
Kurz verabschiedet sich mit Dreierpack
Verbandsliga: SGB besiegt Darmstadt 98 II mit 4:1 und beendet die Saison auf Rang 14
Ende gut, alles gut? Das dürfte die SG Bruchköbel anders sehen. Zwar bereitete die Mannschaft des alten und neuen Trainers Thorsten Peters den Fans und Verantwortlichen gestern mit einem verdienten 4:l-Erfolg über den SV Darmstadt 98 II einen versöhnlichen Saisonabschluss. Darüber, dass auf Rang 14 der Abstieg am Wald nur knapp vermieden wurde, konnte dieser Schlusspunkt aber nicht hinwegtäuschen. Immerhin sorgte Rodney Kurz (9., 37., 68.) zum Abschied mit einem Dreierpack für Furore, Sascha Eckhardt (73.) setzte den Schlusspunkt nach 36 Verbandsliga-spielen. Vor der Partie gab es warme Worte für die zahlreichen Spieler der SG Bruchköbel, die dem Verein am Saisonende den Rücken kehren. Die Aktiven ließen dem Taten folgen. „Die Kicker, die ihre letzte Partie absolviert haben, wirkten sehr motiviert und haben sich würdig verabschiedet", lobte SGB-Sprecher Tim Protzmann und meinte damit allen voran Rodney Kurz. Nach vier Jahren am Wald zeigte der 22-Jährige, der künftig für den SSV Lindheim auf Torejagd gehen wird, noch einmal sein ganzes Können. Bereits nach neun Minuten schickte er nach sehenswertem Solo Torwart Paul Jiwan mit einer Finte auf den Boden und sorgte für das 1:0. Volkan Sungun (21.), demnächst bei der Spielvereinigung Neu-Isenburg aktiv, hätte nach Pass von Thomas Goldmann nachlegen können, drosch den Ball aus kürzester Distanz jedoch in die Wolken. Es war erneut Kurz (37.), der nach Steilpass von Sascha Eckhardt zum 2:0-Halbzeitstand einschob. Dem SV Darmstadt 98 schien die Aufstiegsfeier der ersten Garde am Vorabend noch in den Knochen zu stecken, schließlich wirkten die in den Regionalliga-Trikots aufgelaufenen Südhessen alles andere als siegeshungrig. „Vielleicht hatten sie ein Spezi zu viel getrunken", schmunzelte Protzmann. Denn auch nach dem Seitenwechsel spielte fast nur die SGB und kam wieder durch das Duo Kurz/Eckhardt (68.) zum Erfolg. Der Mittelfeldspieler hatte aufgelegt, der Stürmer im Eins-gegen-eins erneut keine Nerven gezeigt. Mit Saisontreffer Nummer zehn zog Rodney Kurz außerdem in der internen Torschützenliste mit Igor Rozic gleich. Den Schlusspunkt aus Bruchköbeler Sicht setzte Eckhardt (73.) nach zwei Vorlagen selbst. Dass neun Minuten vor Schluss der SV Darmstadt 98II durch die Abwehr der Roten brach, Jan Gebhardt Steffen Klotzbücher austanzte und Alexander Blocher vergeblich auf der Linie zu retten versuchte, tat der versöhnlichen Stimmung keinen Abbruch. Oldie Darius Kolodziej, der den Club endgültig verlassen wird, bekam seinen verdienten Abschied auf dem Rasen. „Wäre diese turbulente Saison ein Actionfilm gewesen, sprächen die Kritiker jetzt wohl von einem Happy End", formulierte es Pressesprecher Protzmann. So strahlend wie in Hollywood sehen die Helden nach Platz 14, nur 13 Siegen und der schlechtesten Torausbeute außerhalb der Abstiegszone jedoch nicht aus. (HA vom 30.05.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Kühn (73. Kolodziej), Jäger, Blocher, Goldmann - Schunck (64. Gashi), Sungun, Rozic, Schnobl, Eckhardt - Kurz (81. Erdogan) –
Tore: 1:0 Kurz (9.), 2:0 Kurz (37.), 3:0 Kurz (68.), 4:0 Eckhardt (73.), 4:1 Gebhardt (81.) - Schiedsrichter: Reisert (Rödermark) –
Gute SGB-Leistung bleibt unbelohnt
Verbandsliga: Bruchköbeler Niederlage in Alsbach
Gut gespielt und doch wieder verloren: Der SG Bruchköbel fehlt im Verbandsliga-Endspurt unter dem neuen Trainer Thorsten Peters ein bisschen das Glück. Im letzten Auswärtsspiel vor der Sommerpause musste sich die SGB dem FC Alsbach mit 3:1 (1:0) geschlagen geben. Nachdem Torjäger Horst Russ (36.) seine Farben vor der Halbzeit in Führung gebracht hatte, nutzte das Team seine Chancen nicht und wurde dafür vom Tabellenvierten bestraft. Der Klassenerhalt ist trotzdem sicher. Zu verdanken hat die SGB diese mathematische Gewissheit dem FC Bensheim. Die Mannen von der Bergstraße schössen Eintracht Oberursel gestern mit 7:0 ab und sorgten so dafür, dass der 16. die Bruchköbeler am letzten Spieltag nicht mehr einholen kann. Aufgrund der günstigen Konstellation in der Hessenliga müssen Oberursel oder der SV Geinsheim die Relegation bestreiten. Gestern zeigte die SGB über weite Strecken eine ordentliche Leistung. In einer ersten Halbzeit mit wenigen Torchancen hatte die Mannschaft den favorisierten FC Alsbach gut im Griff. Auf der anderen Seite nutzte Russ (36.) die erste Gelegenheit zur Führung: Eine Hereingabe von Sascha Eckhardt klärte Timo Seitz unbeholfen in Richtung des eigenen Torwarts. Paul Mohr konnte nur abklatschen, Russ staubte ab. Eine Minute vor der Pause zeichnete sich der Alsbacher Schlussmann aus, als er einen Freistoß von Igor Rozic parierte. „Bruchköbel hat sich extrem engagiert präsentiert", sagte FC-Sprecher Andreas Rothermel.
Die Südhessen, für die es tabellarisch um nichts mehr ging, kamen deutlich motivierter aus der Kabine. Florian Frölich (56.) ließ sich von Philipp Emig bedienen, um per Direktabnahme den 1:1-Ausgleich zu erzielen. Ein chancenloser Steffen Klotzbücher zeigte kurz darauf seine Klasse, als er einen Aslan-Freistoß (67.) abwehrte. Es folgte eine Druckphase der Bruchköbeler, die in der 77. Minute in der Führung hätte gipfeln müssen. Aus einem Chaos im Strafraum heraus schossen gleich mehrere SGB-Spieler auf den Kasten, ehe Rodney Kurz den Ball mit einem Pfostenschuss aus dem Spiel beförderte. Es war der Bruch im Spiel. Michael da Costa Pires (86.) und Wanitschek (89.) sorgten für den Alsbacher Sieg. „Bruchköbel hat am Ende einfach nicht das nötige Glück gehabt. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen", gab Rothermel zu. An der Tabellenspitze kommt noch einmal Spannung im Kampf um Relegationsplatz zwei auf. Die Sportfreunde Seligenstadt verwandelten ihren Matchball beim SV Geinsheim nicht und spielten nur 1:1. Viktoria Aschaffenburg kann somit die spielfreien Seligenstädter am letzten Spieltag mit einem Sieg mit mindestens vier Toren Differenz noch überholen. (HA vom 23.05.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher-Kühn (74. Rauch), Jäger, Blocher, Nyman - Schunck (63. Sungun), Rozic, Schnobl, Eckhardt, Kurz - Russ –
Tore: 0:1 Russ (36.), 1:1 Frölich (55.), 2:1 da Costa Pires (86.). 3:1 Wanitschek (89.) –
SGB steht dem Meister Spalier
Verbandsliga: SGB gegen Jügesheimer Aufstiegshelden nur eine Halbzeit auf Augenhöhe
Neue Besen kehren gut. Offensichtlich jedoch nur eine Halbzeit lang. Denn gegen den neuen Verbandsliga-Meister TGM/SV Jügesheim agierte die SG Bruchköbel unter dem neuen Trainer Thorsten Peters gestern nur in der ersten Halbzeit druckvoll und verlor letztlich verdient mit 2:3 (2:1). Die Tore für die Roten erzielten Kapitän Uwe Schnobl (7.) und der aus der A-Jugend beförderte Tobias Kühn. Neben einigen überraschenden Pesonalentscheidungen zeigte sich das Eingreifen Peters allen voran im neuen 4-5-1-System. Die Stimmungslage hätte kaum unterschiedlicher ausfallen können. Während die Spieler der SG Bruchköbel zum 16. Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz trotteten, ging am Wald die Jügesheimer Aufstiegsfeier los. „Ich dachte, die reißen uns den Kunstrasen ab", staunte SGB-Sprecher Tim Protzmann über den Jubel des Gegners, der für die große Meistersause zahlreiche der 300 Zuschauer mitgebracht hatte: Nachdem das Geläuf nach ausgiebiger Sektdusche gedüngt war, zündeten die mitgereisten Rodgauer bengalische Feuer und verwüsteten den Platz mit selbstgebauten Geschossen für Klopapierrollen. „Es war ein skurriler Anblick. Ich bin gespannt, wer das aufräumt", wunderte sich Protzmann über das Treiben der TGM/SV
Vor der Party hatte der dank nur zweier Saisonniederlagen und 15 Gegentoren souveräne Verbandsliga-Meister Jügesheim eine seiner schwächeren Partien gezeigt. Das lag nicht zuletzt an der SG Bruchköbel, deren Spiel taktisch wie nicht anders zu erwarten noch viel von der Handschrift des Edgar Nix trug. Personell brachte Thorsten Peters jedoch seine eigenen Ideen in die Mannschaft ein: A-Jugend-Spieler Tobias Kühn stand als Ersatz für den suspendierten Cem Caput auf der rechten Abwehrseite in der Startformation. Für etablierte Kicker wie Alexander Schunck, Rodney Kurz und Darius Kolodziej war im neuen 4-5-1-System kein Platz mehr. „Ich wollte Igor Rozics Kreativität fördern und ihn als klassischen Spielermacher einsetzten", erklärte Peters seinen Grundgedanken und stellte hinter dem altgedienten Regisseur Uwe Schnobl und Alexander Blocher in einer Doppelsechs auf. Dazu brach der ehemalige Trainer der zweiten Mannschaft verhärtete Fronten auf: Thorsten Peters holte den in Folge des Streites im Winter in die Reserve vorbannten Michele Pascarella zurück. „Ich muss die Leistungen, die Spieler in der Kreisoberliga gebracht haben, genauso berücksichtigen", erklärte er diese Maßnahme und verwies darauf, dass er sich aus genau diesem Grund auch für Tobias Kühn entschieden habe - ein Glücksgriff, wie sich spätestens nach 24 Minuten zeigen sollte. Zuvor glückte dem angehenden Meister aus Rodgau jedoch ein Fabelstart, bei dem Angreifer Patrick Hofmann (5.) die rote Defensive nicht gut aussehen ließ. Nach einem Solo durch die Mitte schob er zum frühen 0:1 ein, ehe die SGB nur 120 Sekunden später zurückschlug. Eine lange Ecke von Rozic drückte Schnobl (7.) am langen Pfosten über die Linie. Es folgte der große Auftritt des aufgerückten A-Juniors Kühn, der von Horst Russ bedient Torwart Jordanic aus spitzem Winkel überlegt überwand. „Das Tor war das i-Tüpfelchen. Defensiv hat er seine Sache gut gemacht und auf Anhieb mit den Mitspielern harmoniert", lobte Peters. Weniger erfreut war der neue Trainer über große Chancen, mit denen Volkan Sungun (31.) und kurz darauf Russ fahrlässig umgingen.
In der zweiten Halbzeit zog Jügesheim sein Spiel deutlich besser auf und kam verdient, wenn auch kurios zum Ausgleich. Khalibar Amani traf das Lattenkreuz, der Ball sprang von der Torlinie wieder heraus. Der Nachschuss des TGM/SV-Spielers donnerte erneut ans Gebälk, wieder prallte das Leder von der Kreidemarkierung ab und zurück ins Spielfeld. Während alle 22 Akteure munter weiter spielten, hatte Schiedsrichter Panzer längst das Notizbuch in der Hand und notierte den 2:2-Ausgleich. „Trainer Lars Schmidt wusste nicht, was los war und hat beim Unparteiischen nachfragen müssen", berichtete Protzmann. Aluminium-Spezialist Amani (81.) traf danach erneut den Pfosten, erzielte aber mit dem Nachschuss den 2:3-Endstand - dieses Mal hatte es jeder auf Anhieb verstanden. „Schade. Wir haben in der zweiten Hälfte zu sehr auf Entlastung durch hohe Bälle vertraut", haderte Peters, dessen Team nun auf Rang 15 rangiert und weiter sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat. (HA vom 16.05.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Kühn, Jäger, Blocher, Nyman - Sungun (46. Boekenkamp), Rozic, Schnobl (82 Kurz), Gashi (63. Pascarella), Eckhardt - Russ
Tore: 0:1 Hofmann (5.), 1:1 Schnobl (7.), 2:1 Kühn (24.), 2:2 Amani (64.), 2:3 Amani (81.) - Schiedsrichter: Panzer (Langgöns) -
01.05.2011 - Nächster Knall in Bruchköbel
Verbandsliga: SGB steht ohne Sportlichen Leiter da und nähert sich wieder Abstiegszone
Ruhe ist bei der SG Bruchköbel in dieser Saison ein Fremdwort. Sportlich taumelt der Verbandsligist nach der gestrigen l:2-Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten Sportvereinigung Dietesheim wieder der Abstiegszone entgegen. Danach überraschte Andreas Fritsch mit der Ankündigung, sein Amt als Sportlicher Leiter mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Die Nachricht traf den gesamten Verein inklusive Spielern und Trainern völlig unerwartet. Vier Wochen vor dem Saisonende steht die abstiegsbedrohte SGB nicht nur ohne Mannschaft für die neue Saison, sondern plötzlich auch ohne Sportchef da.
Die Partie gegen Dietesheim hatte viel Dramatik zu bieten, das Schauspiel nach dem Abpfiff noch mehr. Andreas Fritsch und Trainer Edgar Nix diskutierten minutenlang auf dem Rasen, ehe der Sportliche Leiter die Inhalte der Unterhaltung öffentlich machte. „Ich trete mit sofortiger Wirkung von meinem Amt zurück", sagte Fritsch gefasst und wollte sich zu den näheren Umständen zunächst nicht äußern. Er werde Ende nächster Woche für alle Auskünfte bereit stehen, versprach er und rang sich doch noch zu einem Satz durch: „Damit keine Gerüchte aufkommen, möchte ich betonen, dass meine Entscheidung nichts mit den Spielern oder der Mannschaft zu tun hat." Anschließend unterrichtete er in der Kabine die Kapitäne über seinen Rücktritt. Vor dem Vereinsheim staunte Edgar Nix nicht schlecht: „Das kam völlig überraschend. Andreas' Abschied tut mir persönlich sehr leid", so der Übungsleiter in einer ersten Reaktion. Nix wurde schnell klar, welche Konsequenzen drohen. „Der Zeitpunkt ist alles andere als optimal. Schließlich stecken wir mitten in den Spielergesprächen und wollen ein schlagkräftiges Team für die kommende Saison aufbauen", sagte der Trainer, der nun wohl selbst mit den Akteuren sprechen muss. Dass diese Aufgabe im Moment alles andere als einfach ist, zeigten die Reaktionen der Aktiven wenige Minuten zuvor. Nach dem Abpfiff brüllte Cem Caput auf dem Weg in die Kabine einen Zuschauer an, der offenbar einige kritische Worte über die schlechte Leistung verloren hatte: „Du hast doch keine Ahnung von Fußball."
Der Anlass für den verbalen Ausbruch des Linksverteidigers waren zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. In Durchgang spielte sich am Wald Sommerfußball der lauesten Sorte ab. Die einzige nennenswerte Torchance resultierte aus einem groben Patzer des Dietesheimer Torwarts Jens Schlund, aus dem Rodney Kurz (43.) jedoch kein Kapital schlug.
Nach der Pause spielte die Sportvereinigung Dietesheim wesentlich offensiver und kam durch einen Volleyschuss des völlig alleingelassenen Patrick Griehl (55.) zur bis dahin größten Torchance. Daniel Nyman warf sich in den Torpedo und erwischte den Ball unglücklich mit der Hand. Den Elfmeter verwandelte Nicolas Geyer souverän zum 1:0. Die SGB wirkte jetzt wacher und schlug nur acht Minuten später per Musterspielzug zurück. Langer Ball auf Horst Russ, Kopfballablage, Direktabnahme Igor Rozic - der Ausgleich.
Die Freude währte nicht lange, weil ausgerechnet der in dieser Saison so starke Steffen Klotzbücher einen kapitalen Fehler machte. Statt einen Rückpass seitlich zu klären, donnerte der Torwart dem vor ihm stehenden Mesut Bayram den Ball ins Gesicht. Den Abpraller erreichte der Dietesheimer nicht, trotzdem foulte Klotzbücher. Schiedsrichter Kunold lag mit seiner Elfmeterentscheidung erneut richtig, hätte dem SGB-Schlussmann aber statt Gelb eigentlich Rot wegen Notbremse zeigen müssen. Geyer (67.) war's egal: Mit einer Kopie seines ersten Treffers vom Punkt brachte er den Sieg unter Dach und Fach. Die Bruchköbeler versiebten anschließend noch eine Reihe von Chancen. „Es war ein schlechtes Spiel. Wir waren einfach nicht aggressiv genug und haben verdient verloren", bilanzierte Edgar Nix, der mit seinem Team in der Tabelle auf Rang zwölf fiel. Der FV Bad Vilbel und Eintracht Wald-Michelbach konnten mit Siegen wichtigen Boden im Tabellenkeller gut machen und sind nun wieder in Schlagdistanz zur SGB. Deren Polster auf Wackelplatz 15 beträgt nur noch drei Punkte. An den letzten drei Spieltagen müssen die Bruchköbeler gegen drei Vereine aus den Top sieben ran. (HA vom 02.05.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Schunck (62. Schnobl), Gashi (88. Boekenkamp), Blocher, Rozic - Kurz, Russ –
Tore: 0:1 Geyer (55./Handelfmeter), 1:1 Rozic (63.), 1:2 Geyer (66./Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Kunold (Frankfurt) -
SGB: Nächster Schritt zum Klasserhalt
Verbandsliga: Russ erlöst Bruchköbeler beim 1:0 gegen Ober-Roden - Torwart Klotzbücher kündigt Abschied an
Die SG Bruchköbel hat einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf der Verbandsliga Süd gefeiert. Zu Hause besiegte die Mannschaft von Edgar Nix den Tabellenletzten Germania Ober-Roden mit 1:0 (0:0) und war dabei über weite Strecken die bessere Mannschaft. Der entscheidende Treffer durch Winter-Neuzugang Horst Russ (79.) ließ jedoch lange auf sich warten. Torwart Steffen Klotzbücher verkündete nach dem Schlusspfiff, die SGB im Mai definitiv zu verlassen. Wohin ihn sein Weg führt, ließ der 31-Jährige offiziell noch offen.
