sportfeld noch parat. Zwei Minuten vor Schluss drang Schunck in den Strafraum ein und tanzte die Innen­verteidigung aus. Ein Abwehrspieler ließ das Bein stehen, der Stürmer fiel - doch der Pfiff, auf den alle warteten, blieb aus. „Das hätte gut und gerne Elfmeter für die SGB geben können", räumte sogar KSV-Abteilungsleiter Hans Fuchs ein. Dörner war sauer: „In den letzten Partien haben wir wegen jeder kleinen Rempelei einen Strafstoß gegen uns gepfiffen bekommen, und in so einer eindeutigen Situation pas­siert nichts", ärgerte sich der Bruchköbe­ler Trainer, der mit seiner Mannschaft nun auf dem letzten Platz steht. „Das kann ich kaum fassen. Wir sind in den letzten Spielen wirklich ordentlich aufgetreten", ha­derte Dörner. (HA vom 21.-09.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher-Goldmann, Pascarella, Kolodziej, Nyman - Rauch, Schnobl (10. Blocher), Kubalic, Schunck - Oukouis, Burak

Tor: 1:0 Yasaroglu (38.) - Schiedsrichter: Unholzer (Birkenau)

„Hässliche Zeiten" beginnen

Verbandsliga: SG Bruchköbel verliert 0:1 gegen Eintracht Oberursel

Der Alptraum der SG Bruchköbel geht weiter. Gestern Nachmittag unterlag die Truppe von Klaus Dörner der Eintracht Oberursel mit 0:1 (0:1). Der Siegtreffer für die Gäste fiel durch einen Handelfmeter von Christopher Stein (35.). Obwohl in der zweiten Halbzeit die deutlich besse­re Mannschaft, versiebte die SGB eini­ge hochkarätige Chancen und kassier­te so die siebte Saisonniederlage. Mit der bitteren Schlappe geraten die Ro­ten immer tiefer in den Abstiegsstru­del, trotzdem warnte Darius Kolodziej vor Aktionismus.

Gestern ließ Klaus Dörner auf dem Sport­feld am Wald wieder eine Videoaufzeich­nung der Partie anfertigen. Die erste Halb­zeit des Films der Partie gegen Eintracht Oberursel dürfte wegen der grausamen Leistung der SGB nur schwer eine Jugend­freigabe erhalten. Nach dem Anpfiff lief bei den Bruchköbelern nichts zusammen, es mangelte in fast jeder Situation und in jedem Mannschaftsteil an Anspielstatio­nen. Die Gäste schienen sich vorgenom­men haben, zunächst den Laden dicht zu machen, reagierten jedoch auf die eklatan­te Schwäche des Gegners mit mehr Offen­sive. Nachdem ein insgesamt schwacher Thomas Goldmann (33.), in den letzten Par­tien noch ein Aktivposten bei den Roten, einen Freistoß aus 20 Metern auf das Tor­netz gelegt hatte, kam der Pfiff des Tages. SGB-Neuzugang Mitak Burak (35.) half im eigenen Strafraum aus, deckte das Tor ab und wurde aus kurzer Distanz am Unter­arm angeschossen. Eine harte, aber ver­tretbare Entscheidung von Schiedsrichter Panzer hatte einen Elfmeter zur Folge, den Christopher Stein verwandelte. Erst nach dem Seitenwechsel endete der Bruchköbeler Horrorstreifen.

„Hätten wir die Leistung nach der Pause schon zuvor gebracht, wäre die Partie si­cher anders ausgegangen. Aber im Mo­ment fehlen uns die Konstanz und die Ein­stellung, ein Tempo über 90 Minuten zu gehen", haderte Abwehr recke Darius Kolod­ziej. Beweise dafür, dass die SGB spiele­risch in der Verbandsliga mithalten kann, lieferte das Team zu Genüge. Der sichtlich bemühte Mohammed Oukouis spielte Unglücksrabe Burak (57.) frei, alleine vor dem schon auf dem Boden liegenden Keeper David Stimper traf er nur den Pfosten. Die zweite hundertpro­zentige Gelegenheit vergab Kolodziej, den erneut Oukouis mustergültig eingesetzt hatte. „Im Eins-gegen-Eins mit dem Torhü­ter fing er plötzlich an, Ballett zu tanzen", staunte SGB-Sprecher Tim Protzmann über eine 180-Grad-Drehung des Innenver­teidigers, der den Ball trotz guter B-Note am Tor vorbei legte. Die Dörner-Mannen hätten wohl noch deutlich mehr Chancen herausspielen können, hätten die Stan­dards funktioniert. Der mit Eckbällen und vielen Freistößen betraute Kapitän Cem Caput hatte es jedoch schwer, in einer in­disponierten Meute den Mitspieler zu fin­den. „Ich hatte den Eindruck, dass keiner wusste, was er machen soll", so Protz­mann, der Eintracht Oberursel das 0:1 über die Zeit schaukeln sah.

Damit verharrt die SGB in der Abstiegszo­ne und hat mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Mittelfeldspieler Uwe Schnobl sprach bereits vor zwei Wochen da­von, dass im Falle von zwei Niederlagen ge­gen den FV Bad Vilbel und Eintracht Oberur­sel „hässliche Zeiten" am Wald beginnen würden -jetzt ist es so weit. „Wir dürfen jetzt nicht experimentieren. Jeder muss sich an die eigene Nase packen und die Fehler bei sich suchen", mahnte Ko­lodziej. (HA vom 13.09.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbü­cher - Caput, Kolodziej, Pascarella (63. Rozic), Nyman -Rauch (80. Desta), Kubalic, Schunck, Goldmann (48. Schnobl) - Oukouis, Burak

Tor: 0:1 Stein (35./Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Pan­zer (Oberkleen)