Es sah bereits so aus, als hätte sich die SGB an Ober-Roden die Zähne ausgebissen. Nur ein gefährlicher Torschuss in der zweiten Hälfte stand zu Buche: Den Versuch aus der Distanz von Burim Gashi hatte Torwart Daniel Soldevilla Barranco jedoch mustergültig entschärft. Dann setzte sich eben dieser Gashi in der 79. Minute auf der linken Seite durch, flankte scharf und fand den Knipser vom Dienst, Horst Russ. Zuvor oft einen Schritt zu spät oder mit mangelndem Fortune im Abschluss, zeigte der Stürmer bei dieser Gelegenheit seine Routine und Klasse: Per Volleyschuss markierte Russ gegen seinen Ex-Club das 1:0. „Fußball kann so einfach sein", schnaufte ein sichtlich erleichterter Gashi nach dem Schlusspfiff durch. Ober-Roden warf in der Folge noch mal alles nach vorne, konnte außer einem von Steffen Klotzbücher parierten 25-Meter-Hanimer durch Marcel Berger aber nichts mehr ausrichten.
Dass die Punkte vor nur 80 Zuschauern nicht schmeichelhaft, sondern redlich verdient waren, war auf die erste Halbzeit zurückzuführen. Eine halbe Stunde lang rollte die SGB im Expresstempo auf das Ober-Rodener Tor zu. Doch egal ob durch Alexander Blocher per Distanzschuss (10.) oder Rodney Kurz (14.) aus spitzem Winkel - der starke Germania-Schlussmann brachte immer eine Hand an den Ball. Auch, als in der 23. Minute ein Scheibenschießen begann: Rozic aus der Halbdistanz, Eckhardt per Kopfball, Kurz im Nachschuss - das Leder wollte einfach nicht über die Linie. „Danach haben wir den Faden verloren", haderte Klotzbücher angesichts zahlreicher Ballverluste im Aufbauspiel, die dem Gegner sichtbar Mut machten. Erst stoppte Thomas Jäger den schnellen Enrico Puglisi (36.) mit einem riskanten Tackling im Strafraum, dann prüfte Sebhat Kahsay (38.) den SGB-Torwart. Germania Ober-Roden muss unmittelbar nach dem Abstieg aus der Hessenliga wohl auch den bitteren Gang in die Gruppenliga antreten. Dem langjährigen Oberligisten aus Rödermark fehlen bei fünf noch ausstehenden Partien zwölf Punkte auf das rettende Ufer. „Ein Traditionsverein auf dem traurigen Weg nach unten", meinte der Bruchköbeler Schiedsrichterbetreuer Horst Schlimme am Spielfeldrand, durfte sich aber über den sportlichen Erfolg seines eigenen Vereins freuen. Nach dem l:0-Erfolg steht die SGB in der Tabelle weiter auf Rang elf und hat den Abstand auf den Relegationsplatz fünf Zählerausgebaut. Die Konkurrenz der Bruchköbeler schläft allerdings nicht: Eintracht Oberursel besiegte den SV Geinsheim mit 1:0, Kickers Obertshausen schlug die Usinger TSG mit 3:1. Bereits am Mittwoch hatte der KSV Klein-Karben gegen die Spielvereinigung Oberrad seine Erfolgsserie mit einem 3:2 fortgesetzt. „Wir brauchen nächste Woche gegen die Sportvereinigung Dietesheim einen Sieg, dann sind wir dem Nichtabstieg einen entscheidenden Schritt näher", meinte Steffen Klotzbücher. Der Torwart erteilte dem Gerücht, er würde nächste Saison für den SSV Lindheim auflaufen, eine Absage. „Ich werde aber definitiv nicht in Bruchköbel bleiben", bestätigte er auf HA-Nachfrage. Im Gespräch bleibt ein Wechsel zu Bayern Alzenau. Auch Viktoria Aschaffenburg soll ein Kandidat sein.
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput. Kolodziej, Jäger (70. Schnobl), Nyman - Eckhardt (78. Schunck), Gashi, Blocher, Rozic, Kurz - Russ - Tor: 1:0 Russ (79.) - Schiedsrichter: Stübing (Gründau) (HA vom 23.04.2011)
Obertshausen niedergerungen
Verbandsliga: SG Bruchköbel setzt Konkurrenz im Abstiegskampf unter Druck
Verbandsligist SG Bruchköbel ist wieder oben auf. Nach zwei Niederlagen in Folge konnte die Mannschaft von Edgar Nix gestern Abend einen verdienten 3:2-Sieg über Kickers Obertshausen bejubeln. Die Treffer der Roten besorgten Horst Russ (39.), Rodney Kurz (49.) sowie der überragende Igor Rozic (59). Bevor die Konkurrenz im Laufe des Wochenendes nachziehen kann, schob sich die SGB mit dem elften Saisonerfolg auf Rang elf der Tabelle und legte fünf Punkte zwischen sich und die Abstiegsränge. In den ersten 25 Minuten hatte es jedoch nicht nach einem Bruchköbeler Befreiungsschlag ausgesehen. Im Gegenteil: Kickers Obertshausen dominierte die Szenerie und war durch Topstürmer Daniele Fiorentino jederzeit torgefährlich. Der pfeilschnelle Angreifer kam in der 17. Minute aus der Drehung mit einem gefühlvollen Heber über den chancenlosen Torwart Klotzbücher zum Erfolg - ein echtes Traumtor. Bereits zuvor hätte Fiorentino für die Führung sorgen können, scheiterte aber erst am SGB-Schlussmann und dann an dem auf der Linie rettenden Gern Caput. Das Obertshausener Tor geriet in der ersten halben Stunde kaum in Gefahr, weil der SGB zu viele Patzer im Spielaufbau unterliefen - selbst der erfahrene Burim Gashi war vor Fehlpässen nicht gefeit. Erst Alexander Schunck im Eins-gegen-eins und Thomas Jäger per Kopf beschäftigten Keeper Themistoklis Petridis. Horst Russ (39.) brach den Bann für eine sukzessiv bessere SGB: Einen langen Pass in den Lauf verwertete der Torjäger mit einer trockenen Direktabnahme, die genau neben dem Pfosten einschlug. Für den angeschlagenen Linksverteidiger Daniel Nyman hatte Nix kurz zuvor Mittelfeldspieler Igor Rozic - ein echter Glücksgriff. Während Sascha Eckhardt auf die ungeliebte Außenposition in der Viererkette rückte, wirbelte der Ex-Regisseur im Zentrum wie in vergangenen Tagen. Rozic (43.) hätte von Russ mustergültig bedient mit einem Schuss aus der Halbdistanz bereits kurz nach seiner Einwechslung für die Bruchköbeler Führung sorgen können. Die SGB nahm den Schwung jedoch mit in die Kabine und knüpfte nach dem Seitenwechsel an die starken Minuten der ersten Hälfte an. Rodney Kurz (47.), an diesem Abend verstärkt auf der linken Seite aktiv, machte aus dem Momentum Zählbares. Im Stile eines Arjen Robben zog der Stürmer von der Außenbahn nach innen und netzte mit einem Halbdistanz-Schuss ein. Zwölf Minuten später war Kurz erneut an einem Tor der Roten beteiligt. Seine Hereingabe wurde von der Kickers-Abwehr abgefälscht, Rozic (59.) schaltete am schnellsten und drückte das Leder über die Torlinie. „Igor war heute unser bester Mann", stellte Abwehrspieler Thomas Jäger fest. Das 3:1 bedeutete noch nicht die Entscheidung, schließlich kamen die Gastgeber ab der 70. Minute wieder auf. Obwohl Jäger und Innenverteidigerkollege Darius Kolodziej den brandgefährlichen Fiorentino immer besser in den Griff bekamen, hatte Klotzbücher wieder alle Hände voll zu tun. Trotz des Anschlusstreffers durch Giuseppe Messinese (75.) reichte es für die Kickers nicht mehr zum Punktgewinn. (HA vom 16.04.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman (34. Rozic) - Eckhardt, Gashi, Blocher, Schunck (90. Sungun), Kurz (83. Schnobl) - Russ.
Tore: 1:0 Fiorentino (17.), 1:1 Russ (39.), 1:2 Kurz (47.). 1:3 Rozic (59.), 2:3 Messinese (73.) - Schiedsrichter: Willmann (Altheim) –
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Prechtel (Obertshausen) wegen groben Foulspiels.
Elan und Glück fehlen; Verbandsliga: SG Bruchköbel nach 0:1 gegen Seligenstadt in akuter Abstiegsgefahr
Nach einem Zwischenhoch gerät die SG Bruchköbel im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd wieder ins Straucheln. Gestern kassierten die Roten auf dem Sportfeld am Wald die zweite Heimniederlage in Folge und unterlagen den Sportfreunden Seligenstadt mit 0:1 (0:1). In einer insgesamt schwachen Partie erzielte der französische Gäste-Angreifer Damien Letellier (43.) mit einer gehörigen Portion Glück den Siegtreffer. Weil die Konkurrenz im Keller kräftig punktete, wird der Klassenerhalt für die SGB wieder zum Drahtseilakt. Die direkten Abstiegsränge, die nach der Siegesserie im März schon abgehakt schienen, sind nur noch zwei Punkte entfernt. „Im Stile einer Spitzenmannschaft" nannte es SGB-Sprecher Tim Protzmann - das verdiente, an diesem Nachmittag aber wenig schmeichelhafte Prädikat für den Tabellenvierten Sportfreunde Seligenstadt. Die Gäste nutzen in der 43. Minute ihre einzige hochkarätige Torgelegenheit zum 1:0 durch Damien Letellier, den Mitspieler Daniel Cheron mit einem sehenswerten Seitenwechsel in Szene gesetzt hatte. Der Flügelstürmer lief aus spitzem Winkel auf das Bruchköbeler Tor zu und schoss den chancenlosen Torwart Steffen Klotzbücher an, der Ball trudelte über die Linie. Die Führung hielt bis zum Schlusspfiff. „Weil unserer Mannschaft der Elan der letzten Begegnungen fehlte, um ernsthaft dagegenhalten zu können", erklärte Protzmann. Immerhin verstanden es die Roten, die latente Kontergefahr des Gegners über Tobias Leis und Torschütze Letellier zu bannen - angesichts der Seligenstädter Führung ein mehr als schwacher Trost. Für die Höhepunkte aus Bruchköbeler Sicht sorgte einmal mehr das Duo Sascha Eckhardt und Horst Russ. Kurz nach Anpfiff stand der Mittelfeldspieler frei vor dem gegnerischen Kasten und wäre mit einem Torabschluss wohl besser bedient gewesen als mit seinem missglückten Pass auf Russ. Auch sonst fehlte in den entscheidenden Situationen die nötige Feinabstimmung. Etwa in der 78. Minute, als die SGB in Überzahl die größte Chance der gesamten Partie liegen ließ. Eckhardts Torschuss war von der Sportfreunde-Verteidigung mit vereinten Kräften abgewehrt worden, als der Abpraller Russ an der Strafraumkante vor die Füße fiel. Statt überlegt einzuschieben, drosch der Torjäger das Leder zehn Meter über den Kasten. Zuvor hatten sich die Seligenstädter dezimiert, weil Außenverteidiger Kai Althaus erst für ein Foul Gelb sah und anschließend wie ein Rohrspatz meckerte - die Ampelkarte war fällig. „Es lag heute an der Chancenverwertung und daran, dass uns das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat", meinte Abwehrspieler Darius Kolodziej. „Ein 1:1 wäre verdient gewesen, ein Sieg gegen ein Spitzenteam nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit sogar möglich", bilanzierte der Routnier. Zwar bleiben die Bruchköbeler auch nach der Niederlage auf Tabellenplatz 13, jedoch braut sich im Keller eine brisante Konstellation zusammen. Während drei Vereine bereits für die Gruppenliga planen dürfen, balgt sich die halbe Liga um ein beziehungsweise zwei weitere Abstiegsränge - je nach Tabellenstand in der Hessenliga. Die Konkurrenz sitzt der SGB mehr denn je im Nacken: Bereits am Freitag hatte der KSV Klein-Karben seine Erfolgsserie mit einem 2:1 über Kickers Obertshausen fortgesetzt, am Sonntag legte dann Eintracht Oberursel, das ebenfalls mit 2:1 gegen die Sportvereinigung Dietesheim erfolgreich war, nach. Beide Clubs sind mit einem beziehungsweise zwei Punkten Rückstand auf die Nix-Elf in Schlagdistanz gerückt, der spielfreie FV Bad Vilbel hat ebenfalls nur einen Zähler weniger auf dem Konto und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. „Ich mache mir keine Sorgen um den Klassenerhalt, weil die Qualität da ist. Wir können in der Liga jeden schlagen", gab sich Kolodziej optimistisch. Immerhin verpassten es sowohl Eintracht Wald-Michelbach als auch die Spvgg. 03 Neu-Isenburg am Wochenende, sich von der SGB abzusetzen. (HA vom 11.04.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Jäger, Blocher, Nyman - Schunck (68. Kolodziej), Gashi, Rauch, Eckhardt - Russ, Kurz (66. Sungun) –
Tor: 0:1 Letellier (43.) - Schiedsrichter: Muschik (Hünfeld) - Besonderes Vorkommnis: Geld-Rot für Althaus (Seligenstadt) wegen Meckerns (72.) -
Zu acht gehen die Punkte flöten
Verbandsliga: Drei Platzverweise bringen SGB um Erfolgschance beim 2:3 gegen Karben
Die Abstiegsängste der SG Bruchköbel schienen schon fast verdrängt. Nach der 2:3-Heimniederla-ge gegen den KSV Klein-Karben ist die Situation für den Verbandsligisten wieder bedrohlicher. Tore von Igor Rozic (15.) und Burim Gashi (59.) per Foulelfmeter reichten der SGB nicht zu einem Punktgewinn, weil die Leistung insgesamt zu schwankend war. Dass mit Cem Caput, Alexander Schunck und Gashi gleich drei Bruchköbeler Gelb-Rot sahen, kostete den Gastgebern die letzten Erfolgschancen. Als Schiedsrichter Michael Wilhelm die Partie abpfiff, war die Kabine der SGB bereits gut gefüllt. Drei Bruchköbeler hatte der Unparteiische innerhalb der letzten Viertelstunde mit der Ampelkarte vom Platz geschickt. Erst sah Ex-Kapitän Cem Caput (75.) die Ampelkarte wegen eines eher harmlosen Vergehens im Mittelfeld, dann mussten Alexander Schunck (82.) und Burim Gashi (88.) nach taktischen Fouls das Feld verlassen. „Der Referee ist im ersten Durchgang sehr großzügig mit Verwarnungen umgegangen. Der KSV hat das ausgenutzt und unsere Mannschaft in der Schlussphase geschickt zu Fouls verleitet", meinte SGB-Sprecher Tim Protzmann.
Über weite Strecken hatte es nicht so ausgesehen, dass es so weit kommen würde. Die SGB dominierte vom Anstoß weg das Spielgeschehen und ging in der 15. Minute verdient in Führung. Igor Rozic netzte nach einer herrlichen Vorlage von Sascha Eckhardt ein. Der Mittelfeldspieler bediente kurz darauf auch Horst Russ, der für eine höhere Führung hätte sorgen können. Insgesamt blieb der zuletzt gegen Neu-Isenburg starke Neuzugang aber blass, auch weil der Schiedsrichter den Körpereinsatz des bulligen Angreifers häufig abpfiff.
Bis kurz vor der Pause hatte Klein-Karben keine nennenswerten Torchance - bis Caput sich mit einem Foul im Strafraum seine erste Gelbe Karte und seiner Mannschaft einen Elfmeter einhandelte. Florian Decise (41.) verwandelte und hauchte den Karbenern wieder Leben ein. Die SGB wirkte nun verunsichert. Michell Andre Rauch und Daniel Nyman ließen sich austanzen, und All El Fechtali (45.+1) brachte den Hessenliga-Absteiger aus der Wetterau noch vor der Pause in Führung. Der KSV machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo er aufgehört hatte: El Fechtali (48.) verlangte Torwart Klotzbücher sein ganzes Können ab. Dann stellte sich ein zunehmend selbstsichereres Klein-Karben selbst ein Bein: Der Ex-Alzenauer Kerem Kaya foulte Rozic im Sechzehner, der Schiedsrichter verhängte den zweiten Strafstoß des Nachmittags. Gashi, der in der Defensive erneut eine ansprechende Leistung bot, verwandelte sicher zum Ausgleich. Fortan lief der Ball wieder besser durch die Reihen der Hausherren. Schunck (67.) hatte bei einem Schuss an die Latte jedoch nicht das nötige Fortune. Statt des erlösenden Treffers folgte die Kartenflut und der Siegtreffer der Gäste, den Adrian Bitiq vier Minuten vor Schluss gegen neun Bruchköbeler erzielte. In der Tabelle rutschte die SGB wieder auf Platz 13 ab. Der Sicherheitsabstand auf den KSV Klein-Karben, der aktuell den Relegationsrang belegt, ist auf vier Zähler zusammengeschmolzen. Gut für Bruchköbel: Mit dem FV Bad Vilbel und Eintracht Oberursel verloren zwei Tabellennachbarn ebenfalls. Gewinner im Abstiegskampf waren am Wochenende Kickers Obertshausen, der FC Bensheim und SC Viktoria Griesheim, die sich mit Siegen Luft verschaffen konnten. (HA vom 04.04.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Rauch, Rozic, Gashi, Eckhardt -Schunck, Russ Tore: 1:0 Rozic (15.), 1:1 Decise (41./Foulelfmeter), 1:2 El Fechtali (45.+1), 2:2 Gashi (59./Foulelfmeter), 2:3 Bitiq (86.) – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten für die Bruchköbeler Caput (75.), Schunck (82.) und Gashi (88.) - Schiedsrichter: Wilhelm (Eichenzell) -
Kantersieg verpasst
Verbandsliga: SG Bruchköbel bezwingt Neu-Isenburg 2:0 - Burim Gashi dreht auf
Die SG Bruchköbel ist zurück in der Erfolgsspur der Verbandsliga. Die Truppe von Edgar Nix siegte gestern Abend auf dem Sportfeld am Wald mit 2:0 (0:0) gegen die Spielvereinigung 03 Neu-Isenburg. Die Treffer erzielten die Winterneuzugänge Horst Russ (11.) und Burim Gashi (82.) per Foulelfmeter. Eine insgesamt starke Mannschaftsleistung der Roten schmälerte nur die mangelhafte Chancenverwertung. In der Tabelle rückt die SGB auf Rang elf vor und hat auf die sicheren Abstiegsränge bereits acht Punkte Vorsprung. Die SGB startete mit großem Elan in die Partie: Russ hätte bereits in der 6. Minute für die frühe Führung sorgen können, ehe der Stürmer kurz darauf Nägel mit Köpfen machte. Von Sascha Eckhardt mit einer präzisen Flanke an den langen Pfosten bedient, nickte Russ (11.) den Ball aus fünf Metern zum 1:0 ein. Mit der Führung im Rücken erspielten sich die Bruchköbeler eine ganze Reihe hochkarätiger Chancen: Der insgesamt starke Igor Rozic (16.) scheiterte mit einem Gewaltschuss am gut aufgelegten Torwart Philipp Mombauer, Alexander Blocher (24.) aus acht Metern an den eigenen Nerven und erneut Russ (37.) an der peniblen Art des Schiedsrichters, der in einem normalen Luftkampf ein Foul des Angreifers erkannt hatte. Es war erneut Keeper Mombauer, der die Neu-Isenburger mit der Abwehr eines Freistoßes aus 25 Metern von Cem Caput (42.) vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte. „Wir hätten das 2:0 nachlegen müssen", sagte SGB-Sprecher Michael Kwasniok über eine erste Halbzeit, in der Neu-Isenburg zwar keine Torchancen hatte. Dennoch hielt die Spielvereinigung überraschend gut mit und parkte den Mannschaftsbus nicht wie erwartet im eigenen Strafraum. Im Ansatz gute Kombinationen im Mittelfeld erstickte jedoch das SGB-Pressing um den überzeugenden Burim Gashi. Der Toptorjäger der Gäste, Nick Janovsky, war völlig abgemeldet und hatte auch nach dem Seitenwechsel wenig zu lachen, schließlich erreichten ihn die zahlreichen langen Bälle aus der Abwehr nur in den seltensten Fällen. Dann sah er auch noch mit an, wie Mitspieler Buschmann (49.) überhastet aus 20 Metern verzog und Steffen Klotzbüchers (53.) mittels Großtat gegen einen Torpedo von El-Issami rettete. Das Strohfeuer des Tabellenachten war spätestens dann abgebrannt, als erneut Caput (56.) sowie der nach einem Eckball aufgerückte Jäger (65.) scheiterten. Obwohl die SGB permanent bemüht war, mit dem 2:0 aus dem Spiel heraus für die Entscheidung zu sorgen, bedurfte es für den endgültigen K.o. einer Standardsituation. Nachdem Daniel Nyman an der Strafraumkante zu Fall gebracht worden war, krönte Gashi (82.) seine beste Leistung im SGB-Trikot mit einem verwandelten Foulelfmeter. Die Neu-Isenburger, die durch drei Kopfbälle ihres Kapitäns Martin Reyschmidt noch Chancen auf den Anschluss hatten, setzten einen unschönen Schlusspunkt: Direkt am Bruchköbeler Strafraum holte Dennis Schwarz den ballführenden Innenverteidiger Darius Kolodziej brutal von den Beinen. Der SGB-Routinier konnte nicht weiterspielen und droht für die Partie gegen den KSV Klein-Karben am Wochenende auszufallen. (HA vom 31.03.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Eckhardt, Rozic, Gashi, Blocher (90. Rauch) - Russ (78. Kurz), Schunck (84. Sungun) Tore: 1:0 Russ (11.), 2:0 Gashi (82., Foulelfmeter) -Schiedsrichter: Hartmann (Dieburg)
Klotzbücher hält alles
Verbandsliga: SG Bruchköbel kontert sich zum 3:0 bei Eintracht Oberursel
Die SG Bruchköbel hat ihre Negativserie auf fremden Plätzen gestoppt. Bei Tabellennachbar Eintracht Oberursel siegte die Mannschaft von Edgar Nix mit 3:0 (0:0). Allerdings war die Partie allen voran wegen einer komplett verschlafenen ersten Halbzeit der Roten deutlich enger, als es das Ergebnis ausdrückte. Dass Tore von Rodney Kurz (48.), Igor Rozic (70.) und Michele Pascarella (88.) zum ersten Auswärtserfolg seit fast fünf Monaten genügten, war einem überragenden Steffen Klotzbücher zu verdanken. Der Bruchköbeler Torwart parierte nicht nur einen Elfmeter, sondern demonstrierte über 90 Minuten seine ganze Klasse.
Ihre beste Chance des ersten Durchgangs ließ die SGB bereits nach 60 Sekunden liegen. Alexander Schunck hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, Rodney Kurz die flache Hereingabe mit dem langen Bein verpasst. Dass der Topstürmer überhaupt spielte, war angesichts seiner öffentlichen Kritik am Trainer, die er am Samstag geübt hatte, nicht zu erwarten. „Ich habe die Aussagen als nicht so tragisch empfunden", gab sich Andreas Fritsch gelassen. Weniger cool blieb der Sportliche Leiter, als er das Auftreten seiner Mannschaft in den folgenden 44 Minuten sah: Schläfrig und ohne Elan ließen die Bruchköbeler den Gegner gewähren. Oberursel trat spielerisch limitiert auf, bot jedoch leidenschaftlichen Abstiegskampf. Gegen den drohenden Rückstand stemmte sich nur Steffen Klotzbücher, der die Eintracht-Offensive zur Verzweiflung brachte. Die Hände und Füße des 31-jährigen Torwarts schienen überall zu sein, schließlich entschärfte Klotzbücher Großchancen im Minutentakt. „Für diese Leistung finde ich keine Worte", meinte ein begeisterter Fritsch.
Nach dem Seitenwechsel schien die SGB dann die innere Uhr auf Sommerzeit umgestellt zu haben, schließlich wirkten die Roten präsenter und legten erhöhte Laufbereitschaft an den Tag. Kurz setzte sich im Mittelfeld durch und schob im Eins-gegen-eins mit dem Schlussmann zum 1:0 ein. Doch es drohte neues Ungemach: Volkan Sungun (55.) kassierte eine völlig überflüssige Gelb-Rote Karte wegen Ballwegschlagens, ehe Schiedsrichter Blankenburg nur eine Minute auf den Punkt im Bruchköbeler Strafraum zeigte. Schunck sollte einen Mitspieler im Kopfballduell gestoßen haben. Doch Steffen Klotzbücher war an diesem Tag auch beim Elfmeter nicht zu bezwingen. Er hielt den Versuch von Stein und brach damit die Moral der Oberurseler, deren Angriffsbemühungen in der Folge an Intensität verloren. Die SGB verlegte sich auf das Kontern und war durch Igor Rozic (70.) ein weiteres Mal erfolgreich. Den Schlusspunkt setze der eingewechselte Michele Pascarella - ebenfalls per Tempogegenstoß. Der Schuss zum 3:0 war der erste Ballkontakt des Innenverteidigers.
In der Tabelle macht die SG Bruchköbel einen Sprung auf Rang 13 und hat damit wie der vier Punkte Vorsprung auf den Wackelplatz 15. Vorbeigezogen sind die Roten damit nicht nur an Gegner Oberursel, sondern auch am FV Bad Vilbel. Die Sprudelstädter blieben auch nach der Entlassung von Trainer Andreas Pfaff beim 1:1 gegen Kickers Obertshausen sieglos. Gut für die SGB: Auch Eintracht Wald-Michelbach und die Usinger TSG verloren ihre Partien. Im Tabellenkeller zogen der KSV Klein-Karben, der bereits am Freitag ein 1:0 über die Sportfreunde Seligenstadt feiern konnte, sowie der SV Geinsheim mit einem sensationellen 2:1 über Tabellenführer FC Alsbach mit. (HA vom 28.03.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Eckhardt - Schunck (88..Pascarella), Gashi, Blocher, Sungun - Rozic (85. Rauch) - Kurz –
Tore: 0:1 Kurz (48.), 0:2 Rozic (70.), 0:3 Pascarella (88.) - Schiedsrichter: Blankenburg (Sprendlingen)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Sungun (SGB) wegen Ballwegschlagens (55.), Klotzbücher hält Foulelfmeter von Stein (56.) –
Kurz wird zum Glücksgriff
Verbandsliga: SGB rehabilitiert sich bei 4:l-Sieg über FV Bad Vilbel
Auf dem heimischen Sportfeld am Wald ist die SG Bruchköbel eine Macht. Das stellten die Spieler von Edgar Nix am Samstag im Duell mit dem FV Bad Vilbel einmal mehr unter Beweis. Die Roten siegten auch in dieser Höhe verdient mit 4:1 (3:0). Den Torreigen eröffneten Volkan Sungun (16.) und Alexander Schunck (31.), ehe der wiedergenesene Rodney Kurz (79. und 84.) bei seiner Rückkehr in die Startelf einen Doppelpack schnürte. Einziger Wermutstropfen: Kapitän Uwe Schnobl verletzte sich am Sprunggelenk. Als Stürmer Horst Russ nach dem Warmmachen signalisierte, er könne nicht spielen, war das ein Glücksfall für die SGB. Den von Adduktorenproblemen geplagten Angreifer ersetzte Edgar Nix kurzfristig durch Rodney Kurz. Und der feierte ein furioses Startelf-Comeback. Mit genügend Luft für 90 Minuten schlug der 22-Jährige gleich zweimal zu. Erst bediente ihn Sascha Eckhardt mit einem Traumpass (79.), den Kurz mit einem präzisen Flachschuss zum 3:0 verwandelte. Wenig später eroberte er sich selbst den Ball im Mittelfeld, raste den Gegenspielern beim Tempogegenstoß davon und tanzte Torwart Robert Cue vor dem 4:0 aus - Saisontor Nummer fünf für den verletzungsgeplagten Bruchköbeler Topangreifer, der mit einer starken Leistung ernsthafte Ambitionen auf die Startformation anmeldete.
Schnobl verletzt sich auf kuriose Weise
Doch auch andere Kicker betrieben an diesem Nachmittag Werbung in eigener Sache. Von Anfang an spielte die Mannschaft druckvoll und drängte sichtbar verunsicherte Bad Vilbeler an den eigenen Strafraum zurück. In der 16. Minute trug die neue Intensität im Spiel der SGB erstmals Früchte. Daniel Nyman bediente Volkan Sungun (16.), der mit einem kurzen Antritt und einem Schuss aus der Halbdistanz für das 1:0 sorgte. Zwar bezahlte die Nix-Truppe das hohe Tempo mit einer durchwachsenen Passquote. Weil aber Zweikampfintensität stimmte, tat das der spielerischen Überlegenheit keinen Abbruch. Einen weiteren Beweis lieferte die 31. Minute: Sascha Eckhardt, der die stärkste Leistung seit seiner Rückkehr ablieferte, setzte Alexander Schunck mit einer herrlichen Flanke in Szene. Kopfball. Tor. 2:0. Von Bad Vilbel war vor der Pause praktisch nichts zu sehen, was Trainer Andreas Pfaff mit einer zünftigen Kabinenansprache quittierte. „Das Gebrüll war so laut, dass ich in der Sprecherkabine trotz zwei geschlossener Türen mein eigenes Wort nicht verstanden habe", sagte SGB-Sprecher Tim Protzmann. Mit Tinnitus spielten die Mannen aus der Wetterau auch nicht besser, schließlich blieb ein von Steffen Klotzbücher parierter Drehschuss Kusebauchs (55.) die einzig nennenswerte Szene. Trotz guter Leistungen musste sich die SGB zweimal ärgern: Erst fehlte Igor Rozic bei einem 35-Meter-Schuss auf die Latte das nötige Glück für ein Traumtor, dann verletzte sich Uwe Schnobl am Sprunggelenk. Als der Ball im Aus war und Schiedsrichter Fink den Kapitän beim Rückwärtslaufen zu sich zitierte, knickte der um und musste ausgewechselt werden. (HA vom 21.03.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Blocher, Nyman - Sungun (84. Goldmann), Gashi, Schnobl (75. Pascarella), Eckhardt - Kurz, Schunck (65. Rozic)
Tore: 1:0 Sungun (16.), 2:0 Schunck (31.), 3:0 Kurz (79.), 4:0 Kurz (84.), 4:1 Saroukh (86.) - Schiedsrichter: Fink (Lich) -
Nullnummer als Mutmacher
Verbandsliga: SGB präsentiert sich beim 0:0 in Wald-Michelbach mit starker Einstellung
Nur ein Punkt, aber ein spielerischer Mutmacher: Die Bilanz der SG Bruchköbel fiel gemischt aus. Beim 0:0 bei Eintracht Wald-Michelbach präsentierte sich die Defensive um Torwart Steffen Klotzbücher in starker Verfassung. Vorne verpasste es die engagierte Truppe von Edgar Nix aber, ihre wenigen Chancen zu nutzen. In der Tabelle steht die SGB, die seit November auf einen Auswärtssieg wartet, weiterhin auf Rang 15, der nach aktuellem Stand den Gang in die Abstiegsrelegation bedeuten würde. Allerdings hat Tabellennachbar KSV Klein-Karben durch sein überraschendes 1:0 beim Wetterau-Derby in Bad Vilbel den Rückstand auf Bruchköbel auf vier Punkte verringert. In der ersten Halbzeit erarbeitete sich am Samstag nur Eintracht Wald-Michelbach eine nennenswerte Chance: Riza Aydogan hatte Thomas Krämer (38.) mit einem präzisen Pass in Szene gesetzt, der Angreifer scheiterte aber an Klotzbücher. Nach dem Geschmack der Fans an der Rudi-Wünzer-Straße war das deutlich zu wenig, schließlich bekommen sie von ihrem offensiv ausgerichteten Team selten eine torlose Partie zu sehen. Dass vorne bei den Wald-Michelbachern nichts zusammenlief, lag vor allem an einer disziplinierten SG Bruchköbel. Die Defensive stand sicher und ließ dem Gegner keine Zeit für kontrollierte Kombinationen in der gegnerischen Hälfte. In kritischen Situationen arbeiteten Uwe Schnobl und Burim Gashi intensiv nach hinten mit. „Es war kein Langeweiler, sondern ein taktischer Leckerbissen. Bruchköbel war exzellent vorbereitet und eingestellt", meinte Eintracht-Pressesprecher Lothar Strusch. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste hochkonzentriert und ließen nur wenig zu. Aydogan (69.) verfehlte mit einem Distanzschuss knapp den Winkel, Dennis Klein (72.) donnerte den Ball aus acht Metern über den Kasten. Erst als Wald-Michelbach in der Schlussphase noch einmal alles auf Sieg setzte, kamen weitere Chancen zustande. Der eingewechselte Cin (82.) scheiterte mit seinem Kopfball aber genauso wie der insgesamt überzeugende Kapitän Almedin Bezic (89.). Größter Schönheitsfehler beim 0:0 war die Tatsache, dass die SGB die Partie hätte gewinnen können. Allerdings fehlte Igor Rozic bei seiner stärksten Leistung im Jahre 2011 das Fortune aus der Distanz (66.) und dem eingewechselten Rodney Kurz nur zwei Minuten später die Nerven. Er zielte unbedrängt aus acht Metern genau auf Schlussmann Kai Arras. (HA vom 14.03.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Blocher, Nyman - Sungun, Blocher, Gashi, Rozic (89. Eckhardt) - Alexander Schunck, Russ (79. Rodney Kurz)
Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Schwarz (Liederbach) –
Glück im Unglück für SGB
Verbandsliga: Bruchköbel kassiert beim 0:1 in Oberrad dritte Auswärtspleite in Folge
Die Lage bei der SG Bruchköbel spitzt sich weiter zu. Am Samstag verlor der Verbandsligist bei der Spielvereinigung 05 Oberrad das dritte von vier Pflichtspielen unter dem neuen Trainer Edgar Nix. 0:1 hieß es nach einer ereignisarmen Partie durch ein Tor von Florian Kister (72.) auf der Beckerwiese. Mittelfeldspieler Burim Gashi sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Die SGB bleibt 15. und damit auf dem Relegationsplatz. In der ersten Hälfte war der strahlende Sonnenschein im Frankfurter Osten weitaus angenehmer als die zerfahrene Partie, in der beide Mannschaften den Ball mit Vorliebe lang, hoch und ungenau von Strafraumkante zu Strafraumkante beförderten. Aufregung gab es erst in der 29. Minute: Oberrads Florian Kister drang in den Sechzehner ein und wurde von Linksverteidiger Daniel Nyman mit einem Foul gestoppt. Schiedsrichter Appel entschied auf Elfmeter. Der Gefoulte selbst scheiterte am erneut stark aufspielenden Steffen Klotzbücher im SGB-Tor. Dass sich auf beiden Seiten sonst keine erwähnenswerten Szenen abspielten, war auch dem katastrophalen Zustand des Rasens geschuldet, auf dem ein flüssiges Kombinieren unmöglich war. Nachdem die SGB bereits ohne ihren am Knie verletzten Kapitän Uwe Schnobl auskommen musste, erwischte es kurz vor der Pause auch noch Routinier Thomas Jäger. Der Innenverteidiger wurde durch Michelle Andre Rauch ersetzt. Die Qualität des Bruchköbeler Spiels besserte sich nicht. Im Gegenteil: Oberrad wurde nach dem Seitenwechsel aktiver. Tolga Kocak (60.) kam zu einer der wenigen guten Torchancen in einem nach wie vor schwachen Verbandsliga-Spiel. Der entscheidende Treffer gelang dem von Pedram Ghanzahnfari angespielten Florian Kister in der 72. Minute. Beim Kopfball des von der TGM/ SV Jügesheim zur Spielvereinigung gewechselten Topstürmers war Klotzbücher chancenlos. „Bis dahin war die Zweikampfintensität auf dem Niveau eines Freundschaftsspiels. Erst nach dem Tor wurde es ruppiger", meinte Oberrads Sprecher Günter Berger. Nach zwei Fouls musste SGB-Neu-zugang Burim Gashi in der 85. Minute mit Gelb-Rot unter die Dusche. Hochkarätige Torchancen gab es nicht mehr. Mehr als zwei Fernschüsse brachte eine insgesamt enttäuschende SGB nicht mehr zustande. „Ideenlos" nannte Berger die Bruchköbeler Bemühungen. Glück im Unglück für das Nix-Team: Die Konkurrenz in der Abstiegszone nutzte den Ausrutscher nicht. Während der KSV Klein-Karben im Kellerduell mit dem SV Geinsheim nicht über ein 1:1 hinaus kam, verlor Germania Ober-Roden gegen Kickers Obertshausen mit 1:2. Auch die Sportvereinigung Dietesheim blieb nach der 0:2-Pleite bei der Usinger TSG ohne Punkte, Eintracht Oberursel kassierte die erwartete l:3-Schlappe bei Viktoria Aschaffenburg und konnte sich nicht von der SGB absetzen. Einen weiteren Silberstreif am Horizont beschert der Spielplan. Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge müssen die Bruchköbeler in den ausstehenden zwölf Partien nur noch viermal auf fremdem Geläuf antreten.
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger (46. Rauch), Nyman - Sungun, Blocher, Burim Gashi, Sascha Eckhardt (78. Igor Rozic) - Alexander Schunck (71. Kurz), Horst Russ
Tor: 1:0 Kister (72.). Besondere Vorkommnisse: Bruchköbels Torwart Klotzbücher hält Foulelfmeter von Kister (29.), Gelb-Rot für den Bruchköbeler Gashi nach wiederholtem Foulspiel (85.) - Schiedsrichter: Appel (Schlüchtern) –
Lustlose SGB geht unter
Verbandsliga: Bruchköbel verliert 0:3 bei der Usinger TSG - Nix ist „stinksauer"
Nach der Winterpause wird bei der SG Bruchköbel alles besser. Pustekuchen! Gestern lieferte die Mannschaft von Edgar Nix bei der Usinger TSG eine desolate Leistung ab und unterlag völlig verdient mit 0:3. Bereits in Durchgang eins, in dem die Roten im Vorwärtsgang kaum Zählbares verbuchen konnten, erzielte der Aufsteiger durch Kopp (15.), Taugner (28.) und Lewalter (38.) seine Treffer und entschied damit die Partie bereits vor der Pause. Es war nur dem starken Torwart Steffen Klotzbücher zu verdanken, dass die Pleite nicht noch herber ausfiel. In der Tabelle rutscht die SGB auf Rang 15 ab. Usingens Trainer Michael Deuerling überraschte die SGB mit einem taktischen Schachzug, der aus der Not geboren war: Für den mit einer Schambeinentzündung ausgefallenen Murat Kaya brachte er überraschend Angreifer Frank Nickel - ein Volltreffer. Zweimal setzte der Stürmer Mannschaftskamerad Marcel Kopp (4. und 14.) mustergültig in Szene, der scheiterte jedoch bei beiden Gelegenheiten am hervorragend aufgelegten Steffen Klotzbücher im SGB-Tor. Ein drittes Mal ließ sich der Toptorjäger jedoch nicht narren. Nach Zuspiel von Selzer (15.) umkurvte Kopp seinen ärgsten und oftmals einzigen Widersacher und schob zum hochverdienten 1:0 ein. Kurz zuvor hätte Alexander Schunck die SGB in Führung schießen können, nutzte seine hochkarätige Chance aber nicht.