Kurzer Arbeitstag für Rozic

05.09.2010    Verbandsliga: SGB verliert in Bad Vilbel 0:1 - Schneller Platzverweis für Spielmacher
 
Der Schrecken nimmt für die SG Bruchköbel kein En­de. Gestern unterlag das Team von Klaus Dörner beim FV Bad Vilbel un­glücklich mit 0:1 (0:1) und kassierte be­reits die fünfte Niederlage. Das ent­scheidende Tor gelang Redouane Saroukh (15.) - der Torjäger der Sprudel­städter verwandelte einen umstritte­nen Foulelfmeter. Alexander Schunck verpasste es kurz vor der Halbzeit mit einem Strafstoß für den Ausgleich zu sorgen. In der Tabelle steht die SGB nun auf Rang 17 und hat drei Punkte Rück­stand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die 69. Minute auf dem Niddasportfeld war ein Sinnbild für eine Spielzeit, in der für die SG Bruchköbel gar nichts zusam­menläuft. Kaum fünf Minuten auf dem Feld, erlebte Igor Rozic, der seiner Form seit dem ersten Spieltag hinterherläuft, den vorläufigen Tiefpunkt seiner persönli­chen Seuchensaison. Nach einer krassen Fehlentscheidung und einem harten Foul schickte ihn Schiedsrichter Tropper mit Gelb-Rot unter die Dusche - so er diese nach weniger als 300 Sekunden Fußball überhaupt brauchte. „Wie das mit Spie­lern, die nicht in der Startelf stehen, so ist - sie sind eben manchmal über motiviert", meinte ein gelassener Coach Dörner. Dabei hatte es bis dato gar nicht so schlecht ausgesehen für die SG Bruchköbel. Ihre schwächste Phase hatten die Roten in der Anfangsphase zu überstehen gehabt, als der wieder genesene Keeper Steffen Klotz­bücher gegen Redouane Saroukh und Sven Kusebauch retten musste. Beide Chancen hatte Afram Kakur über die linke Vilbeler Seite vorbereitet, wo SGB-Kapitän Cem Caput gegen den schnellen Flügelspieler deutlich überfordert wirkte. Eben dieser Kakur drang in der 15. Minute in den Straf­raum ein, kam zu Fall und holte so den Elfmeter, den Saroukh zu Saisontor Nummer sechs verwandelte. „Zugegeben: Der Straf­stoß war schmeichelhaft", sagte selbst FV-Sprecher Marcus Dippel. In der Folge kam Bruchköbel zwar besser ins Spiel, erspielte sich aber erneut keine klaren Torchancen. Erst als der Unpar­teiische der SGB in der 38. Minute nach ei­nem Foul von Sebastian Wiegand an Mohamed Oukouis zu Hilfe kam, hatte Alexan­der Schunck den Ausgleich per Strafstoß auf dem Fuß. Der 22-Jährige setzte den Ball jedoch an den Pfosten. Auch nach dem Seitenwechsel war Gefahr für das Vilbeler Tor absolute Mangelware. Erst als Nuh Uslu wegen mehrfachen Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz flog, kam die SGB auf. Ein klares Übergewicht im Mittelfeld so­wie deutlich mehr Ballbesitz führten zu zwei hundertprozentigen Torchancen, die Michele Pascarella aus einem Meter Ent­fernung per Kopf und Mohammed Ou­kouis im Sechzehner aus der Drehung ver­gaben. Dass nicht noch mehr passierte, war den starken FV-Innenverteidigern Ste­ven Cue und Sebastian Wiegand zu verdanken. Bruchköbels Neuzugang Mitat Burak, der 90 Minuten durchspielte, blieb blass. Mit dem Platzverweis gegen Rozic endete die Drangperiode der SGB abrupt. Die letz­ten Minuten waren zerfahren, das An­griffsspiel auf beiden Seiten verflacht. Trotz der Niederlage und dem 17. Tabellen­platz zog Klaus Dörner ein positives Fazit: „Unsere jungen Spieler haben gekämpft. In Sachen Einstellung war es das beste Spiel der Saison. Für Bad Vilbel war der Sieg am Ende glücklich", resümierte der Trainer, der um einen weiteren Leistungs­träger bangen muss. Alexander Blocher zog sich nach neun Minuten eine Schienbeinverletzung zu und droht auszufallen. (HA vom 06.09.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Kolodziej, Pas­carella (64. Rozic), Nyman - Rauch, Blocher (9. Kubalic, 80. Desta), Goldmann, Schunck, Burak - Oukouis

Tor: 1:0 Saroukh (15./Foulelfmeter) - Besondere Vorkommnisse: Schunck (Bruchköbel) verschießt Foulelfmeter (38.), Gelb-Rot für Uslu (Bad Vilbel) nach wiederholtem Foulspiel (52.), Gelb-Rot für Rozic (Bruchköbel) nach wiederholtem Foulspiel (69.) -Schiedsrichter: Tropper (Löhlbach) -

Routiniers in der Kritik

29.08.2010  Verbandsliga: Bruchköbeler 0:5-Pleite gegen Wald-Michelbach - Dörner verschärft Ton

Die SG Bruchköbel rutscht immer tiefer in den Abstiegs­strudel der Verbandsliga Süd. Gestern ging das Team von Trainer Klaus Dör­ner gegen Eintracht Wald-Michelbach mit 0:5 (0:3) unter und geht nun schwe­ren Zeiten entgegen. Bereits nach 26 Minuten hatte der Gast aus dem Oden­wald mit einer 3:0-Führung für klare Verhältnisse auf dem Sportplatz am Wald gesorgt. In der Tabelle rutschten die Bruchköbler auf Rang 15 ab und könnten nach dem heutigen Spiel zwi­schen dem KSV Klein-Karben und dem FV Bad Vilbel sogar auf einen Ab­stiegsplatz stürzen.

Nach dem Debakel ging Klaus Dörner vor allem mit seinen Routiniers hart ins Ge­richt: „Bei uns sind es im Moment die Er­fahrenen, die die Fehler machen. Ich kann von einem Spieler wie Michell Andre Rauch nicht erwarten, tadellos zu spielen, wenn neben ihm einem ehemaligen Oberli­ga-Spieler acht oder zehn dicke Patzer un­terlaufen." Damit dürfen sich vor allem Uwe Schnobl und Igor Rozic angesprochen fühlen. „Alle Tore fielen durch individuel­le Fehler", ärgerte sich Dörner, der andeu­tete, künftig einen schärferen Ton gegen­über den Spielern anschlagen zu wollen. Das Bruchköbeler Debakel nahm früh sei­nen Lauf: Christian Bauer erzielte nach neun Minuten die Wald-Michelbacher Führung. Dennis Klein (17.) und Marcus Lauer per Foulelfmeter (26.) erhöhten noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit er­zielte Alexander Jacob (48.) den vierten Treffer für die Gäste aus dem Odenwald. Den Schlusspunkt setzte in der 83. Minute Ilija Rupcic.