„Aggressivität hat völlig gefehlt"
Beflügelt durch den Treffer ließ Usingen Ball und Gegner laufen. Als die TSG in der 28. Minute das Spiel nach vorne wieder ankurbelte, war sie sofort erfolgreich. Nickel setzte Martin Taugner in Szene, der aus halblinker Position die Führung auf zwei Tore ausbaute. Eine desolate erste Halbzeit hielt einen weiteren Tiefpunkt aus Sicht der SGB parat. Eine Ecke von Nickel und ein präziser Kopfball von Martin Lewalter (38.) bedeuteten das 0:3. Von den guten Ansätzen der Partie gegen Griesheim war bei der SGB nichts mehr zu sehen, stattdessen erinnerte das Auftreten des Teams an die Krisenzeit aus der Hinrunde. „Ich bin stinksauer. Die Aggressivität hat völlig gefehlt", ärgerte sich Trainer Edgar Nix. Mit der sicheren Führung im Rücken schaltete Usingen einen Gang zurück und spielte die Partie kontrolliert zu Ende. Und trotzdem hätte der Aufsteiger eine schwache SGB weiter demütigen können. Es war einzig und allein den Paraden des überragenden Steffen Klotzbücher zu verdanken, dass Kopp (58. und 68.) sein 16 Saisontreffer fassendes Torekonto nicht noch weiter ausbaute. Es waren bereits 72 Minuten gespielt, als die Roten erstmals in Hälfte zwei für Torgefahr sorgten. Horst Russ, ebenso blass und fehleranfällig wie alle anderen Gästespieler, bediente Rodney Kurz mit einem Pass in die Schnittstelle der Abwehr, der Joker konnte TSG-Torwart Thorsten Dauth allerdings nicht überwinden. Zu weiteren Gelegenheiten kam es nur auf der anderen Seite, jedoch verpassten starke Usinger ein nicht unverdientes 4:0 gleich mehrmals.
„Ich weiß nicht, ob die Spieler an einen Selbstläufer geglaubt haben. In jedem Fall hat die Niederlage aber nichts mit dem Gegner, sondern einzig und allein mit unserem Auftreten zu tun", ärgerte sich Nix. In der Tabelle hat die Mannschaft auf Rang 15 noch immer vier Punkte Vor sprung auf die Abstiegsplätze. Angeführt wird das Quartett unterhalb der roten Linie nun von der Germania Ober-Roden, die den KSV Klein-Karben im Kellerduell am Samstag mit 1:0 bezwang. Allerdings konnte sich die Konkurrenz vor der SGB leicht absetzen: Kickers Obertshausen siegte beim SC Viktoria Griesheim mit 3:1, Eintracht Oberursel holte beim 1:1 bei der Spielvereinigung Oberrad überraschend einen Punkt. (HA vom 28.02.2011)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Sungun (57. Kurz), Gashi, Schnobl, Eckhardt (82. Rauch) - Schunck (68. Blocher), Russ –
Tore: 1:0 Kopp (15.), 2:0 Taugner (28.), 3:0 Lewalter (37.). Schiedsrichter: Petermann (Heppenheim).
Tolle Heimpremiere von Russ
Verbandsliga: Neuzugang schießt Bruchköbel zum 2:0-Sieg - Sorgen um Nyman
Besser hätte sich Horst Russ sein Heimdebüt für die SG Bruchköbel nicht vorstellen können. Zum 2:0-Erfolg des Verbandsligisten über den SC Viktoria Griesheim steuerte der neue Stürmer gestern beide Tore (31., 35.) bei. Trainer Edgar Nix sah eine engagierte Leistung seiner Mannschaft, die die Partie auch höher hätte gewinnen können. Allerdings erlebte die SGB einen Schockmoment, als sich Daniel Nyman nach einem brutalen Foul eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog und den Platz vorzeitig verlassen musste. In der Tabelle kletterten die Bruchköbeler auf den 14. Platz und verschafften sich etwas Luft im Abstiegskampf.
240 Sekunden genügten Horst Russ, um den Fans auf dem Sportfeld am Wald bei klirrender Kälte warm ums Herz werden zu lassen. In der 31. Minute erlief der Stürmer mit Oberliga-Erfahrung einen Pass und überwand Torwart Felix Meyer mit einem überlegten Abschluss. Kurz darauf war es erneut Russ (34.), der mit vollem Körpereinsatz in eine Flanke sprang und den Ball irgendwie ins Tor drückte. Griesheim reklamierte Handspiel, jedoch war die Situation für Schiedsrichter Meinhardt schwer einsehbar - er entschied sich im Zweifel für den Angeklagten. Die SGB hätte höher führen können, hätte Alexander Schunck (22.) eine Doppelchance genutzt. Jeweils frei vor dem Kasten scheiterte der Angreifer an den guten Reflexen des gegnerischen Schlussmanns und den eigenen Nerven. Eingeleitet wurden beide Szenen durch Pässe von Daniel Nyman, der bei seiner Rückkehr eine unauffällige, aber besonders in der Defensive gute Leistung bot.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich Russ erneut gut in Szene, hatte jedoch nicht mehr das Fortune im Abschluss aus Durchgang eins. Erst setzte er einen Kopfball (61.) am Tor vorbei, dann schlenzte er den Ball vom rechten Strafraumeck (70.) über die Latte. „Es hätte das ein oder andere Tor mehr sein dürfen", kommentierte der 34-Jährige trotz insgesamt ordentlicher Leistung selbstkritisch. Für Edgar Nix bedeuteten die ausgelassenen Chancen keinen Grund zur Nervosität, schließlich stand die Viererkette um die souveränen Innenverteidiger Thomas Jäger und Darius Kolodziej sicher. Über die komplette Spielzeit erarbeitete sich Griesheim nur eine echte Torgelegenheit, die Lukas Goerlich (78.) vergab. Der große Bruchköbeler Schockmoment betraf Daniel Nyman. Die spielerisch chancenlose Viktoria schlug eine ruppigere Gangart an. Jörg Finger räumte den Linksverteidiger mit einem brutalen Einsteigen im Mittelfeld ab. Der Gästespieler war mit Gelb gut bedient, der gerade genesene Nyman schleppte sich mit einer Sprunggelenks-verletzung vom Feld - eine genaue Diagnose steht noch aus. In der Tabelle macht die SG Bruchköbel durch den ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2011 einen Sprung auf Rang 14, da Kickers Obertshausen eine 0:3-Heimpleite gegen den FC Bensheim kassierte. Auch die Kellerkinder blieben mit Ausnahme des KSV Klein-Karben, der die Usinger TSG bereits am Freitag mit 2:1 bezwang, ohne Punkte. Die Sportvereinigung Dietesheim, Germania Ober-Roden und der SV Geinsheim verloren. Horst Russ blickt optimistisch nach vorne: „Wir holen Punkte, Punkte geben Selbstvertrauen, und Selbstvertrauen bringt Siege. So kann es gerne weitergehen." (HA vom 21.02.2011) SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman (77. Rauch) - Rozic (88. Sungun), Gashi, Schnobl, Eckhardt - Schunck, Russ – Tore: 1:0 Russ (31.), 2:0 Russ (35.) - Schiedsrichter: Meinhardt (Fulda) –
Nix-Debüt schon nach acht Minuten im Eimer
Verbandsliga: Fiordellisi beschert Bruchköbel 1:4-Niederlage
Einstand missglückt, aber nicht komplett verpatzt - so kann das Fazit von Edgar Nix lauten. Mit seiner SG Bruchköbel verlor der neue Trainer im Nachholspiel mit 1:4 (0:3) bei Viktoria Aschaffenburg. Der Tabellendritte der Verbandsliga Süd war spielerisch überlegen und verfügte mit dem dreifachen Torschützen Guilio Fiordellisi über den herausragenden Mann auf dem Rasen. Die Bruchköbeler, bei denen die Neuzugänge Horst Russ und Burim Gashi in Startelf standen, spielten jedoch über weite Strecken gut mit und erarbeiteten sich einige Torchancen. In der Tabelle bleibt die SGB als 15. im Sog der Abstiegszone. Die Amtszeit von Edgar Nix hätte nicht schlechter beginnen können. Schon nach acht Minuten lag sein Team mit 0:2 in Rückstand. Viktoria-Torjäger Fiordellisi (3.) sorgte mit der Direktabnahme einer Hereingabe von der rechten Seite für die Eröffnung, dann knallte der Ex-Seligen-städter (8.) nach sehenswertem Solo einen Flachschuss ins Eck. Steffen Klotzbücher wurde kalt erwischt, war zweimal chancenlos. „Wir haben die Anfangsphase komplett verschlafen, die Partie war im Eimer", meinte Bruchköbels Sportlicher Leiter Andreas Fritsch und stellte anerkennend fest: „Aschaffenburg war immer einen Schritt schneller." In der Folge schaffte es die SGB immerhin, den Vorwärtsgang einzulegen. Immer wieder verteilten Burim Gashi und Uwe Schnobl die Bälle auf die Außenpositionen und leiteten so gute Offensivaktionen ein. Doch Torerfolge blieben den Gästen verwehrt. Egal ob Horst Russ per Drehschuss, Alexander Schunck mit viel Gefühl frei vor Torwart Christian Marggraf oder Schnobl mit Gewalt von der Strafraumgrenze - ständig brachte die Viktoria ein Bein zwischen Ball und Torlinie. „Trotz der vergebenen Chancen müssen wir anerkennen, dass die Aschaffenburger die Szenerie dominiert haben", räumte Fritsch ein, ohne seiner Mannschaft einen Vorwurf zu machen: „Wir dürfen nicht so blauäugig sein und glauben, mit zwei Neuen wären wir sofort auf dem Niveau einer Spitzenmannschaft." Das 0:3 durch Simon Schmidt (38.) bestätigte diesen Eindruck. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an den sportlichen Machtverhältnissen wenig. Dem überragenden Fiordellisi (52.) reichte ein Kontakt für das vierte Tor, das gleichzeitig seinen 18. Saisontreffer bedeutete. Immerhin kamen die Bruchköbeler noch zum verdienten Ehrentor durch Alexander Schunck (67.) nach einer flachen Hereingabe von Igor Rozic. Dass nicht mehr möglich war, lag nicht an Burim Gashi und Horst Russ. Beide lieferten bei ihrem Debüt im SGB-Dress eine ordentliche Leistung ab. Da die Partie am Schönbusch das einzige Verbandsliga-Spiel des Wochenendes war, bleibt die SGB auf Tabellenplatz 15 und damit akut abstiegsgefährdet. Der Vorteil einer Nachholpartie in der Hinterhand ist dahin. (HA vom 14.02.2011)
SG Bruchköbel: Steffen Klotzbücher - Cem Caput, Darius Kolodziej, Thomas Jäger (46. Rauch), Alexander Blocher - Burim Gashi, Uwe Schnobl - Alexander Schunck, Igor Rozic (75. Volkan Sungun), Sascha Eckhardt (61. Nyman) - Horst Russ
Tore: 1:0 Fiordellisi (3.), 2:0 Fiordellisi (8.), 3:0 Schmidt (38.), 4:0 Fiordellisi (50.), 4:1 Schunck (67.) -Schiedsrichter: Putz (Langen) - Zuschauer: 200
„Erfolg durch Spaß am Spiel"
Verbandsliga: SGB schlägt SV Geinsheim in Unterzahl 4:1 - Igor Rozic mit Doppelpack
Der SG Bruchköbelist ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf gelungen. Gestern Nachmittag besiegte die Mannschaft von Interimstrainer Lutz Hofmann den SV Geinsheim auf dem heimischen Sportfeld am Wald mit 4:1 (3:0). Der Dreier bringt der SGB Tabellenplatz 14 ein – erstmals seit September steht die SGB damit nicht mehr in der Abstiegszone. Alexander Schunck (21.) brachte seine Farben per Foulelfmeter in Führung, musste kurz darauf aber mit Gelb-Rot das Feld verlassen. Rodney Kurz (30.) und Igor Rozic (44., 61.) sprangen als kongeniales Duo in die Presche und krönten eine durchweg überzeugende Leistung mit drei Punkten. „Erfolg durch Spaß am Spiel ist unser neues Erfolgsrezept", formulierte SGB-Sprecher Tim Protzmann zufrieden. Ausgeprägter Teamgeist und der eine oder andere lockere Spruch von der Bank waren gegen den SV Geinsheim das richtige Spekulationsobjekt. Die erste Dividende schüttete Alexander Schunck nach 21 Minuten aus. Der Stürmer war im Strafraum zu Fallgebracht worden und verwandelte den fälligen Strafstoß persönlich zum 1:0. Von den Südhessen war außerhalb der eigenen Hälfte kaum etwas zu sehen, sodass besagter Schunck dem Gegner unter die Arme griff: Er beging ein Gelbwürdiges Foul, der Unparteiische erkannte auf Vorteil und pfiff erst ab, als der Bruchköbeler durch das nächste harte Einsteigen auffiel. Folgerichtig gab es die Gelbe Karte für Vergehen Nummer eins und zeitgleich die nächste für Vergehen Nummer zwei - macht zusammen Gelb-Rot. „Eine absolut korrekte Entscheidung", kommentierte SGB-Schiedsrichterbetreuer Horst Schlimme. Doch selbst mit zehn Mann waren die Roten an diesem Nachmittag zu stark für den SV Igor Rozic tanzte im Mittelfeld die Gegenspieler aus, legte quer auf Kurz (30.), der erzielte das zweite Tor des Tages. „Saubere Spielzüge und Abschlüsse waren an diesem Tag unser Markenzeichen", frohlockte Protzmann und bekam gleich das 3:0 zu sehen, allerdings mit vertauschten Rollen. Das zweikampfstarke Mittelfeld der SGB eroberte den Ball, Kurz schickte Rozic (44.) auf die Reise, der ließ völlig frei vor Torwart Dominik Haegbarth nichts anbrennen.
Nach dem Seitenwechsel beging die SGB den einzigen Patzer des Tages. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld nicht schnell genug auf Höhe des Geschehens, nutzte der Geinsheimer Moritz Rupprecht (56.) die Gelegenheit für einen Alleingang und überwand Steffen Klotzbücher mit einem Schuss aus der Halbdistanz. Es blieb das einzige Aufbegehren einer Mannschaft, die in allen Belangen eine Nummer schlechter war als die Hofmann-Truppe. Rozic (61.) staubte einen verunglückten Schussversuch von Kurz ab, um den alten Abstand wiederherzustellen. Und die SGB hätte weitere Treffer nachlegen können: Haegbarth parierte gegen Rodney Kurz (76.) im Eins-gegen-Eins-Duell, Darius Kolodziej (90.) blieb ein Elfmeter versagt -weil der Innenverteidiger sich nicht theatralisch fallen ließ.
Eine von vielen fairen Gesten, schließlich wiesen Geinsheimer Spieler den Schiedsrichter schon in der ersten Halbzeit auf einen nicht gegebenen Eckball für die SGB hin. „Sollte unser Gegner absteigen, hätte er das wegen seines Anstandes wirklich nicht verdient", meinte SGB-Sprecher Protzmann. In der Tabelle stehen die Bruchköbeler erstmals seit September nicht mehr auf einem Abstiegsrang. Mit 23 Zählern wurde der Anschluss an das Mittelfeld hergestellt.(HA vom 22.11.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Schunck, Blocher, Pascaralla, Rozic (90. Goldmann) - Burak (65. Schnobl), Kurz (85. Oukouis).
Tore: 1:0 Schunck (21., Foulelfmeter), 2:0 Kurz (30.), 3:0 Rozic (44.), 3:1 Rupprecht (56.), 4:1 Rozic (61.) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Schunck (SGB) nach wiederholtem Foulspiel (23.) - Schiedsrichter: Wach (Hattersheim) - Beste Spieler: Rozic, Kurz
SGB versiebt Chancen in Serie
Verbandsliga: Bruchköbel verspielt möglichen Auswärtssieg beim FC Bensheim
Die SG Bruchköbel hat es verpasst, ihren Aufwärtstrend fortzusetzen. Zum Rückrundenstart der Verbandsliga Süd kam die Mannschaft von Interimstrainer Lutz Hofmann beim FC Bensheim nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und steht damit weiter auf Rang 15 der Tabelle. Begonnen hatte die Partie an der Bergstraße zerfahren, die einzige Chance der ersten Hälfte nutzen die Gastgeber mit einem von Sascha Fischer (31.) verwandelten Strafstoß zur Führung, ehe Igor Rozic (81.) mit einem Gewaltschuss ausglich. Zuvor hatte die SGB zahlreiche Gelegenheiten vergeben und drei Mal das Aluminium getroffen.
Andreas Fritsch musste sich gestern einem der Klassiker unter den Fußballfragen stellen. „Ein gewonnener, nicht zwei verlorene Punkte", antwortete des Sportliche Leiter und gab sich bescheiden. „Ich kann mich auswärts auch über einen Zähler freuen." Alexander Schunck war angesichts eines unglücklichen Rückstands zwar erleichtert, relativierte jedoch: „Wenn ich daran denke, was wir heute an Chancen vergeben haben, können wir mit dem Unentschieden nicht zufrieden sein", so der Stürmer mit Blick auf die Tabelle. Der Punkt ist für die SGB zu wenig, um entscheidend Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut zu machen. Weiter auf einem Abstiegsrang fehlt den Roten zwar nur ein Punkt zum rettenden Ufer, jedoch ist Schlusslicht Ober-Roden nur zwei Siege entfernt.
Es hätte für die SGB aber noch deutlich schlechter laufen können. In einer Partie der Marke Winterschlaf nutzte der FC Bensheim die erste und einzige Gelegenheit des ersten Durchgangs. Darius Kolodziej hatte einen durch die Viererkette gebrochenen Angreifer durch leichten Kontakt zu Fall gebracht. Den Foulelfmeter verwandelte Kapitän Sascha Fischer in der 31. Minute. Es war der erste und letzte Torschuss der Mannen von der Bergstraße, die nach der Pause nur noch verteidigten. Wir waren nach dem Seitenwechsel die deutlich bessere Mannschaft", erklärte Schunck. Er selbst traf gleich zweimal den Pfosten: Erst nach einer flachen Hereingabe aus zwei Metern (65.), dann mit einem Kopfball aus zentraler Position (75.). Als ob das nicht genug Pech für eine Partie gewesen wäre, landete auch noch ein Kopfball von Thomas Jäger an die Querlatte. „Wir haben in der kompletten zweiten Hälfte nach vorne gespielt und sind nicht belohnt worden", haderte Schunck, der weitere Gelegenheiten seines Teams, etwa durch Alexander Blocher, gesehen hatte. Die Erlösung kam erst neun Minuten vor Schluss, als der Frust schon tief saß. Ein wütender Igor Rozic prügelte das Leder aus 30 Metern genau in den Torwinkel. Der überragende Bensheimer Schlussmann Halfar war chancenlos.
„Das war wieder eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft", stellte Fritsch fest. Warum es seit der Entlassung von Klaus Dörner besser läuft, versuchte Schunck in Worte zu fassen: „Uns haben zuvor die Anspielstationen in der Offensive gefehlt. Mit dem 4-4-2 haben wir zum System der letzten Jahre zurückgefunden", meinte der 22-Jährige. (HA vom 15.11.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Sungun, Blocher, Pascarella (71. Oukouis), Rozic - Schunck, Kurz –
Tore: 1:0 Fischer (31., Foulelfmeter), 1:1 Rozic (81.). - Schiedsrichter: Vonderschmidt (Mühlheim)
Bruchköbel wie befreit
Verbandsliga: SGB glänzt unter Interimstrainer Hoffmann beim 3:0 in Darmstadt
Kaum hat sich die SG Bruchköbel von Klaus Dörner getrennt, ist das erhoffte Erfolgserlebnis eingetreten. Unter Interimstrainer Lutz Hoffmann gewann der Verbandsligist gestern mit 3:0 (1:0) beim SV Darmstadt 98 II und fuhr damit am 18. Spieltag den fünften Saisonsieg ein. Eine überzeugende Leistung in allen Mannschaftsteilen krönten Ex-Kapitän Thomas Jäger (21.778.) sowie Alexander Schunck (81.) mit ihren Treffern. In der Tabelle macht die SGB zum Abschluss der Hinrunde einen Sprung auf Rang 15. Einen Sieg zu kommentieren, sollte einem Sportlichen Leiter eigentlich leicht fallen. Andreas Fritsch hatte nach der Partie in Darmstadt aber seine Mühe bei der Beantwortung der Frage, ob die SGB nach der Dörner-Entlassung befreit aufgetreten sei. „Es könnte sein, in jedem Fall hat die Einstellung zu 100 Prozent gestimmt", sagte er zurückhaltend. Für Übergangslösung Lutz Hoffmann gab es ein Lob, aber keine Lorbeeren. „Die Verantwortung lastete heute auf den Schultern der Spieler, und sie sind vorbildlich damit umgegangen", meinte Fritsch. Mit dabei war auch Michele Pascarella, der zuletzt durch harsche öffentliche Kritik an Ex-Trainer Dörner aufgefallen war. Nach nur einer Minute hätte es gestern allerdings knüppeldick für die SGB kommen können. Schiedsrichter Althoff verweigerte einem Treffer von Darmstadts Torjäger Fliege wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung. Es sollte die letzte Torchance für die Südhessen bleiben. Es begann die 89-minütige Galavorstellung der SGB. Nach einer Ecke von Gern Caput köpfte Thomas Jäger (21.) das 1:0. Kurz darauf traf Alexander Schunck aus 16 Metern das leere Tor nicht. Zuvor hatte der Stürmer Torwart Florian Held zu einem Pressschlag gezwungen, der Schlussmann kam nicht schnell genug zurück auf die Linie. Auf der Gegenseite sorgte eine starke Defensive dafür, dass Ersatztorwart Giuseppe Tartaro weitgehend beschäftigungslos blieb.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Das neue zentrale Mittelfeldduo Pascarella und Blocher sorgte für Ballgewinne, hinten brannte nichts an. Es dauerte eine Weile, bis die SGB alles klar machte. Jäger (78.) köpfte erst nach Caput-Ecke an die Latte, den geklärten Ball brachten die Bruchköbeler zurück in den Strafraum, wo der Innenverteidiger erneut den Kopf hinhielt. Diesmal zappelte das Leder im Netz. Nur 180 Sekunden später fiel Tor Nummer drei: Nach einem langen Pass auf Schunck (81.) hatte der Stürmer keine Mühe, im Eins-Gegen-Eins-Duell mit Held für den Endstand zu sorgen. „In einem hochklassigen Spiel haben wir uns mit einer geschlossenen Leistung durchgesetzt", resümierte Andreas Fritsch. Die SGB war mit nur drei Ersatzspielern angereist. Ozean Keles sollte in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln, Thomas Goldmann wurde von Lutz Hoffmann aus taktischen Gründen zum Kreisoberliga-Spiel nach Kilianstädten geschickt. (HA vom 08.11.2010)
SG Bruchköbel: Tartaro - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Rozic, Pascarella, Blocher, Sungun -Schunck (89. Burak), Kurz (87. Oukouis)-Tore: 0:1 Jäger (21.). 0:2 Jäger (78.). 0:3 Schunck (81.) - Schiedsrichter: Althoff (Langen) –
Zurück im Tabellenkeller
Verbandsliga: SGB zieht gegen spielstarke Alsbacher Youngster mit 1:3 den Kürzeren
Die SG Bruchköbel hat einen weiteren Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen müssen. Gegen den Tabellenzweiten FC Alsbach verlor die Mannschaft von Klaus Dörner am Samstag auf dem Sportfeld am Wald mit 1:3 (0:2). Über 90 Minuten waren die Gäste das klar bessere Team und konnten sich eine Vielzahl an Chancen herausspielen. Sascha Wendel (22.), Florian Fröhlich (40.) und Cengiz Gencer (51.) nutzten diese, ehe Alexander Schunck (66.) für den Ehrentreffer der Roten sorgte. In der Tabelle bedeutet die Niederlage für die SGB den Fall auf Rang 17, zum rettenden Ufer fehlen jetzt vier Punkte. Wie viele Zuschauer hatte auch Volkan Sungun ein Deja-vu-Erlebnis. „Es war wie gegen Jügesheim: Wir wurden nie an die Wand gespielt, und trotzdem verlieren wir deutlich", haderte der Flügelspieler, der nach überstandener Knieverletzung seine Rückkehr in die Startelf feierte. Es nutzte nichts, denn wie schon vor Wochenfrist unterlag die SGB einem Topclub mit 1:3. Allerdings war die Partie gegen den FC Alsbach eine deutlichere Angelegenheit, als Sungun es erlebt hatte. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase machte der bärenstarke Florian Fröhlich (20.) erstmals auf sich aufmerksam, als er einen Querpass von Yanis Wanitschek vor dem leeren Tor verstolperte. Kurz darauf zeigte sich Mannschaftskamerad Wendel zielsicherer, als er mit einem Schuss aus der Halbdistanz für das 0:1 sorgte. Die junge Alsbacher Truppe, die mit sieben Spieler unter 23 Jahren aufgelaufen war, blieb weiter spielfreudig. Wanitschek (33.) ließ Thomas Jäger mit einer einfachen Finte aussteigen, ehe der herausstürmende Steffen Klotzbücher für seine Abwehr rettete. Das Skript für Fröhlichs großen Auftritt sah einen Lauf über die linke Seite, einen Torpedo aus 20 Metern und einen Einschlag im oberen rechten Toreck vor. Das 0:2 war gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand. Von den Bruchköbelern war bis dato nichts zu sehen. „Wir haben uns in der Kabine zusammengerissen und wollten eine bessere zweite Hälfte zeigen", sagte Volkan Sungun. Mit der lohnenden Einwechslung von Alexander Schunck sorgte Trainer Dörner für einen zusätzlichen Aktivposten, musste aber zunächst die Fortsetzung der Alsbacher Show mit ansehen. Obwohl Igor Rozic (48.) mit einem Freistoß aus 20 Metern und Alexander Blocher (49.) mit einem Kopfball nach einer Caput-Ecke Torwart Paul Mohr geprüft hatten, spielte der Alsbacher Nachwuchs weiter munter nach vorne. Der 20-jährige Fröhlich (50.) scheiterte erneut frei vor dem leeren Kasten. Danach lief der gleichaltrige Gencer Thomas Jäger und Darius Kolodziej davon, überlupfte Klotzbücher und bejubelte sein 17. Saisontor. Zwar gab sich die SGB nicht auf und kämpfte vorbildlich, es fehlten aber die Mittel, um Alsbach dauerhaft unter Druck zu setzten. Am besten gelang das Joker Schunck, der in der 66. Minute mit einem Abstauber-Tor für neue Hoffnung sorgte. Obwohl Blocher (81.) mit einem 30-Meter-Hammer nur knapp an Schlussmann Mohr scheiterte, gehörten aber auch in der Schlussphase die größeren Chancen den Südhessen, Jan Dotzauer (77.) und Philipp Ehmig scheiterten aber. „Spielerisch konnten wir mithalten, der Gegner hat nur die hausgemachten Fehler in unserer Defensive ausgenutzt", analysierte Sungun. Trotz der neuen Brisanz der Tabellensituation gab sich der Neuzugang kämpferisch und bestätigte die Linie seines Trainers Klaus Dörner. „Wir haben uns vorgenommen, bis zur Winterpause alle Spiele zu gewinnen. Ich glaube daran, dass wir uns aus dem Keller herausziehen können", so Volkan Sungun. (HA vom 01.11.2010)
SG Bruchköbel: Steffen Klotzbücher - Caput, Thomas Jäger, Dariusz Kolodziej, Daniel Nyman (86. Bu-rak) - Rauch (70. Keles), Blocher, Rozic, Goldmann (46. Alexander Schunck) - Volkan Sungun, Rodney Kurz –
Tore: 0:1 Wendel (22.), 0:2 Fröhlich (40.), 0:3 Gencer (51.), 1:3 Schunck (66.) - Schiedsrichter: Finke (Fulda)-
Verbandsliga: Alle im Tabellenkeller überraschen, nur Bruchköbel geht leer aus
Die Siegesserie der SG Bruchköbel in der Verbandsliga Süd ist nach drei Spielen gerissen. Gestern unterlag die Mannschaft von Trainer Klaus Dörner beim Tabellenführer TGM/SV Jügesheim mit 1:3 (1:2). Nach zwei frühen Toren des Gegners kämpften sich die Bruchköbeler zurück in die Partie. Igor Rozic vergab per Foulelfmeter die Chance auf den schnellen Anschlusstreffer, sorgte aber kurz vor der Pause für ein Tor per direktem Freistoß. Jügesheim vergab zahlreiche Chancen, um erst in der Schlussminute alles klar zu machen. In der Tabelle steht Bruchköbel weiterhin auf einem Abstiegsrang. Zusätzliches Pech für die SGB: Die drei letzten Teams SV Geinsheim (1:0 in Oberrad), KSV Klein-Karben (2:0 in Aisbach) und Germania Ober-Roden (1:1 gegen Aschaffenburg) punkteten alle überraschend und rückten damit dem Hanauer Kreisverein empfindlich auf die Pelle. „Gegen ein Team mit solcher Qualität ist es schwer, zu glänzen", meinte Bruchkö-bels Sportlicher Leiter Andreas Fritsch nach der Partie gegen die TGM/SV Jügesheim. Seine Mannschaft erwischte den denkbar schlechtesten Start. Christian Fischer (5.) tankte sich durch den gegnerischen Defensivverbund und schloss mustergültig ab - 0:1. Der Ex-Alzenauer, der in der vergangenen Saison bei der SG Bruchköbel ein heißer Kandidat war, hätte bei zwei weiteren guten Chancen binnen sechs Minuten für einen Hattrick sorgen können, musste das nächste Tor aber einem Mannschaftskameraden überlassen. Nach einer Ecke des starken Jügesheimer Flügelspielers Khaibar Amani klärte Torwart Steffen Klotzbücher den Ball nicht optimal, der aufgerückte Innenverteidiger Jörn Kohl köpfte den Abpraller zum 2:0 „In der ersten Viertelstunde haben wir vorne zu viel Respekt gehabt und hinten geschlafen", fasste Fritsch zusammen. Die SGB fand anschließend besser ins Spiel. In der 20. Minute brach Mohamed Oukouis durch und stand alleine vor Torwart Stefan Jordanic. Mit einem Haken manövrierte sich der Angreifer vorbei und wurde vom Schlussmann von den Beinen geholt. Schiedsrichter Haustein zeigte auf den Elfmeterpunkt, zückte aber nur Gelb. Für Fritsch zu wenig: „Das ist eine Notbremse und muss mit einem Platzverweis geahndet werden. Wir können unsere Niederlage nicht an dieser Entscheidung fest machen, aber das Spiel wäre anders verlaufen." Zum Beispiel hätte Jordanic nicht seinen Patzer gegen den schwach geschossenen Strafstoß von Igor Rozic korrigieren können. Zwei Minuten vor der Halbzeit fand der Bruchköbeler Spielmacher seinen Torriecher wieder und versenkte einen Freistoß aus 20 Metern zum 1:2. Trotz des Fauxpas' beim Elfmeter war Rozic der beste Feldspieler der SGB. In der zweiten Halbzeit zog die TGM/SV erneut den Tempofußball aus der Anfangsphase auf und kam zu einer Reihe hochkarätiger Chancen. „Der Gegner hat versucht mitzuspielen. Das kam uns entgegen", meinte Jügesheims Sportlicher Leiter Karlo Wöll und haderte mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft: „Das waren heute drei Tore zu wenig." Ein bärenstarker Klotzbücher tat sein Übriges hinzu. „Steffen spielt eine tolle Saison", lobte Fritsch. In 90. Minute war jedoch auch der Keeper chancenlos. Die SGB warf alles nach vorne, Jügesheim gelangte in der gegnerischen Hälfte in Überzahl und führte die Entscheidung durch Patrick Hofmann herbei. (HA vom 25.10.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher -Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Rauch (64. Burak), Blocher, Rozic, Goldmann (64. Kurz) - Schunck, Oukouis (77. Sungun) –
Tore: 0:1 Fischer (5.), 0:2 Kohl (9.), 1:2 Rozic (43.), 1:3 Hofmann (90.) –
Besonderes Vorkommnis: Jordanic (Jügesheim) hält Foulelfmeter von Rozic (20.). Schiedsrichter: Haustein (Buseck)- Beste SGB-Spieler: Rozic, TW Klotzbücher
Rozic behält die Nerven
Verbandsliga: SG Bruchköbel gewinnt in Dietesheim glücklich mit 1:0
Die SG Bruchköbel hat gestern den dritten Erfolg in Serie gefeiert, die Abstiegsplätze in der Verbandsliga jedoch nicht verlassen. Bei der Sportvereinigung Dietesheim siegte die Elf von Klaus Dörner glücklich mit 1:0 (0:0). Das entscheidende Tor gelang dem starken Regisseur Igor Rozic durch einen berechtigten Foulelfmeter in der 88. Minute. Zuvor hatten beide Mannschaften einen müden Kick abgeliefert, der lange keinen Sieger verdient hatte. In der Tabelle rangiert die SGB weiter auf Rang 16 und hat den Abstand auf das rettende Ufer auf einen einzigen Punkt verkürzt. 130 Zuschauer auf dem Dietsheimer Sportplatz sahen einen Kick der Marke Herbstdepression. Wie in den letzten Wochen erfolgreich praktiziert, versuchte die SG Bruchköbel aus einer sicheren Deckung zu operieren. Das klappte, allerdings auf Kosten der Angriffsbemühungen. Ohne den schnellen Rodney Kurz und seine latente Kontergefahr war das Offensivspiel der Roten praktisch nicht vorhanden. Die Angreifer Mitat Burak und Mohamed Oukouis waren permanent auf Tauchstation, einzig der sichtlich bemühte Alexander Schunck sorgte für Zug nach vorne - zu einer Einschussgelegenheit kam aber auch der Flügelspieler nicht. Weil die Dietesheimer auf dem Weg zum gegnerischen Gehäuse behäbig bis bieder agierten und nur gelegentlich durch ihren besten Torschützen Murat Tuzcu auffielen, blieben Strafraumszenen des Aufsteigers ebenfalls aus. Mit den langen Bällen hatten Thomas Jäger und Darius Kolodziej in der Innenverteidigung keine Probleme. „Beide Torhüter haben einen entspannten Nachmittag gehabt", sagte Dietesheims Sprecher Günter Domogalla, der sich am Spielfeldrand das Gähnen kaum verkneifen konnte. „In der zweiten Hälfte haben wir immerhin besser aus der Verteidigung gespielt", sagte Igor Rozic. Erst zwei Minuten vor Schluss wurde es erstmals turbulent: Die Bruchköbeler Abwehr fing einen missglückten Dietesheimer Eckball ab und konterte über Schunck. Der lief über die rechte Seite in den Strafraum und legte das Leder am herausstürzenden Dietesheimer Torwart Patrick Pisciaroli vorbei. Auf der Strafraumlinie gab es den Kontakt, kurz darauf den Pfiff von Schiedsrichterin Storch-Schäfer: Foulelfmeter. Alexander Schunck, etatmäßiger Strafstoßschütze der SGB, erinnerte sich wohl an die älteste Fußballweisheit und überließ Igor Rozic die Verantwortung. Der Mittelfeldspieler verwandelte mit dem ersten ernst zu nehmenden Torschuss der Partie und sicherte seinem Team die drei Punkte.
„Die Einstellung aller Spieler hat sich deutlich geändert. Das gilt für diejenigen, die in der Startelf stehen genauso wie für diejenigen, die eingewechselt werden", erklärte Rozic das jüngste Hoch der SGB und den dritten Sieg in Folge. Jedoch stehen schwierige Partien bevor. Am kommenden Wochenende haben die Bruchköbeler spielfrei, danach warten Auswärtspartien bei Tabellenführer TGM/SV Jügesheim und dem Dritten FC Alsbach. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken und sehen, wo wir im Winter stehen", bremste Igor Rozic aufkommende Euphorie. (HA vom 11.10.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Schunck, Blocher, Rozic (89. Kubalic), Goldmann (81. Abel Desta) - Burak (59. Rauch), Oukouis - Tor: 0:1 Rozic (88., Foulelfmeter) - Schiedsrichterin: Storch-Schäfer (Fulda)-
Kurz trifft im Doppelpack
Verbandsliga: SG Bruchköbel feiert zweiten Sieg in Serie - 3:0 gegen Obertshausen
Die SG Bruchköbel ist wieder in der Spur: Eine befreit aufspielende Mannschaft besiegte gestern Kickers Obertshausen mit 3:0 (2:0). Für die Tore sorgten Igor Rozic (15.) sowie Rodney Kurz (32./47.) per Doppelpack. Der Stürmer präsentierte sich eine Woche nach seiner Rückkehr von einer zweimonatigen Verletzungspause in bestechender Form. Trotz großer Personalsorgen war die SGB über 90 Minuten das bessere Team und letztlich der verdiente Sieger. Die Roten stehen aber auch nach dem zweiten Sieg in Serie noch auf einem Abstiegsrang, kletterten allerdings auf Rang 16.
Keine knallenden Türen, keine schimpfenden Zuschauer. So gelöst wie nach dem überzeugenden Sieg gegen Kickers Obertshausen war die Stimmung auf dem Sportfeld am Wald schon lange nicht mehr. „Die akribische Arbeit von Klaus Dörner beginnt sich auszuzahlen. Seit dem Dreier in Seligenstadt- glaubt die Mannschaft wieder an sich", meinte Andreas Fritsch, der erstmals als Sportlicher Leiter an der Trainerbank stand und dem Team offenbar Glück brachte.