Bereits vor dem Anpfiff gab es für Trainer Klaus Dörner die erste Hiobsbotschaft: Die verletzungsgeplagte SGB musste einen weiteren Ausfall verkraften. Torwart Steffen Klotzbücher, der sich unter der Woche verletzt hatte, signalisierte beim Aufwär­men, dass ein Einsatz für ihn noch zu früh kommen würde. Für ihn rückte Giuseppe Tartaro in die Startaufstellung. Der muss­te direkt zu Beginn das erste Mal hinter sich greifen. Igor Rozic, der für den am Knie verletzten Volkan Sungun in die Mannschaft gekommen war, unterlief ein haarsträubender Aufbaufehler – Bauer verwandelte eiskalt (9.). Der Torschütze spielte eine Minute später einen genauen Pass auf Stürmer Klein, der Tartaro um­kurvte, jedoch aus spitzem Winkel verzog. Die Gäste übernahmen mit guter Verteidi­gung und schnellem Spiel über die Flügel zunehmend die Kontrolle. SGB-Trainer Dörner beklagte die fehlende Aggressivität und die vielen Abspielfehler seiner Mannschaft: „Das Team ist sehr ver­unsichert und deshalb machen wir auch viele blöde Fehler." Nach einem Ballver­lust der SGB durch Uwe Schnobl spielte Wald-Michelbachs Thomas Krämer den Ball in den Lauf von Klein, der den heraus­laufenden Tartaro mit einem Lupfer (17.) überwand. In der Folge kombinierten sich die Gäste immer wieder vors Tor der SGB, die es den Südhessen durch viele individu­elle Fehler leicht machte. Bei einem dieser Angriffe entschied der Schiedsrichter Christian Stübing (Gründau) auf einen strittigen Strafstoß. Einen leichten Rempler von Michele Pascarella gegen Christian Bauer wertete er als strafstoßwürdig. Dör­ner protestierte so lautstark gegen die Ent­scheidung, dass er von der Bank verwiesen wurde. Hinter der Bande musste der Trainer ansehen, wie Marcus Lauer (26.) den Ball zum 3:0 in den rechten Winkel häm­merte. Fast hätte Lauer seinen zweiten Treffererzielt, aber sein Distanzschuss knallte in der 38. Minute an die Latte, den Nachschuss konnte Tartaro parieren. Nach dem Wiederanpfiff gingen die Gastgeber en­gagierter zu Werke, wur­den aber durch einen weiteren Gegentreffer geschockt. Einem Bruchköbeler Torschuss von Michell-AndreRauch, den Torwart Miske über die Latte lenkte, folgte wieder ein Ball­verlust im Mittelfeld, der das 0:4 zur Folge hatte. Nach einer Flanke von der rechten Seite tauchte Jakob allein vor dem Kasten auf und muss­te den Ball nur noch an Tartaro vorbei­schieben (48.).In der Folge verflachte das Spiel, die Odenwälder schalteten einen Gang zurück und die SGB hatte mehr Spielanteile, ohne je­doch zwingende Torchancen zu erspielen. Die Eintracht beschränkte sich auf Nadel­stiche, die allesamt nicht von Erfolg ge­krönt waren. Besonders Angreifer Klein bekam die Bruchköbeler Defensive ges­tern Nachmittag nie unter Kontrolle. Den Schlusspunkt eines aus Bruchköbeler Sicht desaströsen Nachmittags setzte Ilija Rupcic, der nach einer Vorlage von Tho­mas Kraemer mit einem schönen Distanzschuss den Ball in den linken Winkel zir­kelte. Dörner zeigte sich nach dem Spiel bedient: „Was fehlt, ist die Aggressivität und der Siegeswille." (HA vom 30.08.2010)

SG Bruchköbel: Tartaro - Caput, Pascarella, Kolodziej (63. Nyman), Goldmann - Rauch, Schnobl (87. Fox), Blocher, Rozic - Desta (63. Oukouis), Schunck.

Tore: 0:1 (Bauer). 0:2 Klein (17.), 0:3 Lauer (26./Foulelfmeter), 0:4 Jakob (48.), 0:5 Rupcic (87.)- Schiedsrichter: Stübing (Gründau)

Klotzbücher und Pfosten retten Punkt

24.08.2010   Verbandsliga: Bruchköbel mit torlosem Remis in Neu-Isenburg - Jäger zurück in Startelf

Die SG Bruchköbel hat es gestern Abend verpasst, sich mit einem Sieg Luft im Abstiegskampf der Verbands­liga Süd zu verschaffen. Von der Spielver­einigung Neu-Isenburg trennten sich die Mannen von Klaus Dörner mit 0:0. Den Punkt fest hielt SGB-Torwart Steffen Klotzbücher, der in einer chancenarmen Partie einen Elfmeter von Sebastian Hess (45.) parierte. Auffällig war die defensive Ausrichtung der Roten, die erstmals in der Saison 2010/2011 von Beginn an mit einem 4-4-2-System operierten. 150 Zuschauer erlebten im Neu-Isenburger Sportpark einen ruhigen Abend. Das lag nicht zuletzt an der SGB, die deutlich zu­rückhaltender als noch zuletzt auftrat. „Wir hatten uns nicht ausdrücklich vorge­nommen, defensiv zu spielen. Wir wollten einfach weniger zulassen als bisher in die­ser Saison - das ist uns gelungen", erklärte ein zufriedener Klotzbücher nach dem Schlusspfiff. Der Gegner haderte mit dem torlosen Remis: „Wir haben das Spiel ge­macht, und die SGB hat verteidigt. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat", meinte der Trainer der Spielvereinigung, Peter Hoffmann.

Das Highlight der ersten Halbzeit erlebten die Bruchköbeler schon nach neun Minu­ten. Sieben Meter vor dem Tor kam Youngster Michell Andre Rauch an den Ball, traf den Ball jedoch nicht richtig und musste mit ansehen, wie das Leder am Pfosten vorbei kullerte. In der Folge drück­te Neu-Isenburg, ohne jedoch für zwingen­de Torgefahr sorgen zu können. Als der he­rausgelaufene Klotzbücher allerdings An­greifer Dennis Schwarz im Strafraum foul­te, zeigte Schiedsrichter Krämer auf den Punkt. Der SGB-Torwart machte seinen Fehler wieder gut und hielt den Strafstoß von Hess (45.) glänzend. Der Neu-Isenbur­ger Regisseur hatte zuvor 17-mal in Folge verwandelt.