Von Anfang an präsentierte sich die SGB spielbestimmend und wurde immer wieder vom variabel agierenden Rückkehrer Rodney Kurz angetrieben. So auch in der 15. Minute, als der Stürmer über den rechten Flügel kam und Igor Rozic mit einem Querpass bediente. Der Regisseur zog aus 18 Metern ab und traf zum 1:0. Zwar spielte Obertshausen in dieser Phase munter mit, scheiterte aber häufig an der gut gestaffelten Bruchköbeler Abwehr. Besonders der flinke Kickers-Angreifer Alfio Castro verzweifelte am guten Stellungsspiel von Dariusz Kolodziej und Michele Pascarella in der Innenverteidigung. „Seitdem wir aus einer kompakten Defensive operieren und auf 4-4-2 umgestellt haben, läuft es. Und zwar schon seit der Niederlage in Bad Vilbel", lobte Trainer Dörner. Haderte der Sportlehrer in den vergangenen Wochen oft mit der Einstellung seiner Schützlinge, gab es gestern keinen Anlass zur Kritik. Alle Aktiven nahmen die Zweikämpfe an und fielen durch große Lauffreude auf. Der Lohn waren Torchancen. Der offensiv wie defensiv starke Alexander Blocher (31.) scheiterte noch an Torwart Dominic Baron, ehe Kurz zwei Minuten später traf. Michell Andre Rauch hatte sich zuvor durchgesetzt und für den Angreifer vor dem Tor quer gelegt. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die SGB die spielbestimmende Mannschaft. 60 Sekunden nach Wiederanpfiff verhinderte Obertshausens Stefan Schweier in höchster Not eine Eins-gegen-Eins Situation ür Kurz, danach kam er aber zu spät. Der Rückkehrer marschierte im Alleingang durch die Abwehr und erzielte das 3:0. „Wenn Rodney dabei ist, glaubt die Mannschaft an sich. Sein Stellenwert in diesem Team ist riesig", erklärte Dörner und forderte: „Trotz des zufriedenstellenden Ergebnisses haben wir zu viele Abspielfehler gemacht. Daran müssen wir arbeiten."
Die SGB hätte durchaus auch noch das vierte Tor des Tages erzielen können. Ein erneut blasser Mitat Burak (66.) war zu eigensinnig, Blocher (72.) scheiterte per Lupfer, und Rauch (74.) mangelte es an Präzision. (HA vom 04.10.2010)
Bruchköbel: Klotzbücher (46. Matthaeus) - Caput, Kolodziej, Pascarella (66. Jäger), Nyman - Rauch, Blocher, Rozic, Goldmann - Kurz (80. Oukouis), Burak
Tore: 1:0 Rozic (15.), 2:0 Kurz (32.), 3:0 Kurz (47.). Schiedsrichter: Fink (Lieh) - Beste Spieler: Kurz
Befreiungsschlag durch Caput
Verbandsliga: SGB gelingt schmeichelhafter Überraschungssieg in Seligenstadt
Die SG Bruchköbel hat im Abstiegskampf ein Lebenszeichen von sich gegeben. Beim haushohen Favoriten Sportfreunde Seligenstadt siegte die Elf von Trainer Klaus Dörner gestern mit 1:0 (0:0) und fuhr den ersten Sieg nach über einem Monat ein. Nach einer fußballerisch kaum /u unterbietenden ersten Halbzeit war Seligenstadt im zweiten Durchgang das deutlich bessere Team und spielte sich zahlreiche hochkarätige Chancen heraus. Ein einziger nennenswerter Torschuss genügte der SGB, um zwei Minuten vor Schluss durch einen Freistoß von Cem Caput das Tor des Tages zu erzielen.
Nach dem zweiten Saisonsieg der Roten sind die Sportfreunde Seligenstadt wohl endgültig der Lieblingsgegner der SG Bruchköbel. Obwohl häufig als Außenseiter am Anstoßpunkt, haben die Roten gegen die Topmannschaft aus dem Landkreis Offenbach seit drei Jahren nicht mehr verloren. Mit dem Gegner habe der Erfolg wenig zu tun gehabt, glaubte Cem Caput: „Wir haben in den letzten Wochen so viel Pech gehabt, dass das Glück einfach mal auf unserer Seite sein musste. Es war ein Befreiungsschlag - für die Mannschaft und für mich ganz persönlich", meinte der SGB-Kapitän. In der ersten Halbzeit sahen rund 100 Zuschauer in Seligenstadt ein Fehlpassfestival. Ernstzunehmende Torschüsse gab es nicht, so dass zur Pause alles nach einem mauen 0:0-Spiel aussah. „Das war eine fußballerische Katastrophe", stöhnte Sportfreunde-Sprecher Marc Presser. Trainer Peter Löhr schien jedoch in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, schließlich spielte seine Mannschaft nach Wiederanpfiff groß auf. Emanuele Giuliana (46.) sorgte mit einem Drehschuss erstmals für Gefahr im Sechzehner, Cem Caput (50.) lenkte den Ball bei einem Rettungsversuch per Kopf an den eigenen Pfosten. Das Aluminium musste der SGB kurz drauf wieder zur Seite stehen, als Sportfreunde-Topstürmer Rung die Abwehr austanzte, auf Giulana passte und der freistehend aus zwölf Metern scheiterte. Die Mannschaft von Klaus Dörner kam kaum noch aus der eigenen Hälfte und konnte den gegnerischen Spielaufbau über den starken Tobias Leis kaum verhindern. Im Zentrum klärten Thomas Jäger sowie der viel nach hinten beschäftigte Alexander Blocher zahlreiche Bälle und verhinderten so mehrere Chancen. Ein guter Steffen Klotzbücher, musste im SGB-Tor eine Halbzeit lang Akkordarbeit verrichten. Zwei Minuten vor Schluss wagten die Bruchköbeler einen ihrer wenigen Ausflüge in Richtung gegnerischem Strafraum. Ein Freistoß aus 20 Metern sprang dabei heraus. Doch der reichte Kapitän Caput, um mit einem Schuss über die Abwehrmauer hinweg den Siegtreffer zu markieren. „Der war nach dem Verlauf der zweiten Hälfte mehr als schmeichelhaft", haderte Sportfreunde-Pressewart Presser. In der Tabelle bedeutet der Sieg für die SG Bruchköbel den Sprung auf den vorletzten Platz. „So ein Last-Minute-Erfolg kann einer Mannschaft Selbstvertrauen geben", sagte Cem Caput und baute auf Rückkehrer Rodney Kurz. Nach über zwei Monaten Pause feierte der Stürmer gestern sein Comeback. Über die vollen 90 Minuten blieb er zwar blass. „Jedoch ist schon seine Anwesenheit für uns wichtig. Ein so schneller Spieler wie Rodney kann die gegnerische Abwehr durcheinander bringen", so Caput, der auch Kritik übte. „Kämpferisch war das eine tolle Leistung, aber fußballerisch müssen wir eine Schippe drauflegen. Für gutes Kombinationsspiel fehlte uns noch das Selbstvertrauen", analysierte der Verteidiger. (HA vom 27.09.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Rauch (65. Burak), Rozic, Blocher, Goldmann - Schunck (78. Oukouis), Kurz
Tor: 0:1 Caput (88.) - Schiedsrichter: Kunold (Bad Vilbel) -
SGB: Schrecken nimmt kein Ende
Verbandsliga: Bruchköbel rutscht nach 0:1 in Klein-Karben auf den letzten Platz ab
Für die SG Bruchköbel wird die Lage in der Verbandsliga Süd immer prekärer. Gestern Abend verlor die Elf von Klaus Dörner das Kellerduell beim KSV Klein-Karben mit 0:1 (0:1) und ist jetzt Tabellenletzter. Den entscheidenden Treffer für den Hessenliga-Absteiger erzielte Salih Yasaroglu per Freistoß. Die SGB ließ eine Fülle hochkarätiger Chancen aus. Kurz vor Schluss verweigerte der Schiedsrichter den Gästen auch noch einen Elfmeter nach einem Foul an Alexander Schunck. Nach der vierten Niederlage in Folge fehlen den Bruchköbelern bereits sechs Punkte zu einem sicheren Nichtabstiegsplatz. Die Partie beim KSV Klein-Karben hätte für die SGB nicht schlechter beginnen können. Erst scheiterte Alexander Schunck nach nur einer Minute mit einer hochkarätigen Chance, dann humpelte Uwe Schnobl verletzt vom Rasen. Der Mittelfeldspieler war rüde gefoult worden, Schiedsrichter Unholzer zückte nicht einmal Gelb. Es sollte nicht die letzte Fehlentscheidung des Unparteiischen bleiben. Der für Schnobl eingewechselte Alexander Blocher zeigte nach überstandener Knieverletzung eine gute Partie. Der Bruchköbeler Schrecken nahm jedoch kein Ende. Nach 38 Minuten markierte Karbens Topstürmer Yasaroglu mit dem zweiten Torschuss seines Teams und einem Freistoß durch die Mauer den 1:0-Führungstreffer. Nach der Pause präsentierte sich die SGB deutlich offensiver und kam zu einer Reihe guter Torchancen, jedoch scheiterten die Offensivkräfte immer wieder am starken KSV-Keeper Flora oder an den eigenen Nerven. Immer wieder beteiligt war der einmal mehr engagiert aufspielende Mohammed Oukouis, dem der Wille zum Sieg deutlich anzumerken war. Trotzdem war Klaus Dörner mit der Abteilung Attacke nicht zufrieden. „Nach hinten haben wir wieder gut gearbeitet, aber vorne fehlten Herz und Leidenschaft", beklagte der Trainer, der Mitte der zweiten Hälfte hinten auf eine Dreierkette umstellte. Die Folge waren einige Karbener Konterchancen, die Steffen Klotzbücher allesamt vereitelte. Einen Aufreger hatte die Partie auf dem Günther-Reutzel-Sportfeld noch parat. Zwei Minuten vor Schluss drang Schunck in den Strafraum ein und tanzte die Innenverteidigung aus. Ein Abwehrspieler ließ das Bein stehen, der Stürmer fiel - doch der Pfiff, auf den alle warteten, blieb aus. „Das hätte gut und gerne Elfmeter für die SGB geben können", räumte sogar KSV-Abteilungsleiter Hans Fuchs ein. Dörner war sauer: „In den letzten Partien haben wir wegen jeder kleinen Rempelei einen Strafstoß gegen uns gepfiffen bekommen, und in so einer eindeutigen Situation passiert nichts", ärgerte sich der Bruchköbeler Trainer, der mit seiner Mannschaft nun auf dem letzten Platz steht. „Das kann ich kaum fassen. Wir sind in den letzten Spielen wirklich ordentlich aufgetreten", haderte Dörner. (HA vom 21.-09.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher-Goldmann, Pascarella, Kolodziej, Nyman - Rauch, Schnobl (10. Blocher), Kubalic, Schunck - Oukouis, Burak
Tor: 1:0 Yasaroglu (38.) - Schiedsrichter: Unholzer (Birkenau)
„Hässliche Zeiten" beginnen
Verbandsliga: SG Bruchköbel verliert 0:1 gegen Eintracht Oberursel
Der Alptraum der SG Bruchköbel geht weiter. Gestern Nachmittag unterlag die Truppe von Klaus Dörner der Eintracht Oberursel mit 0:1 (0:1). Der Siegtreffer für die Gäste fiel durch einen Handelfmeter von Christopher Stein (35.). Obwohl in der zweiten Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft, versiebte die SGB einige hochkarätige Chancen und kassierte so die siebte Saisonniederlage. Mit der bitteren Schlappe geraten die Roten immer tiefer in den Abstiegsstrudel, trotzdem warnte Darius Kolodziej vor Aktionismus.
Gestern ließ Klaus Dörner auf dem Sportfeld am Wald wieder eine Videoaufzeichnung der Partie anfertigen. Die erste Halbzeit des Films der Partie gegen Eintracht Oberursel dürfte wegen der grausamen Leistung der SGB nur schwer eine Jugendfreigabe erhalten. Nach dem Anpfiff lief bei den Bruchköbelern nichts zusammen, es mangelte in fast jeder Situation und in jedem Mannschaftsteil an Anspielstationen. Die Gäste schienen sich vorgenommen haben, zunächst den Laden dicht zu machen, reagierten jedoch auf die eklatante Schwäche des Gegners mit mehr Offensive. Nachdem ein insgesamt schwacher Thomas Goldmann (33.), in den letzten Partien noch ein Aktivposten bei den Roten, einen Freistoß aus 20 Metern auf das Tornetz gelegt hatte, kam der Pfiff des Tages. SGB-Neuzugang Mitak Burak (35.) half im eigenen Strafraum aus, deckte das Tor ab und wurde aus kurzer Distanz am Unterarm angeschossen. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung von Schiedsrichter Panzer hatte einen Elfmeter zur Folge, den Christopher Stein verwandelte. Erst nach dem Seitenwechsel endete der Bruchköbeler Horrorstreifen.
„Hätten wir die Leistung nach der Pause schon zuvor gebracht, wäre die Partie sicher anders ausgegangen. Aber im Moment fehlen uns die Konstanz und die Einstellung, ein Tempo über 90 Minuten zu gehen", haderte Abwehr recke Darius Kolodziej. Beweise dafür, dass die SGB spielerisch in der Verbandsliga mithalten kann, lieferte das Team zu Genüge. Der sichtlich bemühte Mohammed Oukouis spielte Unglücksrabe Burak (57.) frei, alleine vor dem schon auf dem Boden liegenden Keeper David Stimper traf er nur den Pfosten. Die zweite hundertprozentige Gelegenheit vergab Kolodziej, den erneut Oukouis mustergültig eingesetzt hatte. „Im Eins-gegen-Eins mit dem Torhüter fing er plötzlich an, Ballett zu tanzen", staunte SGB-Sprecher Tim Protzmann über eine 180-Grad-Drehung des Innenverteidigers, der den Ball trotz guter B-Note am Tor vorbei legte. Die Dörner-Mannen hätten wohl noch deutlich mehr Chancen herausspielen können, hätten die Standards funktioniert. Der mit Eckbällen und vielen Freistößen betraute Kapitän Cem Caput hatte es jedoch schwer, in einer indisponierten Meute den Mitspieler zu finden. „Ich hatte den Eindruck, dass keiner wusste, was er machen soll", so Protzmann, der Eintracht Oberursel das 0:1 über die Zeit schaukeln sah.
Damit verharrt die SGB in der Abstiegszone und hat mittlerweile fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Mittelfeldspieler Uwe Schnobl sprach bereits vor zwei Wochen davon, dass im Falle von zwei Niederlagen gegen den FV Bad Vilbel und Eintracht Oberursel „hässliche Zeiten" am Wald beginnen würden -jetzt ist es so weit. „Wir dürfen jetzt nicht experimentieren. Jeder muss sich an die eigene Nase packen und die Fehler bei sich suchen", mahnte Kolodziej. (HA vom 13.09.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Pascarella (63. Rozic), Nyman -Rauch (80. Desta), Kubalic, Schunck, Goldmann (48. Schnobl) - Oukouis, Burak
Tor: 0:1 Stein (35./Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Panzer (Oberkleen)
Kurzer Arbeitstag für Rozic
05.09.2010 Verbandsliga: SGB verliert in Bad Vilbel 0:1 - Schneller Platzverweis für Spielmacher Der Schrecken nimmt für die SG Bruchköbel kein Ende. Gestern unterlag das Team von Klaus Dörner beim FV Bad Vilbel unglücklich mit 0:1 (0:1) und kassierte bereits die fünfte Niederlage. Das entscheidende Tor gelang Redouane Saroukh (15.) - der Torjäger der Sprudelstädter verwandelte einen umstrittenen Foulelfmeter. Alexander Schunck verpasste es kurz vor der Halbzeit mit einem Strafstoß für den Ausgleich zu sorgen. In der Tabelle steht die SGB nun auf Rang 17 und hat drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die 69. Minute auf dem Niddasportfeld war ein Sinnbild für eine Spielzeit, in der für die SG Bruchköbel gar nichts zusammenläuft. Kaum fünf Minuten auf dem Feld, erlebte Igor Rozic, der seiner Form seit dem ersten Spieltag hinterherläuft, den vorläufigen Tiefpunkt seiner persönlichen Seuchensaison. Nach einer krassen Fehlentscheidung und einem harten Foul schickte ihn Schiedsrichter Tropper mit Gelb-Rot unter die Dusche - so er diese nach weniger als 300 Sekunden Fußball überhaupt brauchte. „Wie das mit Spielern, die nicht in der Startelf stehen, so ist - sie sind eben manchmal über motiviert", meinte ein gelassener Coach Dörner. Dabei hatte es bis dato gar nicht so schlecht ausgesehen für die SG Bruchköbel. Ihre schwächste Phase hatten die Roten in der Anfangsphase zu überstehen gehabt, als der wieder genesene Keeper Steffen Klotzbücher gegen Redouane Saroukh und Sven Kusebauch retten musste. Beide Chancen hatte Afram Kakur über die linke Vilbeler Seite vorbereitet, wo SGB-Kapitän Cem Caput gegen den schnellen Flügelspieler deutlich überfordert wirkte. Eben dieser Kakur drang in der 15. Minute in den Strafraum ein, kam zu Fall und holte so den Elfmeter, den Saroukh zu Saisontor Nummer sechs verwandelte. „Zugegeben: Der Strafstoß war schmeichelhaft", sagte selbst FV-Sprecher Marcus Dippel. In der Folge kam Bruchköbel zwar besser ins Spiel, erspielte sich aber erneut keine klaren Torchancen. Erst als der Unparteiische der SGB in der 38. Minute nach einem Foul von Sebastian Wiegand an Mohamed Oukouis zu Hilfe kam, hatte Alexander Schunck den Ausgleich per Strafstoß auf dem Fuß. Der 22-Jährige setzte den Ball jedoch an den Pfosten. Auch nach dem Seitenwechsel war Gefahr für das Vilbeler Tor absolute Mangelware. Erst als Nuh Uslu wegen mehrfachen Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz flog, kam die SGB auf. Ein klares Übergewicht im Mittelfeld sowie deutlich mehr Ballbesitz führten zu zwei hundertprozentigen Torchancen, die Michele Pascarella aus einem Meter Entfernung per Kopf und Mohammed Oukouis im Sechzehner aus der Drehung vergaben. Dass nicht noch mehr passierte, war den starken FV-Innenverteidigern Steven Cue und Sebastian Wiegand zu verdanken. Bruchköbels Neuzugang Mitat Burak, der 90 Minuten durchspielte, blieb blass. Mit dem Platzverweis gegen Rozic endete die Drangperiode der SGB abrupt. Die letzten Minuten waren zerfahren, das Angriffsspiel auf beiden Seiten verflacht. Trotz der Niederlage und dem 17. Tabellenplatz zog Klaus Dörner ein positives Fazit: „Unsere jungen Spieler haben gekämpft. In Sachen Einstellung war es das beste Spiel der Saison. Für Bad Vilbel war der Sieg am Ende glücklich", resümierte der Trainer, der um einen weiteren Leistungsträger bangen muss. Alexander Blocher zog sich nach neun Minuten eine Schienbeinverletzung zu und droht auszufallen. (HA vom 06.09.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Kolodziej, Pascarella (64. Rozic), Nyman - Rauch, Blocher (9. Kubalic, 80. Desta), Goldmann, Schunck, Burak - Oukouis
Tor: 1:0 Saroukh (15./Foulelfmeter) - Besondere Vorkommnisse: Schunck (Bruchköbel) verschießt Foulelfmeter (38.), Gelb-Rot für Uslu (Bad Vilbel) nach wiederholtem Foulspiel (52.), Gelb-Rot für Rozic (Bruchköbel) nach wiederholtem Foulspiel (69.) -Schiedsrichter: Tropper (Löhlbach) -
Routiniers in der Kritik
29.08.2010 Verbandsliga: Bruchköbeler 0:5-Pleite gegen Wald-Michelbach - Dörner verschärft Ton
Die SG Bruchköbel rutscht immer tiefer in den Abstiegsstrudel der Verbandsliga Süd. Gestern ging das Team von Trainer Klaus Dörner gegen Eintracht Wald-Michelbach mit 0:5 (0:3) unter und geht nun schweren Zeiten entgegen. Bereits nach 26 Minuten hatte der Gast aus dem Odenwald mit einer 3:0-Führung für klare Verhältnisse auf dem Sportplatz am Wald gesorgt. In der Tabelle rutschten die Bruchköbler auf Rang 15 ab und könnten nach dem heutigen Spiel zwischen dem KSV Klein-Karben und dem FV Bad Vilbel sogar auf einen Abstiegsplatz stürzen.
Nach dem Debakel ging Klaus Dörner vor allem mit seinen Routiniers hart ins Gericht: „Bei uns sind es im Moment die Erfahrenen, die die Fehler machen. Ich kann von einem Spieler wie Michell Andre Rauch nicht erwarten, tadellos zu spielen, wenn neben ihm einem ehemaligen Oberliga-Spieler acht oder zehn dicke Patzer unterlaufen." Damit dürfen sich vor allem Uwe Schnobl und Igor Rozic angesprochen fühlen. „Alle Tore fielen durch individuelle Fehler", ärgerte sich Dörner, der andeutete, künftig einen schärferen Ton gegenüber den Spielern anschlagen zu wollen. Das Bruchköbeler Debakel nahm früh seinen Lauf: Christian Bauer erzielte nach neun Minuten die Wald-Michelbacher Führung. Dennis Klein (17.) und Marcus Lauer per Foulelfmeter (26.) erhöhten noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit erzielte Alexander Jacob (48.) den vierten Treffer für die Gäste aus dem Odenwald. Den Schlusspunkt setzte in der 83. Minute Ilija Rupcic.
Bereits vor dem Anpfiff gab es für Trainer Klaus Dörner die erste Hiobsbotschaft: Die verletzungsgeplagte SGB musste einen weiteren Ausfall verkraften. Torwart Steffen Klotzbücher, der sich unter der Woche verletzt hatte, signalisierte beim Aufwärmen, dass ein Einsatz für ihn noch zu früh kommen würde. Für ihn rückte Giuseppe Tartaro in die Startaufstellung. Der musste direkt zu Beginn das erste Mal hinter sich greifen. Igor Rozic, der für den am Knie verletzten Volkan Sungun in die Mannschaft gekommen war, unterlief ein haarsträubender Aufbaufehler – Bauer verwandelte eiskalt (9.). Der Torschütze spielte eine Minute später einen genauen Pass auf Stürmer Klein, der Tartaro umkurvte, jedoch aus spitzem Winkel verzog. Die Gäste übernahmen mit guter Verteidigung und schnellem Spiel über die Flügel zunehmend die Kontrolle. SGB-Trainer Dörner beklagte die fehlende Aggressivität und die vielen Abspielfehler seiner Mannschaft: „Das Team ist sehr verunsichert und deshalb machen wir auch viele blöde Fehler." Nach einem Ballverlust der SGB durch Uwe Schnobl spielte Wald-Michelbachs Thomas Krämer den Ball in den Lauf von Klein, der den herauslaufenden Tartaro mit einem Lupfer (17.) überwand. In der Folge kombinierten sich die Gäste immer wieder vors Tor der SGB, die es den Südhessen durch viele individuelle Fehler leicht machte. Bei einem dieser Angriffe entschied der Schiedsrichter Christian Stübing (Gründau) auf einen strittigen Strafstoß. Einen leichten Rempler von Michele Pascarella gegen Christian Bauer wertete er als strafstoßwürdig. Dörner protestierte so lautstark gegen die Entscheidung, dass er von der Bank verwiesen wurde. Hinter der Bande musste der Trainer ansehen, wie Marcus Lauer (26.) den Ball zum 3:0 in den rechten Winkel hämmerte. Fast hätte Lauer seinen zweiten Treffererzielt, aber sein Distanzschuss knallte in der 38. Minute an die Latte, den Nachschuss konnte Tartaro parieren. Nach dem Wiederanpfiff gingen die Gastgeber engagierter zu Werke, wurden aber durch einen weiteren Gegentreffer geschockt. Einem Bruchköbeler Torschuss von Michell-AndreRauch, den Torwart Miske über die Latte lenkte, folgte wieder ein Ballverlust im Mittelfeld, der das 0:4 zur Folge hatte. Nach einer Flanke von der rechten Seite tauchte Jakob allein vor dem Kasten auf und musste den Ball nur noch an Tartaro vorbeischieben (48.).In der Folge verflachte das Spiel, die Odenwälder schalteten einen Gang zurück und die SGB hatte mehr Spielanteile, ohne jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Die Eintracht beschränkte sich auf Nadelstiche, die allesamt nicht von Erfolg gekrönt waren. Besonders Angreifer Klein bekam die Bruchköbeler Defensive gestern Nachmittag nie unter Kontrolle. Den Schlusspunkt eines aus Bruchköbeler Sicht desaströsen Nachmittags setzte Ilija Rupcic, der nach einer Vorlage von Thomas Kraemer mit einem schönen Distanzschuss den Ball in den linken Winkel zirkelte. Dörner zeigte sich nach dem Spiel bedient: „Was fehlt, ist die Aggressivität und der Siegeswille." (HA vom 30.08.2010)
SG Bruchköbel: Tartaro - Caput, Pascarella, Kolodziej (63. Nyman), Goldmann - Rauch, Schnobl (87. Fox), Blocher, Rozic - Desta (63. Oukouis), Schunck.
Tore: 0:1 (Bauer). 0:2 Klein (17.), 0:3 Lauer (26./Foulelfmeter), 0:4 Jakob (48.), 0:5 Rupcic (87.)- Schiedsrichter: Stübing (Gründau)
Klotzbücher und Pfosten retten Punkt
24.08.2010 Verbandsliga: Bruchköbel mit torlosem Remis in Neu-Isenburg - Jäger zurück in Startelf
Die SG Bruchköbel hat es gestern Abend verpasst, sich mit einem Sieg Luft im Abstiegskampf der Verbandsliga Süd zu verschaffen. Von der Spielvereinigung Neu-Isenburg trennten sich die Mannen von Klaus Dörner mit 0:0. Den Punkt fest hielt SGB-Torwart Steffen Klotzbücher, der in einer chancenarmen Partie einen Elfmeter von Sebastian Hess (45.) parierte. Auffällig war die defensive Ausrichtung der Roten, die erstmals in der Saison 2010/2011 von Beginn an mit einem 4-4-2-System operierten. 150 Zuschauer erlebten im Neu-Isenburger Sportpark einen ruhigen Abend. Das lag nicht zuletzt an der SGB, die deutlich zurückhaltender als noch zuletzt auftrat. „Wir hatten uns nicht ausdrücklich vorgenommen, defensiv zu spielen. Wir wollten einfach weniger zulassen als bisher in dieser Saison - das ist uns gelungen", erklärte ein zufriedener Klotzbücher nach dem Schlusspfiff. Der Gegner haderte mit dem torlosen Remis: „Wir haben das Spiel gemacht, und die SGB hat verteidigt. Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat", meinte der Trainer der Spielvereinigung, Peter Hoffmann.
Das Highlight der ersten Halbzeit erlebten die Bruchköbeler schon nach neun Minuten. Sieben Meter vor dem Tor kam Youngster Michell Andre Rauch an den Ball, traf den Ball jedoch nicht richtig und musste mit ansehen, wie das Leder am Pfosten vorbei kullerte. In der Folge drückte Neu-Isenburg, ohne jedoch für zwingende Torgefahr sorgen zu können. Als der herausgelaufene Klotzbücher allerdings Angreifer Dennis Schwarz im Strafraum foulte, zeigte Schiedsrichter Krämer auf den Punkt. Der SGB-Torwart machte seinen Fehler wieder gut und hielt den Strafstoß von Hess (45.) glänzend. Der Neu-Isenburger Regisseur hatte zuvor 17-mal in Folge verwandelt.
Auch nach dem Seitenwechsel schienen die Strafräume vermintes Gebiet zu sein. Bruchköbels Stümer Abel Desta (70.) tastete sich vor, nahm einem Abwehrspieler den Ball ab, traf jedoch aus halbrechter Po sition nur das Außennetz. In der Schlussminute hätte die Spielvereinigung noch drei Punkte holen können: Die Flanke des eingewechselten Slobodan Milanovic fand den Unglücksraben Hess, der mit einem schulbuchmäßigen Kopfball den Innenpfosten traf. „Insgesamt war es ein verdientes Unentschieden", resümierte Klotzbücher. Bei dem ersten Auftritt im 4-4-2-System stand die SGB hinten deutlich sicherer als noch in den letzten Wochen, konnte allerdings im Angriff trotz eines zweiten Stürmers keine Durchschlagskraft entwickeln. Uwe Schnobl und Alexander Blocher zeigten als defensiv orientierte Mittelfeldspieler eine gute Leistung. „Wir haben uns mannschaftlich geschlossen präsentiert und können auf diesem Auftritt aufbauen. Außerdem hat uns die Hereinnahme von Thomas Jäger gut getan", analysierte Klotzbücher. Der abgesetzte Kapitän stand nach drei Spielen erstmals wieder in der Startelf und bildete mit Pascarella die Innenverteidigung. In der Tabelle steht die SGB auf Platz 13 und hat zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. (HA vom 25.08.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Pascarella, Jäger (75. Kolodziej), Goldmann - Rauch, Blocher, Schnobl, Sungun (30. Rozic) - Desta, Schunck (82. Oukouis) –
Besonderes Vorkommnis: SGB-Torwart Klotzbücher hält Foulelfmeter von Hess (45.) – Schiedsrichter: Krämer (Rödelheim) -
Beispiellose Torjagd nach Weckruf
18.08.2010 Verbandsliga: SG Bruchköbel unterliegt wegen eklatanter Abwehrschwäche Viktoria Aschaffenburg mit 2:6
Die SG Bruchköbel ist gestern Abend mit einer bitteren Niederlage auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Nach dem ersten Saisonsieg vor drei Tagen verlor die Truppe von Klaus Dörner die erste Verbandsligapartie auf dem Kunstrasenplatz am Wald mit 2:6 (1:3). Treffer von Ozean Keles (7.) und Alexander Schunck (78.) reichten nicht aus, um eklatante Abwehrschwächen zu kompensieren. In der Tabelle konnte die SGB den zwölften Rang sowie ihr Zwei-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge jedoch halten.
Zu Beginn hatte noch alles danach ausgesehen, als könnte die SGB an den Auswärtssieg vom Wochenende anknüpfen. Die Viktoria agierte in der Anfangsphase hochnäsig und wurde bestraft. Während die Aschaffenburger Bälle in der Abwehr hin und her schoben, stahl ein Bruchköbeler den Ball und bediente Ozean Keles (7.), der frei vor dem Tor das 1:0 markierte. Der Treffer schien für die Gäste ein Weckruf zu sein, schließlich spielten sie ab diesem Moment sauberen und präzisen Offensivfußball. Stürmer Giulio Fiordellisi glich in der 21. Minute mit einem verdeckten Schuss aus 16 Metern aus, ehe Schiedsrichter Klein Schützenhilfe leistete. Torwart Klotzbücher wollte einen zu lang geratenen Pass klären, traf mit dem Fuß außer dem Ball aber noch einen Stürmer. Der Unparteiische entschied auf Gelb und Elfmeter, den Markus Horr (26.) verwandelte. In der Folge war Aschaffenburg weiter spielbestimmend und kam immer wieder zu Chancen, weil das Tempo die SGB-Abwehr deutlich überforderte. Einen Schuss von Sen ließ Klotzbücher abprallen, der bestens postierte Fiordellisi (36.) roch die Nachschusschance und schob zum 3:1 ein. „Nach dem Bruchköbeler Führungstor hat die Viktoria gezeigt, dass sie im Moment einfach den besseren Fußball spielt", sagte SGB-Sprecher Tim Protzmann. Doch die Elf von Klaus Dörner kam mit neuem Mut aus der Kabine und verzeichnete durch einen Kopfball von Keles (53.) ihre ersten Schuss seit der siebten Minute. Alexander Blocher (55.) vergab eine weitere Chance per Kopf. Doch wieder hatten die Abschlüsse die Bayern geweckt: Mit einfachem Fußball spielten sie die indisponierte Viererkette der Roten aus und kamen zum 1:4 durch Ugur Sen (57.). Ein zorniger Klotzbücher, der seine Abwehr lautstark zurecht wies, agierte in dem Bestreben, seine Vorderleute in die gegnerische Hälfte zu treiben, immer weiter vor seinem Kasten. Nach einem einfachen Ballverlust erkannte der Aschaffenburger Spielmacher Simon Schmidt (72.) die Situation und überwand den Keeper mit einem gefühlvollen Lupfer. Als die Viktoria die Punkte bereits sicher glaubte und das Bruchköbeler Aufbäumen wenig stürmisch ausfiel, pfiff der Schiedsrichter einen weiteren Elfmeter. Volkan Sungun war mit Gästetorwart Patsiouras im Strafraum kollidiert, Alexander Schunck (78.) traf zum 2:5. Der Schlusspunkt jedoch war dem verdienten Sieger vorbehalten, der der SGB durch die Anwesenheit eines lautstarken Fanclubs zumindest ein Plus bei den Eintrittsgeldern bescherte. Mit einem Kontertor krönte Schmidt (85.) seine starke Leistung und schoss die SGB zurück in die Ab- stiegssorgen. Zwei Punkte trennen das Team noch von der roten Linie. „Es muss dringend etwas passieren, damit die Mannschaft in der Verbandsliga konstant um Siege mitspielen kann", forderte Sprecher Protzmann. (HA vom 19.08.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher- Caput, Kolodziej, Blo-cher, Goldmann - Rauch, Schnobl, Rozic, Keles, Sungun - Schunck.
Tore: 1:0 Keles (7.), 1:1 Fiordellisi (21.), 1:2 Horr (26., Foulelfmeter), 1:3 FiordeUisi (36.), 1:4 Sen (57.), 1:5 Schmidt (72.), 2:5 Schunck (78. Foulelfmeter), 2:6 Schmidt (85.). Schiedsrichter: Klein (Offenbach).
Schunck lässt Knoten platzen
15.08.2010 Verbandliga: SG Bruchköbel feiert ersten Saisonsieg - 3:2 beim SV Geinsheim
Die SG Bruchköbel kann doch noch gewinnen. Am sechsten Spieltag ist der Mannschaft von Klaus Dörner gestern durch ein glückliches 3:2 (0:1) beim SV 07 Geinsheim der erste Dreier gelungen. Nachdem Volkan Sungun (44.) sein Team per Freistoß glücklich in Führung gebracht hatte, drehten die Geinsheimer die Partie durch Tore von Dominik Wolf (57.) und Faouzi Atmani (80.). Eine kämpferische SGB stellte mit Treffern von Mohammed Oukouis (82.) und Alexander Schunck (85.) die Partie jedoch erneut auf den Kopf und eroberte so den zwölften Tabellenplatz. In der ersten Halbzeit sah vieles nach einer Fortsetzung der Bruchköbeler Negativserie aus. Der ebenfalls in den Abstiegskampf verstrickte SV Geinsheim kam motiviert aus der Kabine und drückte die SGB in die eigene Hälfte. Drei 100-prozentige Chancen versiebte der Aufsteiger jedoch, bis die Fahrlässigkeit der Mannschaft bestraft wurde. Ein unnötiges Foul kurz vor der Strafraumgrenze brachte die Gäste in eine hervorragende Freistoßposition. Normalerweise für Kapitän Cem Caput reserviert, schnappte sich Neuzugang Volkan Sungun (44.) das Leder und schnippelte es passgenau über die Mauer ins Eck. Die 200 Zuschauer notierten die erste echte Torchance der Roten und das glückliche 0:1 vor dem Pausenpfiff.
Nach dem Seitenwechsel bewies der SV Geinsheim Moral und knüpfte an die Leistung aus der ersten Hälfte an. Allerdings zeigten sich die Offensiven der Von-der-Schmitt-Truppe im Abschluss deutlich sicherer. Angetrieben von Mittelfeldmotor Faouzi Atmani tankte sich Sturmspitze Dominik Wolf durch die Bruchköbeler Verteidigung und erzielte in der 57. Minute den verdienten Ausgleich. Als Atmani (80.) dann nach sehenswerter Vorarbeit von Paolo Cucculliu selbst abzog und traf, schienen die Bruchköbeler erneut zu straucheln. Doch die Dörner-Elf kämpfte weiter und wurde prompt belohnt: Eine Ecke unterlief Geinsheims Torwart Christopher Blome, am langen Pfosten wartete der eingewechselte Mohammed Oukouis und schob zum 2:2 ein. Weil der SV den Sieg wollte und offensiv agierte, lief die Mannschaft nur drei Minuten später in einen perfekt ausgespielten Bruchköbeler Konter, den Alexander Schunck zum 3:2-Endstand einnetzte. „Nicht nur durch die Vereinsbrille gesehen wäre ein Unentschieden gerechter gewesen, schließlich hätten wir schon zur Halbzeit mit 3:0 führen müssen", meinte Geinsheims Pressesprecher Eckhardt Mayer enttäuscht. Nach dem ersten Erfolg klettert die SG Bruchköbel in der Tabelle auf Rang zwölf und hat damit die Abstiegsränge verlassen. (HA vom 16.08.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Blocher (46. Pascarella), Goldmann (79. Barssabas) - Rauch, Keles (58. Oukouis), Schnobl, Rozic, Sungun - Schunck.
Tore: 0:1 Sungun (44.), 1:1 Wolf (57.), 2:1 Atmani (80.), 2:2 Oukouis (82.), 2:3 Schunck (85.) - Schiedsrichter: Pfeiffer (Frankfurt) –
Sieglos trotz Überzahl
11.08.2010 Verbandsliga: SG Bruchköbel bleibt in der Abstiegszone - Nur 2:2 gegen FC Bensheim
Die SG Bruchköbel hat auch im fünften Spiel der Saison den ersten Sieg verpasst. Gestern Abend trennte sich die Elf von Klaus Dörner auf dem Sportfeld am Wald mit 2:2 (1:1) vom FC 07 Bensheim. Nachdem Michel Andre Rauch (9.) die Gastgeber in Führung gebracht hatte, glich Bensheim durch Mehmet Gencer (23.) aus. Die Südhessen spielten nach einer gelbroten Karte gegen Sascha Fischer lange in Unterzahl, gingen jedoch durch Dennis Holdschik (51.) in Führung, ehe Alexander Schunck (88.) per Foulelfmeter ausglich.