Auch nach dem Seitenwechsel schienen die Strafräume vermintes Gebiet zu sein. Bruchköbels Stümer Abel Desta (70.) taste­te sich vor, nahm einem Abwehrspieler den Ball ab, traf jedoch aus halbrechter Po sition nur das Außennetz. In der Schluss­minute hätte die Spielvereinigung noch drei Punkte holen können: Die Flanke des eingewechselten Slobodan Milanovic fand den Unglücksraben Hess, der mit einem schulbuchmäßigen Kopfball den Innenpfosten traf. „Insgesamt war es ein ver­dientes Unentschieden", resümierte Klotz­bücher.
Bei dem ersten Auftritt im 4-4-2-System stand die SGB hinten deutlich sicherer als noch in den letzten Wochen, konnte aller­dings im Angriff trotz eines zweiten Stür­mers keine Durch­schlagskraft entwi­ckeln. Uwe Schnobl und Alexander Blocher zeigten als defen­siv orientierte Mittel­feldspieler eine gute Leistung. „Wir haben uns mannschaftlich geschlossen präsen­tiert und können auf diesem Auftritt auf­bauen. Außerdem hat uns die Hereinnahme von Thomas Jäger gut getan", analysierte Klotzbücher. Der ab­gesetzte Kapitän stand nach drei Spie­len erstmals wieder in der Startelf und bilde­te mit Pascarella die Innenverteidigung. In der Tabelle steht die SGB auf Platz 13 und hat zwei Punkte Vor­sprung auf die Ab­stiegsränge. (HA vom 25.08.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbü­cher- Caput, Pascarella, Jä­ger (75. Kolodziej), Gold­mann - Rauch, Blocher, Schnobl, Sungun (30. Rozic) - Desta, Schunck (82. Oukouis) –

Besonderes Vorkommnis: SGB-Torwart Klotzbücher hält Foulelfmeter von Hess (45.) –
Schiedsrichter: Krämer (Rödelheim) -

Beispiellose Torjagd nach Weckruf

18.08.2010  Verbandsliga: SG Bruchköbel unterliegt wegen eklatanter Abwehrschwäche Viktoria Aschaffenburg mit 2:6

Die SG Bruchköbel ist gestern Abend mit einer bitteren Niederlage auf den Boden der Tatsa­chen zurückgeholt worden. Nach dem ersten Saisonsieg vor drei Tagen verlor die Truppe von Klaus Dörner die erste Verbandsligapartie auf dem Kunstra­senplatz am Wald mit 2:6 (1:3). Treffer von Ozean Keles (7.) und Alexander Schunck (78.) reichten nicht aus, um eklatante Abwehrschwächen zu kom­pensieren. In der Tabelle konnte die SGB den zwölften Rang sowie ihr Zwei-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge jedoch halten.

Zu Beginn hatte noch alles danach ausge­sehen, als könnte die SGB an den Aus­wärtssieg vom Wochenende anknüpfen. Die Viktoria agierte in der Anfangsphase hochnäsig und wurde bestraft. Während die Aschaffenburger Bälle in der Abwehr hin und her schoben, stahl ein Bruchköbeler den Ball und bediente Ozean Keles (7.), der frei vor dem Tor das 1:0 markierte. Der Treffer schien für die Gäste ein Weckruf zu sein, schließlich spielten sie ab diesem Moment sauberen und präzisen Offensiv­fußball. Stürmer Giulio Fiordellisi glich in der 21. Minute mit einem verdeckten Schuss aus 16 Metern aus, ehe Schiedsrich­ter Klein Schützenhilfe leistete. Torwart Klotzbücher wollte einen zu lang gerate­nen Pass klären, traf mit dem Fuß außer dem Ball aber noch einen Stürmer. Der Un­parteiische entschied auf Gelb und Elfme­ter, den Markus Horr (26.) verwandelte. In der Folge war Aschaffenburg weiter spielbestimmend und kam immer wieder zu Chancen, weil das Tempo die SGB-Abwehr deutlich überforderte. Einen Schuss von Sen ließ Klotzbücher abprallen, der bestens postierte Fiordellisi (36.) roch die Nachschusschance und schob zum 3:1 ein. „Nach dem Bruchköbeler Führungstor hat die Viktoria gezeigt, dass sie im Moment einfach den besseren Fußball spielt", sagte SGB-Sprecher Tim Protzmann. Doch die Elf von Klaus Dörner kam mit neuem Mut aus der Kabine und verzeichnete durch ei­nen Kopfball von Keles (53.) ihre ersten Schuss seit der siebten Minute. Alexander Blocher (55.) vergab eine weitere Chance per Kopf. Doch wieder hatten die Abschlüsse die Bay­ern geweckt: Mit einfachem Fußball spiel­ten sie die indisponierte Viererkette der Ro­ten aus und kamen zum 1:4 durch Ugur Sen (57.). Ein zorniger Klotzbücher, der seine Abwehr lautstark zurecht wies, agierte in dem Bestreben, seine Vorderleute in die gegnerische Hälfte zu treiben, immer wei­ter vor seinem Kasten. Nach einem einfa­chen Ballverlust erkannte der Aschaffenburger Spielmacher Simon Schmidt (72.) die Situation und überwand den Keeper mit einem gefühlvollen Lupfer. Als die Viktoria die Punkte bereits sicher glaubte und das Bruchköbeler Aufbäumen wenig stürmisch ausfiel, pfiff der Schiedsrichter einen wei­teren Elfmeter. Volkan Sungun war mit Gästetorwart Patsiouras im Strafraum kol­lidiert, Alexander Schunck (78.) traf zum 2:5. Der Schlusspunkt jedoch war dem ver­dienten Sieger vorbehalten, der der SGB durch die Anwesenheit eines lautstarken Fanclubs zumindest ein Plus bei den Ein­trittsgeldern bescherte. Mit einem Konter­tor krönte Schmidt (85.) seine starke Leis­tung und schoss die SGB zurück in die Ab- stiegssorgen. Zwei Punkte trennen das Team noch von der roten Linie. „Es muss dringend etwas passieren, damit die Mann­schaft in der Verbandsliga konstant um Sie­ge mitspielen kann", forderte Sprecher Protzmann. (HA vom 19.08.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Kolodziej, Blo-cher, Goldmann - Rauch, Schnobl, Rozic, Keles, Sungun - Schunck.

Tore: 1:0 Keles (7.), 1:1 Fiordellisi (21.), 1:2 Horr (26., Foulelfmeter), 1:3 FiordeUisi (36.), 1:4 Sen (57.), 1:5 Schmidt (72.), 2:5 Schunck (78. Foulelf­meter), 2:6 Schmidt (85.).  Schiedsrichter: Klein (Of­fenbach).