„Es war das beste Spiel der Saison, auf dieser Leistung können wir aufbauen", sagte Cem Caput nach der Partie. Der SGB-Kapitän lobte die Einstellung der Mannschaft „Da waren Leidenschaft und Feuer drin, mit dem Ergebnis sind wir aber natürlich nicht zufrieden", so Caput. Dass seine Mannschaftskameraden sich etwas vorgenommen hatten, konnten die rund 100 Zuschauer sofort erkennen. Nachdem Gästetorwart Halfar einen Schuss von Alexander Schunck hatte abprallen lassen, staubte Michel Andre Rauch (9.) bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der Verbandsliga per Kopf ab und brachte sein Team in Führung. Fast wäre diese nur 60 Sekunden später zunichte gewesen, aber Schiedsrichter Meinhardt verweigerte einem Bensheimer Kontertor wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung. In der 23. Minute bewahrte der Unparteiische die SGB nicht mehr vor dem Ausgleich: Klotzbücher konnte einen Schuss von Mehmet Gencer nicht festhalten, der Ball fiel dem Angreifer wieder vor die Füße - Gencer schob ein. Als Sascha Fischer (30.), der sich wegen Meckerns schon zuvor Gelb abgeholt hatte, Igor Rozic mit einer Grätsche von hinten abräumte, ging der Bensheimer vorzeitig duschen. „Wir waren also mehr als eine Halbzeit in Überzahl - da hätte mehr herausspringen müssen", haderte Cem Caput. Trotz des Platzverweises kam der FC zu Chancen, die beste klärte Rozic (44.) auf der Linie. Unmittelbar nach Wiederbeginn foulte Routinier Darius Kolodziej Gegenspieler Dennis Holdschik im Strafraum. Den fälligen Elfmeter von Daniel Nischwitz hielt Bruchköbels Torhüter Steffen Klotzbücher, nur vier Minuten später war der Schlussmann jedoch chancenlos. Nach einer Bensheimer Freistoßflanke köpfte Holdschik (51.) zum 1:2 ein. Kurz darauf versiebte der FC eine einhundertprozentige Torchance. „In der Folge haben wir bei Standardsituationen viel zu harmlos agiert. Hier besteht Nachholbedarf, meinte SGB-Sprecher Tim Protzmann, der in der 74. Minute wieder zum Kugelschreiber greifen musste. Nachdem Caput im Strafraum ein Offensivfoul begangen, der Schiedsrichter das jedoch übersehen hatte, wurde der Kapitän über den Haufen gerannt. Den Elfmeter verwandelte Schunck sicher und blies damit zur Schlussattacke. Die beste von mehreren Bruchköbeler Einschussgelegenheiten gab es in der 88. Minute: Einen Caput-Freistoß blockte die Bensheimer Mauer, Rozics Nachschuss fing die Abwehr ebenfalls ab, Barssabas schoss Schunck an und der Ball trudelte am Gehäuse vorbei. Am Ende hatte sich Bensheim den Punkt redlich verdient, die Bruchköbeler zu wenig aus ihrer Überzahl gemacht. Eine Randnotiz: Den abgewählten Kapitän Thomas Jäger ließ Dörner 90 Minuten lang auf der Bank schmoren. Trotz des Punktgewinns bleibt die SGB auf dem 17. Tabellenplatz und damit in der Abstiegszone. (HA vom 12.08.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Blocher, Kolodziej, Goldmann - Rauch (83. Barssabas), Keles, Rozic, Schnobl, Sungun - Schunck
Tore: 1:0 Rauch (9.), 1:1 Gencer (23.), 1:2 Holdschik (51.), 2:2 Schunck (74./Foulelfmeter) –
Schiedsrichter: Meinhardt (Fulda)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Fischer (FC Bensheim) wegen wiederholten Foulspiels (30.), Klotzbücher hält Elfmeter von Nischwitz (47./Bensheim)
Steht Dörner vor dem Aus?
08.08.2010 Verbandsliga: Desolate SG Bruchköbel bleibt sieglos - 0:2 gegen Spvgg. Oberrad
Der Fehlstart der SG Bruchköbel in die Verbandsligasai-son 2010/2011 ist perfekt. Auch in der vierten Partie der Saison konnte die Elf von Klaus Dörner keinen Sieg verbuchen, sondern verlor nach einer in allen Mannschaftsteilen desolaten Leistung mit 0:2 (0:1) gegen die Spielvereinigung 05 Oberrad. Kaan Köksal (32.) und Florian Kister (51.) hatten die Treffer für die Gäste erzielt. In den Reihen der Roten, die weiterhin auf einem Abstiegsplatz stehen, scheinen sich die Stimmen gegen den Trainer zu mehren.
Nach dem Abpfiff war die Stimmung auf dem Sportfeld am Wald gereizt. Der sonst ruhige Uwe Schnobl erklärte einem Zuschauer, der sich offensichtlich über die Leistung der SGB beklagt hatte, mit sehr deutlichen Worten, dass er seinen Mund halten sollte. Gegenüber dem HA waren die Spieler weniger auskunftsfreudig und wollten keine Stellungnahme zur Partie abgeben. Auch Klaus Dörner ließ mitteilen, dass er für Fragen nicht zur Verfügung stehe. Der Trainer musste die schlechte Leistung seiner Mannschaft in der Kabine vor der Abteilungsleitung und dem Vorstand rechtfertigen -es wurde laut. Dörner scheint im Club nicht mehr unumstritten zu sein. Der Vorwurf, der 47-Jährige sei ein „Selbstdarsteller, der sich nicht um die Belange des Vereins schert", grassiert. Auslöser für die Krisenstimmung am Wald war eine Leistung, die Zweifel an der Verbandsligatauglichkeit der Mannschaft aufkommen ließ. Während die Spielvereinigung Oberrad auf fremdem Platz das Spiel bestimmte, hatte die SGB in der 18. Minute die erste und letzte klare Torchance. Volkan Sungun zog aus der Halbdistanz ab, doch Verteidiger Theofanis Zindros klärte auf der Linie. Dann strahlte nur noch der Gast Torgefahr aus: Christian Del Carpio Garrido setzte sich auf der rechten Seite gegen Daniel Nyman durch, der das taktische Foul verpasste, und spielte mustergültig in den Lauf von Kaan Köksal (32.). Der Stürmer hängte Thomas Jäger ab und schob gegen Steffen Klotzbücher zur 1:0-Pausenführung der 05er ein. Die Frankfurter Stadtteilkicker legten unmittelbar nach Wiederbeginn nach. Einen langen Pass aus dem Mittelfeld erlief Florian Kister (51.). Cem Caput rutschte aus, Darius Kolodziej kam nicht hinterher und Klotzbücher war gegen den präzisen Abschluss des Torjägers chancenlos - 0:2. In der Folge zeigten die Bruchköbeler Auflösungserscheinungen und luden die Spielvereinigung zum Kontern ein. Immer wieder setzte Ibrahim Cigdem die Angreifer in Szene: Erst spielte der Regisseur Köksal (53.) frei, der gegen den bereits am Boden liegenden Klotzbücher jedoch nicht verwandeln konnte. Dann störte Kolodziej den durchgebrochenen Kister (56.) im Eins-ge-gen-Eins mit dem Torwart in letzter Sekunde. Es hätte längst 0:3 stehen müssen, als Abel Desta (58.) den einzig nennenswerten SGB-Abschluss aus zwölf Metern in die Wolken drosch. Oberrad hingegen hätte fast von einem Eigentor von Caput (63.), der in höchster Not vor Dirk Berresheim gerettet hatte, profitiert. Berresheim hätte nur drei Minuten später selbst treffen können, doch Kolod-1 ziej warf sich in den Schuss. Trotz drei Stürmern auf dem Feld und Thomas Jäger als Aushilfssangreifer kamen die Roten nicht mehr zu Einschussgelegenheiten und machten sich durch grobe Schnitzer im Spielaufbau das Leben schwer. Nach dem vierten sieglosen Spiel der Saison steht die SGB auf Tabellenplatz 17 und hat die schlechteste Offensive der Liga. (HA vom 09.08.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Jäger, Kolodziej, Nyman - Barssabas (56. Schunck), Schnobl, Rozic, Keles (70. Oukouis), Sungun - Desta (83. Goldmann).
Tore: 0:1 Köksal (32.), 0:2 Kister (51.) -Schiedsrichter: Putz (Egelsbach)
SGB blamiert sich bis auf die Knochen
04.08.2010 Verbandsliga: Dörner-Team verspielt Zwei-Tore-Vorsprung innerhalb von drei Minuten
Die SG Bruchköbel hat gestern Abend bei Germania Ober-Roden mit 2:3 (1:0) spektakulär verloren. Die Mannschaft von Klaus Dörner ging durch Tore von Volkan Sungun (41.) und Kapitän Thomas Jäger (82.) komfortabel in Führung und spielte seit der 45. Minute sogar in Überzahl - Taylor war wegen eines rüden Einsteigens gegen Torwart Steffen Klotzbücher vom Platz gestellt worden. In der dreiminütigen Nachspielzeit schlug die Germania durch Amdom Ghebru (90.), David Stemann (90.+2) und Filippo Serra (90.+3) dreimal zu und drehte die Partie noch.
Selbst die kühnsten Optimisten auf dem Sportplatz glaubten nicht mehr an drei Punkte für ihr Team. Der Schiedsrichter hatte bereits die Nachspielzeit angezeigt, als Ober-Roden mit 0:2 zurücklag und plötzlich aufdrehte. Einen Foulelfmeter verwandelte Amdom Ghebru (90.) zwar erst im Nachschuss, doch das Team von Michael Dörr kämpfte weiter. Die SG Bruchköbel, deutlich verunsichert, ließ die Germania gewähren und fing sich nur 120 Sekunden nach Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich durch David Stenmann (90.+2), der aus dem Gewühl im Strafraum traf. Die Zuschauer rieben sich bereits die Augen, doch es kam noch besser: Die SGB stürzte verzweifelt nach vorne und fing sich in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Konter, den Filippo Serra eiskalt per Lupfer vollendete. Ober-Roden war aus dem Häuschen, Bruchköbel bis auf die Knochen blamiert. Dabei hätte das Debakel für die SG Bruchköbel schon wesentlich früher seinen Lauf nehmen können. „Wir hätten schon nach einer halben Stunde mit 3:0 führen müssen", sagte Germania-Sprecher Volkmar Fenkl. In den ersten 25 Minuten waren die Offensive der Ober-Rodener zweimal völlig frei vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht. Die Gäste verdankten das Unentschieden einzig und alleine Steffen Klotzbücher, der seine starke Form aus den letzten Wochen bestätigte. Der Torwart trug wenig dazu bei, dass Topstürmer Serra ihm im direkten Duell einen harmlosen Kullerball in die Arme schob und damit die dritte einhundertprozentige Chance versiebte.
Dass die Spieler der SG Bruchköbel noch wach waren, demonstrierte Volkan Sungun in der 41. Minute. Eine viel zu kurz geratene Kopfballrückgabe eines Germania- Verteidigers lief der Neuzugang geistesgegenwärtig ab und versenkte den Ball gegen Schlussmann Daniel Soldevilla zum 1:0. Die SGB schien im Aufwind, denn kurz darauf musste der Ober-Rodener Marven Taylor (45.) vorzeitig duschen gehen. Er hatte mit gestrecktem Fuß einen Ball erreichen wollen, den Klotzbücher aufnahm und den Keeper an der Brust getroffen. Schiedsrichter Boulghalegh hatte Absicht erkannt und sofort Rot gezückt. Von der Überzahl offenbar motiviert fand die Dörner-Truppe deutlich besser in die Partie und wirkte über weite Strecken feldüberlegen. Thomas Jäger verwandelte die spielerische Dominanz in Zählbares. Wie immer bei Standardsituationen im gegnerischen Strafraum nutzte der etatmäßige Kapitän die Unordnung in der Ober-Rodener Abwehr aus und stocherte einen Ball über die Torlinie. Was danach kam, war der wahr gewordene Fußballalptraum.
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Kolodziej, Jäger, Nyman - Barssabas, Schnobl, Rozic, Keles, Sungun - Oukouis.
Tore: 0:1 Sungun (90.), 0:2 Jäger (82.), 1:2 Ghebru (90.), 2:2 Stemann (90.+2), 3:2 Serra (90.+3). - Schiedsrichter: Boulghalegh (Haßloch).
„Wir sind einfach müde"
01.08.2010 SG Bruchköbel rettet schmeichelhaftes 1:1 gegen Aufsteiger Usingen
Die SG Bruchköbel kommt in der Verbandsliga Süd nicht in Fahrt. Beim Heimdebüt auf dem Sportfeld am Wald kamen die Roten gestern nicht über ein 1:1 (0:1) gegen die Usinger TSG hinaus. Marcel Kopp hatte den Aufsteiger verdient in Führung gebracht, ehe sein Mannschaftskamerad Jörn Bausch (72.) mit einem Eigentor für den Bruchköbeler Ausgleich sorgte. In der Schlussphase hätte die Truppe von Klaus Dörner die Partie noch gewinnen können, vergab aber eine Reihe hochkarätiger Chancen.
Als Osman Kubalic nach der Partie mit einer Flasche Cola ausgelaugt über dem Geländer am Spielfeldrand hing, überraschte er mit einer Aussage, die so gar nicht zum zweiten Spieltag passen will. „Wir sind einfach müde - und das schon seit dem Trainingslager", sagte der Neuzugang von Hanau 93, der wie schon beim Saisonauftakt gegen Viktoria Griesheim in der Startformation stand. Dass Dörners Trainingsplan zu hart ist, ließ sich seine Mannschaft zu Beginn der Partie nicht anmerken. Die SGB war feldüberlegen, spielte sich aber nicht die klaren Torchancen heraus. Aufsteiger Usingen wurde frech und agierte ab der 22. Minute offensiver. Zwar konnte Alexander Blocher noch das Tor durch Marcel Kopp verhindern. Als sich der Gäste-Stürmer (27.) jedoch in einem wilden Gestochere am Boden des Fünfmeterraums gegen Torwart Steffen Klotzbücher durchsetzte, kam jede Hilfe zu spät. Die TSG hätte noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen können, als Stefan Hirschberg (36.) einen langen Ball in die Spitze erlief und das Leder am Keeper vorbei spitzelte. Die Bruchköbeler Verteidigung klärte jedoch auf der Linie.
Auch nach dem Seitenwechsel spielte nur Usingen ansehnlichen Fußball. Nach einem Distanzschuss von Bausch (58.) erlebte Stürmer Murat Kaya sein Waterloo. Erst war der Ex-Anspacher (67.) schneller als Darius Kolodziej und Blocher, • scheiterte im Eins-gegen-Eins aber an Klotzbücher. Dann gewann er (70.) das Laufduell gegen Daniel Nyman, tanzte den Schlussmann aus und traf statt dem leeren Tor nur den Außenpfosten. „Kaya war heute der beste Bruchköbeler", schmunzelte Schiedsrichterbetreuer Horst Schlimme am Spielfeldrand über den Angreifer, der in der 81. Minute auch noch einen Volleyschuss aus fünf Metern Torentfernung nicht im Kasten unterbringen konnte. Mit einer gehörigen Portion Glück fanden die Roten, die bis dato nur durch Zufallsprodukte zu Halbchancen gekommen waren, zurück in die Partie. Einen langen Pass legte sich Ozean Keles (72.) erst zu weit vor und war zum Querspielen gezwungen. Dort wartete der Usinger Bausch, der seine Stürmerqualitäten demonstrierte und ins eigene Tor traf. In der Folge scheiterten der eingewechselte Igor Rozic (75.) frei vor Torwart Dauth, Alexander Schunck (90.) per Kopf am auf der Linie klärenden Hirschberg und Blocher (90.+1) mit einem Schuss aus 14 Metern. Kubalic konnte der Partie dennoch Gutes abgewinnen. „Wir haben doch noch kein Spiel verloren und halten weiter an unserem Saisonziel fest. Das heißt ganz klar: Aufstieg", meinte der 20-Jährige, der den Kader für stark genug hält. „Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Hier beherrschen alle die Taktik, die Klaus Dörner vorgibt", SO Kubalic, der von seiner raschen Beförderung in die erste Elf nicht überrascht ist. „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und hatte mir fest vorgenommen, von Anfang an zu spielen." (HA vom 02.08.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher - Caput, Blocher, Kolodziej, Nyman - Barssabas, Kubalic (78. Schunck), Keles, Goldmann (66. Rozic), Sungun (46. Schnobl) -Desta-
Tore: 0:1 Kopp (27.), 1:1 Bausch (72., Eigentor) - Schiedsrichter: Muschik (Hünfeld) –
Torwart rettet SGB ersten Saisonpunkt
28.07.2010 Verbandsliga Süd: Bruchköbel spielt 0:0 in Griesheim
Die SG Bruchköbel ist mit einem Unentschieden in die Verbandsliga-Saison 2010/2011 gestartet. Auf dem Sportfeld am Hegelsberg trennte sich die Mannschaft von Klaus Dörner 0:0 vom SC Viktoria Griesheim. Insgesamt mussten die Roten mit dem Punkt zufrieden sein, da sich die Gastgeber über die gesamte Spielzeit ein Chancenplus erarbeiteten. Die SGB, die auf den Einsatz von Urlaubern mit wenig Trainingspraxis verzichtete, agierte mit allen fünf Neuzugängen in der Startformation. Von Beginn an stand auf dem Griesheimer Kunstrasenplatz ein Mann im Fokus: Torwart Steffen Klotzbücher hatte gleich zum Saisonauftakt Schwerstarbeit zu leisten. Obwohl der SC Viktoria Griesheim sich Chancen im Fünf-Minuten-Takt herausspielte, scheiterte die junge und unerfahrene Truppe immer wieder am überragenden Bruchköbeler Schlussmann. In der 13. Minute schien der Keeper schon bezwungen-gen, doch ein Schuss von Viktorias Mittelfeldregisseur Marco Fetsch aus 18 Metern streifte nur die Oberkante der Latte. Die SGB, über weite Strecken zurück an den eigenen Strafraum gedrängt, profitierte bei Kontern von den schnellen und ballgewandten neuen Mittelfeldspielern und kam per Tempogegenstoß zur größten Chance der ersten Hälfte: Griesheims Torwart Blessing (30.) verhinderte nur mit Mühe den Führungstreffer durch Abel Desta, ehe Klotzbücher kurz vor der Pause zwei Mal im Eins-gegen-Eins-Duell mit Starck und Greindl rettete. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel klärte die SGB-Abwehr zwei gute Griesheimer Einschussgelegenheiten auf der Linie - es waren die letzten großen Chancen einer Mannschaft, der es nach dem Abgang von Patrick Stumpf zum 1. FC Kaiserslautern II an einem nervenstarken Stürmer mangelte. „Bruchköbel zeigte in der Abwehrarbeit viel Können, aber auch eine gehörige Portion Dusel. Die Mannschaft sollte morgen unbedingt Lotto spielen", meinte Viktoria-Sprecher Erwin Erb. Doch auch sein Team war in einem temporeichen und hochklassigen Spiel mit Fortuna im Bunde, als der eingewechselte Alexander Schunck (85.) in der Schlussphase alleine auf das Tor zulief und erst in letzter Sekunde von Innenverteidiger Tchamy Dantse am Abschluss gehindert wurde. „Insgesamt müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Herbert Reuter, der auf das neu zusammengestellte Mittelfeld seiner Elf verwies. Der sportliche Leiter der SGB sah alle Neuzugänge im Einsatz. Ozean Keles agierte als Spielmacher für Urlauber Igor Rozic, Alexander Blocher ersetzte Thomas Jäger in der Innenverteidigung und Kuanzambi Barssabas, Volkan Sungun sowie Osman Kubalic ackerten im Mittelfeld mit solider Leistung. (HA vom 29.07.2010)
SG Bruchköbel: Klotzbücher-Caput, Kolodziej, Blocher, Nyman - Goldmann (84. Jäger), Barssabas, Keles (75. Schunck), Kubalic (69. Oukouis), Sungun - Desta. Schiedsrichter: Witzel (Wiesbaden).
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