Schunck lässt Knoten platzen

15.08.2010  Verbandliga: SG Bruchköbel feiert ersten Saisonsieg - 3:2 beim SV Geinsheim

Die SG Bruchköbel kann doch noch gewinnen. Am sechs­ten Spieltag ist der Mannschaft von Klaus Dörner gestern durch ein glück­liches 3:2 (0:1) beim SV 07 Geinsheim der erste Dreier gelungen. Nachdem Volkan Sungun (44.) sein Team per Freistoß glücklich in Führung ge­bracht hatte, drehten die Geinsheimer die Partie durch Tore von Dominik Wolf (57.) und Faouzi Atmani (80.). Ei­ne kämpferische SGB stellte mit Tref­fern von Mohammed Oukouis (82.) und Alexander Schunck (85.) die Partie je­doch erneut auf den Kopf und eroberte so den zwölften Tabellenplatz. In der ersten Halbzeit sah vieles nach einer Fortsetzung der Bruchköbeler Negativse­rie aus. Der ebenfalls in den Abstiegs­kampf verstrickte SV Geinsheim kam mo­tiviert aus der Kabine und drückte die SGB in die eigene Hälfte. Drei 100-prozentige Chancen versiebte der Aufsteiger jedoch, bis die Fahrlässigkeit der Mannschaft best­raft wurde. Ein unnötiges Foul kurz vor der Straf­raumgrenze brachte die Gäste in eine her­vorragende Freistoßposition. Normaler­weise für Kapitän Cem Caput reserviert, schnappte sich Neuzugang Volkan Sungun (44.) das Leder und schnippelte es passge­nau über die Mauer ins Eck. Die 200 Zu­schauer notierten die erste echte Torchan­ce der Roten und das glückliche 0:1 vor dem Pausenpfiff.

Nach dem Seitenwechsel bewies der SV Geinsheim Moral und knüpfte an die Leis­tung aus der ersten Hälfte an. Allerdings zeigten sich die Offensiven der Von-der-Schmitt-Truppe im Abschluss deutlich si­cherer. Angetrieben von Mittelfeldmotor Faouzi Atmani tankte sich Sturmspitze Dominik Wolf durch die Bruchköbeler Verteidigung und erzielte in der 57. Minute den verdienten Ausgleich. Als Atmani (80.) dann nach sehenswerter Vorarbeit von Paolo Cucculliu selbst abzog und traf, schienen die Bruchköbeler erneut zu straucheln. Doch die Dörner-Elf kämpfte weiter und wurde prompt belohnt: Eine Ecke unterlief Geinsheims Torwart Chris­topher Blome, am langen Pfosten wartete der eingewechselte Mohammed Oukouis und schob zum 2:2 ein. Weil der SV den Sieg wollte und offensiv agierte, lief die Mannschaft nur drei Minu­ten später in einen perfekt ausgespielten Bruchköbeler Konter, den Alexander Schunck zum 3:2-Endstand einnetzte. „Nicht nur durch die Vereinsbrille gese­hen wäre ein Unentschieden gerechter ge­wesen, schließlich hätten wir schon zur Halbzeit mit 3:0 führen müssen", meinte Geinsheims Pressesprecher Eckhardt Mayer enttäuscht. Nach dem ersten Erfolg klettert die SG Bruchköbel in der Tabelle auf Rang zwölf und hat damit die Ab­stiegsränge verlassen. (HA vom 16.08.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Blocher (46. Pascarella), Goldmann (79. Barssabas) - Rauch, Keles (58. Oukouis), Schnobl, Rozic, Sun­gun - Schunck.

Tore: 0:1 Sungun (44.), 1:1 Wolf (57.), 2:1 Atmani (80.), 2:2 Oukouis (82.), 2:3 Schunck (85.) - Schiedsrichter: Pfeiffer (Frankfurt) –

Sieglos trotz Überzahl

11.08.2010  Verbandsliga: SG Bruchköbel bleibt in der Abstiegszone - Nur 2:2 gegen FC Bensheim

Die SG Bruchköbel hat auch im fünften Spiel der Saison den ersten Sieg verpasst. Gestern Abend trennte sich die Elf von Klaus Dörner auf dem Sportfeld am Wald mit 2:2 (1:1) vom FC 07 Bensheim. Nachdem Michel Andre Rauch (9.) die Gastgeber in Führung gebracht hatte, glich Bens­heim durch Mehmet Gencer (23.) aus. Die Südhessen spielten nach einer gelb­roten Karte gegen Sascha Fischer lan­ge in Unterzahl, gingen jedoch durch Dennis Holdschik (51.) in Führung, ehe Alexander Schunck (88.) per Foulelf­meter ausglich.

„Es war das beste Spiel der Saison, auf die­ser Leistung können wir aufbauen", sagte Cem Caput nach der Partie. Der SGB-Kapitän lobte die Einstellung der Mannschaft „Da waren Leidenschaft und Feuer drin, mit dem Ergebnis sind wir aber natürlich nicht zufrieden", so Caput. Dass seine Mannschaftskameraden sich etwas vorgenommen hatten, konnten die rund 100 Zuschauer sofort erkennen. Nach­dem Gästetorwart Halfar einen Schuss von Alexander Schunck hatte abprallen lassen, staubte Michel Andre Rauch (9.) bei sei­nem ersten Startelf-Einsatz in der Ver­bandsliga per Kopf ab und brachte sein Team in Führung. Fast wäre diese nur 60 Sekunden später zunichte gewesen, aber Schiedsrichter Meinhardt verweiger­te einem Bensheimer Kontertor wegen ei­ner Abseitsstellung die Anerkennung. In der 23. Minute bewahrte der Unpar­teiische die SGB nicht mehr vor dem Aus­gleich: Klotzbücher konnte einen Schuss von Mehmet Gencer nicht festhalten, der Ball fiel dem Angreifer wieder vor die Fü­ße - Gencer schob ein. Als Sascha Fischer (30.), der sich wegen Meckerns schon zuvor Gelb abgeholt hatte, Igor Rozic mit einer Grätsche von hinten abräumte, ging der Bensheimer vorzeitig duschen. „Wir wa­ren also mehr als eine Halbzeit in Überzahl - da hätte mehr herausspringen müssen", haderte Cem Caput. Trotz des Platzverwei­ses kam der FC zu Chancen, die beste klär­te Rozic (44.) auf der Linie. Unmittelbar nach Wiederbeginn foulte Routinier Darius Kolodziej Gegenspieler Dennis Holdschik im Strafraum. Den fälli­gen Elfmeter von Daniel Nischwitz hielt Bruchköbels Torhüter Steffen Klotzbü­cher, nur vier Minuten später war der Schlussmann jedoch chancenlos. Nach ei­ner Bensheimer Freistoßflanke köpfte Holdschik (51.) zum 1:2 ein. Kurz darauf versiebte der FC eine einhundertprozenti­ge Torchance. „In der Folge haben wir bei Standardsituationen viel zu harmlos agiert. Hier besteht Nachholbedarf, mein­te SGB-Sprecher Tim Protzmann, der in der 74. Minute wieder zum Kugelschreiber greifen musste. Nachdem Caput im Strafraum ein Offen­sivfoul begangen, der Schiedsrichter das jedoch übersehen hatte, wurde der Kapi­tän über den Haufen gerannt. Den Elfme­ter verwandelte Schunck sicher und blies damit zur Schlussattacke. Die beste von mehreren Bruchköbeler Einschussgele­genheiten gab es in der 88. Minute: Einen Caput-Freistoß blockte die Bensheimer Mauer, Rozics Nachschuss fing die Abwehr ebenfalls ab, Barssabas schoss Schunck an und der Ball trudelte am Gehäuse vorbei. Am Ende hatte sich Bensheim den Punkt redlich verdient, die Bruchköbeler zu we­nig aus ihrer Überzahl gemacht. Eine Randnotiz: Den abgewählten Kapitän Tho­mas Jäger ließ Dörner 90 Minuten lang auf der Bank schmoren. Trotz des Punktge­winns bleibt die SGB auf dem 17. Tabellen­platz und damit in der Abstiegszone. (HA vom 12.08.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Blocher, Ko­lodziej, Goldmann - Rauch (83. Barssabas), Keles, Ro­zic, Schnobl, Sungun - Schunck 

Tore: 1:0 Rauch (9.), 1:1 Gencer (23.), 1:2 Holdschik (51.), 2:2 Schunck (74./Foulelfmeter) –

Schiedsrichter: Meinhardt (Fulda)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Fi­scher (FC Bensheim) wegen wiederholten Foulspiels (30.), Klotzbücher hält Elfmeter von Nischwitz (47./Bensheim)

Steht Dörner vor dem Aus?

08.08.2010 Verbandsliga: Desolate SG Bruchköbel bleibt sieglos - 0:2 gegen Spvgg. Oberrad

Der Fehlstart der SG Bruchköbel in die Verbandsligasai-son 2010/2011 ist perfekt. Auch in der vierten Partie der Saison konnte die Elf von Klaus Dörner keinen Sieg verbu­chen, sondern verlor nach einer in al­len Mannschaftsteilen desolaten Leis­tung mit 0:2 (0:1) gegen die Spielverei­nigung 05 Oberrad. Kaan Köksal (32.) und Florian Kister (51.) hatten die Tref­fer für die Gäste erzielt. In den Reihen der Roten, die weiterhin auf einem Ab­stiegsplatz stehen, scheinen sich die Stimmen gegen den Trainer zu meh­ren.

Nach dem Abpfiff war die Stimmung auf dem Sportfeld am Wald gereizt. Der sonst ruhige Uwe Schnobl erklärte einem Zu­schauer, der sich offensichtlich über die Leistung der SGB beklagt hatte, mit sehr deutlichen Worten, dass er seinen Mund halten sollte. Gegenüber dem HA waren die Spieler weniger auskunftsfreudig und wollten keine Stellungnahme zur Partie abgeben. Auch Klaus Dörner ließ mittei­len, dass er für Fragen nicht zur Verfügung stehe. Der Trainer musste die schlechte Leistung seiner Mannschaft in der Kabine vor der Abteilungsleitung und dem Vor­stand rechtfertigen -es wurde laut. Dör­ner scheint im Club nicht mehr unum­stritten zu sein. Der Vorwurf, der 47-Jäh­rige sei ein „Selbst­darsteller, der sich nicht um die Belange des Vereins schert", grassiert. Auslöser für die Kri­senstimmung am Wald war eine Leis­tung, die Zweifel an der Verbandsligatauglichkeit der Mann­schaft aufkommen ließ. Während die Spiel­vereinigung Oberrad auf fremdem Platz das Spiel bestimmte, hatte die SGB in der 18. Minute die erste und letzte klare Tor­chance. Volkan Sungun zog aus der Halb­distanz ab, doch Verteidiger Theofanis Zindros klärte auf der Linie. Dann strahlte nur noch der Gast Torgefahr aus: Christi­an Del Carpio Garrido setzte sich auf der rechten Seite gegen Daniel Nyman durch, der das taktische Foul verpasste, und spiel­te mustergültig in den Lauf von Kaan Kök­sal (32.). Der Stürmer hängte Thomas Jä­ger ab und schob gegen Steffen Klotzbü­cher zur 1:0-Pausenführung der 05er ein. Die Frankfurter Stadtteilkicker legten un­mittelbar nach Wiederbeginn nach. Einen langen Pass aus dem Mittelfeld erlief Flo­rian Kister (51.). Cem Caput rutschte aus, Darius Kolodziej kam nicht hinterher und Klotzbücher war gegen den präzisen Abschluss des Torjägers chancenlos - 0:2. In der Folge zeigten die Bruchköbeler Auflö­sungserscheinungen und luden die Spielvereinigung zum Kontern ein. Immer wie­der setzte Ibrahim Cigdem die Angreifer in Szene: Erst spielte der Regisseur Köksal (53.) frei, der gegen den bereits am Boden liegenden Klotzbücher jedoch nicht ver­wandeln konnte. Dann störte Kolodziej den durchgebrochenen Kister (56.) im Eins-ge-gen-Eins mit dem Torwart in letzter Se­kunde. Es hätte längst 0:3 stehen müssen, als Abel Desta (58.) den einzig nennenswer­ten SGB-Abschluss aus zwölf Metern in die Wolken drosch.
Oberrad hingegen hätte fast von einem Ei­gentor von Caput (63.), der in höchster Not vor Dirk Berresheim gerettet hatte, profi­tiert. Berresheim hätte nur drei Minuten später selbst treffen können, doch Kolod-1 ziej warf sich in den Schuss. Trotz drei Stürmern auf dem Feld und Thomas Jäger als Aushilfssangreifer kamen die Roten nicht mehr zu Einschussgelegenheiten und machten sich durch grobe Schnitzer im Spielaufbau das Leben schwer. Nach dem vierten sieglosen Spiel der Saison steht die SGB auf Tabellenplatz 17 und hat die schlechteste Offensive der Liga. (HA vom 09.08.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolod­ziej, Nyman - Barssabas (56. Schunck), Schnobl, Rozic, Keles (70. Oukouis), Sungun - Desta (83. Gold­mann).

Tore: 0:1 Köksal (32.), 0:2 Kister (51.) -Schiedsrichter: Putz (Egelsbach)

SGB blamiert sich bis auf die Knochen

04.08.2010 Verbandsliga: Dörner-Team verspielt Zwei-Tore-Vorsprung innerhalb von drei Minuten

 Die SG Bruchköbel hat gestern Abend bei Germania Ober-Roden mit 2:3 (1:0) spektakulär verloren. Die Mannschaft von Klaus Dörner ging durch Tore von Volkan Sungun (41.) und Kapitän Thomas Jäger (82.) komfortabel in Füh­rung und spielte seit der 45. Minute sogar in Überzahl - Taylor war wegen eines rü­den Einsteigens gegen Torwart Steffen Klotzbücher vom Platz gestellt worden. In der dreiminütigen Nachspielzeit schlug die Germania durch Amdom Ghebru (90.), David Stemann (90.+2) und Filippo Serra (90.+3) dreimal zu und drehte die Partie noch.

Selbst die kühnsten Optimisten auf dem Sportplatz glaubten nicht mehr an drei Punkte für ihr Team. Der Schiedsrichter hatte bereits die Nachspielzeit angezeigt, als Ober-Roden mit 0:2 zurücklag und plötzlich aufdrehte. Einen Foulelfmeter verwandelte Amdom Ghebru (90.) zwar erst im Nachschuss, doch das Team von Michael Dörr kämpfte weiter. Die SG Bruchköbel, deutlich verunsichert, ließ die Germania gewähren und fing sich nur 120 Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich durch David Stenmann (90.+2), der aus dem Gewühl im Strafraum traf. Die Zuschauer rieben sich bereits die Augen, doch es kam noch bes­ser: Die SGB stürzte verzweifelt nach vor­ne und fing sich in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Konter, den Filippo Serra eiskalt per Lupfer vollendete. Ober-Roden war aus dem Häuschen, Bruchköbel bis auf die Knochen blamiert. Dabei hätte das Debakel für die SG Bruch­köbel schon wesentlich früher seinen Lauf nehmen können. „Wir hätten schon nach einer halben Stunde mit 3:0 führen müs­sen", sagte Germania-Sprecher Volkmar Fenkl. In den ersten 25 Minuten waren die Offensive der Ober-Rodener zweimal völlig frei vor dem gegnerischen Tor aufge­taucht. Die Gäste verdankten das Unent­schieden einzig und alleine Steffen Klotz­bücher, der seine starke Form aus den letz­ten Wochen bestätigte. Der Torwart trug wenig dazu bei, dass Topstürmer Serra ihm im direkten Duell einen harmlosen Kullerball in die Arme schob und damit die dritte einhundertprozentige Chance ver­siebte.

Dass die Spieler der SG Bruchköbel noch wach waren, demonstrierte Volkan Sun­gun in der 41. Minute. Eine viel zu kurz ge­ratene Kopfballrückgabe eines Germania- Verteidigers lief der Neuzugang geistesge­genwärtig ab und versenkte den Ball gegen Schlussmann Daniel Soldevilla zum 1:0. Die SGB schien im Aufwind, denn kurz da­rauf musste der Ober-Rodener Marven Taylor (45.) vorzeitig duschen gehen. Er hatte mit gestrecktem Fuß einen Ball errei­chen wollen, den Klotzbücher aufnahm und den Keeper an der Brust getroffen. Schiedsrichter Boulghalegh hatte Absicht erkannt und sofort Rot gezückt. Von der Überzahl offenbar motiviert fand die Dörner-Truppe deutlich besser in die Partie und wirkte über weite Strecken feldüberle­gen. Thomas Jäger verwandelte die spieleri­sche Dominanz in Zählbares. Wie immer bei Standardsituationen im gegnerischen Strafraum nutzte der etatmäßige Kapitän die Unordnung in der Ober-Rodener Ab­wehr aus und stocherte einen Ball über die Torlinie. Was danach kam, war der wahr gewordene Fußballalptraum.

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Barssabas, Schnobl, Rozic, Keles, Sungun - Oukouis.

Tore: 0:1 Sungun (90.), 0:2 Jäger (82.), 1:2 Ghebru (90.), 2:2 Stemann (90.+2), 3:2 Serra (90.+3). - Schiedsrichter: Boulghalegh (Haßloch).

„Wir sind einfach müde"

01.08.2010   SG Bruchköbel rettet schmeichelhaftes 1:1 gegen Aufsteiger Usingen

Die SG Bruchköbel kommt in der Verbandsliga Süd nicht in Fahrt. Beim Heimdebüt auf dem Sportfeld am Wald kamen die Roten gestern nicht über ein 1:1 (0:1) gegen die Usinger TSG hinaus. Marcel Kopp hatte den Aufsteiger verdient in Füh­rung gebracht, ehe sein Mannschafts­kamerad Jörn Bausch (72.) mit einem Eigentor für den Bruchköbeler Aus­gleich sorgte. In der Schlussphase hät­te die Truppe von Klaus Dörner die Partie noch gewinnen können, vergab aber eine Reihe hochkarätiger Chan­cen.

Als Osman Kubalic nach der Partie mit ei­ner Flasche Cola ausgelaugt über dem Ge­länder am Spielfeldrand hing, überraschte er mit einer Aussage, die so gar nicht zum zweiten Spieltag passen will. „Wir sind ein­fach müde - und das schon seit dem Trai­ningslager", sagte der Neuzugang von Hanau 93, der wie schon beim Saisonauftakt gegen Viktoria Griesheim in der Startfor­mation stand. Dass Dörners Trainingsplan zu hart ist, ließ sich seine Mannschaft zu Beginn der Partie nicht anmerken. Die SGB war feldüberlegen, spielte sich aber nicht die klaren Torchancen heraus. Aufsteiger Usingen wurde frech und agier­te ab der 22. Minute offensiver. Zwar konnte Alexander Blocher noch das Tor durch Marcel Kopp verhindern. Als sich der Gäs­te-Stürmer (27.) jedoch in einem wilden Gestochere am Boden des Fünfmeter­raums gegen Torwart Steffen Klotzbücher durchsetzte, kam jede Hilfe zu spät. Die TSG hätte noch vor der Pause auf 2:0 erhö­hen können, als Stefan Hirschberg (36.) ei­nen langen Ball in die Spitze erlief und das Leder am Keeper vorbei spitzelte. Die Bruchköbeler Verteidigung klärte jedoch auf der Linie.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte nur Usingen ansehnlichen Fußball. Nach ei­nem Distanzschuss von Bausch (58.) erleb­te Stürmer Murat Kaya sein Waterloo. Erst war der Ex-Anspacher (67.) schneller als Darius Kolodziej und Blocher, • scheiterte im Eins-gegen-Eins aber an Klotzbücher. Dann gewann er (70.) das Laufduell gegen Daniel Nyman, tanzte den Schlussmann aus und traf statt dem leeren Tor nur den Außenpfosten. „Kaya war heute der beste Bruchköbeler", schmunzelte Schiedsrich­terbetreuer Horst Schlimme am Spielfeld­rand über den Angreifer, der in der 81. Mi­nute auch noch einen Volleyschuss aus fünf Metern Torentfernung nicht im Kas­ten unterbringen konnte. Mit einer gehörigen Portion Glück fanden die Roten, die bis dato nur durch Zufallsprodukte zu Halbchancen gekommen wa­ren, zurück in die Partie. Einen langen Pass legte sich Ozean Keles (72.) erst zu weit vor und war zum Querspielen ge­zwungen. Dort wartete der Usinger Bausch, der seine Stürmerqualitäten de­monstrierte und ins eigene Tor traf. In der Folge scheiterten der eingewechselte Igor Rozic (75.) frei vor Torwart Dauth, Alexan­der Schunck (90.) per Kopf am auf der Li­nie klärenden Hirschberg und Blocher (90.+1) mit einem Schuss aus 14 Metern. Kubalic konnte der Partie dennoch Gutes abgewinnen. „Wir haben doch noch kein Spiel verloren und halten weiter an unse­rem Saisonziel fest. Das heißt ganz klar: Aufstieg", meinte der 20-Jährige, der den Kader für stark genug hält. „Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Hier beherr­schen alle die Taktik, die Klaus Dörner vorgibt",  SO Kubalic,  der von  seiner raschen Beförderung in die erste Elf nicht überrascht ist. „Ich bin hier sehr gut aufge­nommen worden und hatte mir fest vorge­nommen, von Anfang an zu spielen." (HA vom 02.08.2010)

SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Blocher, Ko­lodziej, Nyman - Barssabas, Kubalic (78. Schunck), Keles, Goldmann (66. Rozic), Sungun (46. Schnobl) -Desta-

Tore: 0:1 Kopp (27.), 1:1 Bausch (72., Eigentor) - Schiedsrichter: Muschik (Hünfeld) –

Torwart rettet SGB ersten Saisonpunkt

28.07.2010    Verbandsliga Süd: Bruchköbel spielt 0:0 in Griesheim

Die SG Bruchköbel ist mit einem Unentschieden in die Verbandsliga-Saison 2010/2011 gestartet. Auf dem Sportfeld am Hegelsberg trennte sich die Mannschaft von Klaus Dörner 0:0 vom SC Viktoria Griesheim. Insgesamt mussten die Roten mit dem Punkt zufrieden sein, da sich die Gast­geber über die gesamte Spielzeit ein Chancenplus erarbeiteten. Die SGB, die auf den Einsatz von Urlaubern mit wenig Trainingspraxis verzichtete, agierte mit allen fünf Neuzugängen in der Startformation. Von Beginn an stand auf dem Griesheimer Kunstrasenplatz ein Mann im Fokus: Tor­wart Steffen Klotzbücher hatte gleich zum Saisonauftakt Schwerstarbeit zu leisten. Obwohl der SC Viktoria Griesheim sich Chancen im Fünf-Minuten-Takt heraus­spielte, scheiterte die junge und unerfahre­ne Truppe immer wieder am überragen­den Bruchköbeler Schlussmann. In der 13. Minute schien der Keeper schon bezwungen-gen, doch ein Schuss von Viktorias Mittel­feldregisseur Marco Fetsch aus 18 Metern streifte nur die Oberkante der Latte. Die SGB, über weite Strecken zurück an den ei­genen Strafraum gedrängt, profitierte bei Kontern von den schnellen und ballge­wandten neuen Mittelfeldspielern und kam per Tempogegenstoß zur größten Chance der ersten Hälfte: Griesheims Tor­wart Blessing (30.) verhinderte nur mit Mühe den Führungstreffer durch Abel Desta, ehe Klotzbücher kurz vor der Pause zwei Mal im Eins-gegen-Eins-Duell mit Starck und Greindl rettete. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel klärte die SGB-Abwehr zwei gute Griesheimer Einschussgelegenheiten auf der Linie - es waren die letzten großen Chancen einer Mannschaft, der es nach dem Abgang von Patrick Stumpf zum 1. FC Kaiserslautern II an ei­nem nervenstarken Stürmer mangelte. „Bruchköbel zeigte in der Abwehrarbeit viel Können, aber auch eine gehörige Por­tion Dusel. Die Mannschaft sollte morgen unbedingt Lotto spielen", meinte Viktoria-Sprecher Erwin Erb. Doch auch sein Team war in einem temporeichen und hochklassigen Spiel mit Fortuna im Bunde, als der eingewechselte Alexander Schunck (85.) in der Schlussphase alleine auf das Tor zulief und erst in letzter Sekunde von Innenver­teidiger Tchamy Dantse am Abschluss ge­hindert wurde.
„Insgesamt müssen wir mit dem Punkt zu­frieden sein", sagte Herbert Reuter, der auf das neu zusammengestellte Mittelfeld sei­ner Elf verwies. Der sportliche Leiter der SGB sah alle Neuzugänge im Einsatz. Oz­ean Keles agierte als Spielmacher für Ur­lauber Igor Rozic, Alexander Blocher er­setzte Thomas Jäger in der Innenverteidi­gung und Kuanzambi Barssabas, Volkan Sungun sowie Osman Kubalic ackerten im Mittelfeld mit solider Leistung. (HA vom 29.07.2010) 

SG Bruchköbel: Klotzbücher-Caput, Kolodziej, Blo­cher, Nyman - Goldmann (84. Jäger), Barssabas, Keles (75. Schunck), Kubalic (69. Oukouis), Sungun - Desta. Schiedsrichter: Witzel (Wiesbaden). 

 

 
  
Top